Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Biker entdecken die Langsamkeit
Lokales Ostholstein Biker entdecken die Langsamkeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:45 09.09.2018
Der Mofa-Club Damlos: 20 hartgesottene Mitglieder mit ihren leichten Maschinen. Quelle: Louis Gäbler
Damlos

Sie sind zwischen 32 und 71 Jahre alt, Männer und Frauen, die beim ZVO, als Elektrotechniker oder Malermeister arbeiten. Sie sind gestandene Motorradfahrer, die ihre Bikes lieben, aber die Langsamkeit für sich entdeckt haben: die 20 Mitglieder des Mofa- Clubs Damlos.

Die Idee zum „Mofa-Club Damlos“ wurde 2010 in Lübeck geboren. Damals besuchte der Heimatverein die Volksbühne Geißler. In der Pause stand Heiko Möller (46) mit Freunden zusammen, gemeinsam sinnierten sie über Motorräder und Entschleunigung. Prompt war die Idee des Mofa-Clubs geboren – und wurde zu Hause umgesetzt. Der Kumpel kaufte sich umgehend ein Motorfahrrad (Mofa), Möller bekam seinen 25-km/h-Flitzer von der Ehefrau geschenkt, der Schwiegervater kam hinzu, später Frank Grunert, Ex-Bürgermeister von Damlos. Senior der Damloser Mofa-Gang ist Eckhard Suhr (71) mit seiner Zündapp „Bergsteiger“. Junior ist Oliver Jung (32), einer der wenigen Nicht-Biker, der sich aber schnell für eine Piaggio „Bravo“ und den Mofa Club begeisterte. So wuchs die Gruppe auf nunmehr 20 Mitglieder an.

Völlig neues Fahrgefühl

Es war das völlig neue Fahrgefühl, dass sie alle eint und an die eigene Jugend erinnert: langsam, entspannt und geruhsam wurde die ostholsteinische Landschaft auf den Touren neu entdeckt. Der Benzinverbrauch: mit 2,5 Litern pro 100 Kilometer zu vernachlässigen; die Abgasfahne: wie Parfüm.

20 hartgesottene Biker entdecken die Langsamkeit

Immer öfter blieben die eigenen Motorräder in der heimischen Garage stehen – die Suzuki Bandit, V-Strom, Honda CX 500, die BMW und die Dominator. „Klar, damit machen wir unsere großen Touren, so wie jetzt in die Uckermark“, sagen Lars Morgenstern und Heiner Westphal. Für spontane Ausflüge am Wochenende, die an den Gömnitzer Berg bei Neustadt, auf den Bungsberg bei Schönwalde oder entlang der Ostseeküste führen, nehmen sie aber ihr Mofa.

„Wacken-Wagen“ ist Treffpunkt

Treff ist immer am alten „Wacken-Wagen“, der auf einer Wiese im Dorf steht und sie an ihren Wacken-Besuch 2009 erinnert. „Im kommenden Jahr wollen wir alle gemeinsam wieder hin, zum Zehnjährigen“, sagt Elektrotechniker Andy Weidemann (51). Von hier aus starten die Touren und gesellige Spaßrallyes. Weidemann: „Da muss schon mal eine Trockennudel unterwegs gekocht und mit einem Knoten versehen zurückgebracht werden. Oder für einen gelben Gummistiefel muss das passende Pendant gefunden werden.“

Spaß wird in Damlos großgeschrieben. Im Dorf gibt es zwar die Bürgerbegegnungsstätte und einen Kaufmann, eine Kneipe als Treff allerdings nicht mehr. „Da mussten wir uns eben etwas einfallen lassen“, erinnert sich Heiko Möller. Um sich zu verabreden, gibt es die Whatsapp- Gruppe „Mofa-Club Damlos“. Jedes Mitglied hat sie auf seinem Smartphone. So werden Bilder und sonstige Neuigkeiten ausgetauscht. „Oder wir gehen auf OKF“, sagt einer aus der Runde. OKF...?, fragt der Reporter. „Ist doch klar: Ortskontrollfahrt!“

Aha, alles klar, die analoge Variante zum Smartphone.

Louis Gäbler

Am ersten Veranstaltungstag gab es ein Ringreitturnier und eine Springaufführung, mehr als ein Dutzend Kutschen fuhren auf. Sonntag geht die Pferdeshow weiter und es finden gemeinsame Ausritte statt.

08.09.2018

Im Kampf gegen Blutkrebs war der Bayern-Fanclub Heiligenhafen erfolgreich. Im Feuerwehrhaus wurden potenzielle Knochenmark-Spender typisiert, deren Stammzellen Leukämie-Erkrankten helfen können.

08.09.2018

Die neuesten Modelle zahlreicher Automarken werden bis Sonntag auf der Traum-Automeile präsentiert. Besucher bestaunen und testen die polierten Hingucker, die in der Fußgängerzone parken.

08.09.2018