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Ostholstein Hallenbad: Initiative plant Bürgerbegehren
Lokales Ostholstein Hallenbad: Initiative plant Bürgerbegehren
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19:07 13.02.2019
Die Bürgerinitiative will das Dahmer Schwimmbad erhalten und strebt ein Bürgerbegehren an. Quelle: Markus Billhardt
Dahme

Die Resonanz bei einem ersten Infoabend hat die neue Bürgerinitiative Meerwasserbad Dahme darin bestärkt, weiter für ein Schwimmbad im Sport- und Gesundheitszentrum (Strandspa) zu kämpfen. Eine Nutzungsänderung des Gebäudeteils, die mehrheitlich von der Gemeindevertretung im Dezember beschlossen worden ist, soll mit einem Bürgerbegehren gestoppt werden.

Marode Technik wird bereits demontiert

Nach einem Beratungsgespräch bei der Kommunalaufsicht sei sie recht positiver Dinge gewesen, erzählt Andrea Greifenhagen, die mit zwei Mitstreiterinnen die Bürgerinitiative (BI) gegründet hat. Doch es laufe ihnen etwas die Zeit davon. Die Schwimmbadtechnik werde bereits abgebaut. Sie müssten sich jetzt ihre Strategie genau überlegen und den Antrag für das Bürgerbegehren dementsprechend formulieren. Wie Bürgermeister Harald Behrens von der Dahmer-Wähler-Gemeinschaft (DWG) bestätigt, wurden nach dem Gemeinderatsbeschluss Gespräche mit der Firma für die Technik geführt, Teile verkauft und es wurde damit begonnen, die maroden Gerätschaften zurückzubauen. Er habe sich dabei rechtlich bei der Verwaltung abgesichert, sagt Behrens.

Da bisher nur die Absichtserklärung eines Bürgerbegehrens durch die BI vorliege, werde der Plan einer alternativen touristischen Nutzung weiterverfolgt, sagt der Bürgermeister. Behrens verdeutlicht aber: „Wenn die Entscheidung der Kommunalaufsicht vorliegt, dass das Bürgerbegehren zulässig ist, werde ich keinen Handschlag mehr machen.“ Dies würde dann aber die touristische Weiterentwicklung herauszögern.

„Die derzeitige Situation ist nicht schön, doch aufgeben ist nicht meins“, erklärt Andrea Greifenhagen. Und auch Behrens weiß, dass es ein ganz schwieriges und sehr emotionsbeladenes Thema ist: „Den Wunsch nach einem Schwimmbad können wir verstehen, aber es ist nicht zu bezahlen.“ Er verweist dabei auch wieder auf die vorliegenden Gutachten von 2017 und 2018.

Hohe Verluste bei Weiterbetrieb erwartet

So hatte die Firma Constrata Sanierungskosten von mehr als 5,8 Millionen Euro für das Meerwasserschwimmbad ermittelt. Es sei, wie auf dem Infoabend geschehen, unredlich zu behaupten, das Schwimmbad könne mit kleinen Mitteln schnell wieder geöffnet werden, erklärt Sven Rohr, Sprecher der DWG. Und die Gemeinde würde trotz Sanierung weiterhin jährlich hohe Verluste von bis zu einer Million Euro ausgleichen müssen, ergänzt Behrens.

Ein Vorschlag der BI, die Betriebskosten durch eine freiwillige Abgabe pro Gästeübernachtung zu minimieren, sieht Behrens nach Rücksprache mit der Verwaltung für nicht umsetzbar. Es sei kaum möglich, eine „Schwimmbadsteuer“ einzuziehen, sagt der Bürgermeister. Er glaube weiterhin fest daran, dass eine alternative Zweckbestimmung auch einen Mehrwert für den Gast biete.

Bürgerbegehren ist Thema in der Gemeindevertretung

Die DWG hat sich laut Rohr bereits in einer Arbeitsgruppe Gedanken gemacht und könnte sich in Verbindung mit dem Sportstrand vor dem Strandspa eine Art „Beach-Lounge“ gut vorstellen. Am Montag, 18. Februar, steht eine Diskussion zum geplanten Bürgerbegehren und zum Nutzungskonzept auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gemeindehaus.

Markus Billhardt

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