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Ostholstein Meerwasserschwimmbad: Kompromiss ist vom Tisch
Lokales Ostholstein Meerwasserschwimmbad: Kompromiss ist vom Tisch
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14:48 12.09.2019
Der Anbau am Dahmer Strandspa mit dem großen Schwimmbecken ist seit mehr als einem Jahr aufgrund von baulichen Mängeln gesperrt. Ein Bürgerentscheid Ende Oktober soll klären, wie es weitergeht. Quelle: Markus Billhardt
Dahme

Soll das Meerwasserschwimmbad in Dahme, das seit mehr als einem Jahr aus baulichen Mängeln gesperrt ist, saniert, wiedereröffnet und ganzjährig betrieben werden? Diese Frage soll am 27. Oktober bei einem Bürgerentscheid beantwortet werden. Bevor letzte Fristen ablaufen, musste die Gemeindevertretung jetzt klären, ob sie diesem Begehren einer Bürgerinitiative (BI) beitritt oder gar eine Gegenfrage auf dem Abstimmungszettel gestellt wird.

Keine Gegenfrage formuliert

„Eine konkurrierende Gegenfrage hätte sicher im Vorfeld mit der Kommunalaufsicht abgestimmt werden müssen, um Formfehler zu vermeiden“, erläuterte der Büroleiter der Verwaltung, Bernd Prüß, im Gemeindehaus. Er habe zwar Kenntnis von einer Frage, die hätte aber sicher so nicht genommen werden können, sagt Prüß. Näher ging er auf der Versammlung am Mittwochabend aber nicht darauf ein. „Wir müssten die Fragestellung auf der Sitzung komplett fertig bekommen. Es würde sicherlich Stunden dauern, um diese abzusichern“, ergänzte Bürgermeister Harald Behrens (Bürger für Dahme).

Schlechte Nachrichten für Schwimmer: In Dahme ist das Hallenbad geschlossen. Quelle: Markus Billhardt

Sowohl die Fraktion der „Bürger für Dahme“, als auch die Dahmer Wähler-Gemeinschaft (DWG), die sich beide bisher gegen einen Weiterbetrieb des Schwimmbades und eher für eine alternative Nutzung ausgesprochen haben, verzichteten auf eine Gegenfrage. Ebenso die CDU. Daher wurde dieser Punkt schließlich von der Tagesordnung genommen. Die Christdemokraten stellten ihrerseits allerdings den Antrag, dem Ansinnen der Bürgerinitiative beizutreten. Danach würde der Bürgerentscheid entfallen, wenn die Gemeindevertretung die Ausführung der verlangten Maßnahmen in unveränderter Form oder in einer Weise beschließt, die von den Vertretern der BI gebilligt wird.

Beitritt zum Entscheid knapp abgelehnt

Dass der Antrag der CDU mit den Stimmen der DWG und der „Bürger für Dahme“ abgelehnt wurde, wenn auch mit dem knappst möglichen Ergebnis von 5:6-Stimmen, kam nicht überraschend. Eine Diskussion entwickelte sich aber darüber, dass es im Vorfeld keinen Austausch über eine Variante gab, die auch die BI gegebenenfalls mitgetragen hätte. Ein Treffen mit Gemeindevertretern habe nicht stattgefunden, obwohl dies in der letzten Sitzung so ausgemacht worden war (LN berichteten), sagte Marion Haeger von der BI und betonte: „Das ist sehr bedauerlich. Es wurde die Möglichkeit genommen, über einen Kompromiss zu sprechen.“ Sie bezeichnete den Vorgang sogar als eine „Unverschämtheit“.

Marion Haegers Mitstreiterin Andrea Greifenhagen, beide zudem Fraktionsmitglieder der CDU, betonte: „Jetzt ist es wohl zu spät, sich damit auseinanderzusetzen.“ Bürgermeister Behrens stellte dazu klar: „Es hat sich auch jetzt immer wieder gezeigt, dass es völlig unterschiedliche Standpunkte gibt.“ Nicht als Befürworter des Schwimmbades bekannt, äußerte sich auch Sven Rohr von der DWG: „Ich kann die Irritationen verstehen. Ich habe auf den Termin gewartet. Es ist nicht dazu gekommen. Auch wenn ich nicht weiß, wie sich das Gespräch entwickelt hätte, bedauere ich das sehr.“ Dieter Knoll (CDU) kritisierte, sie hätten sich alle an einen Tisch setzen können. So bliebe nur noch, bei dem Wortlaut des Bürgerentscheids mitzugehen.

Am 16. September müssen nun die Abstimmungsunterlagen vorliegen, da ab diesem Zeitpunkt das Recht auf Briefwahl besteht. Ende Oktober gibt es dann vielleicht etwas mehr Klarheit darüber, was mit dem Meerwasserschwimmbad passieren wird.

Von Markus Billhardt

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