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Ostholstein „Danke für die tolle Flüchtlingsarbeit“
Lokales Ostholstein „Danke für die tolle Flüchtlingsarbeit“
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20:21 25.03.2017
Auf einer über 80 Jahre alten Geige, die ihr eine LN-Leserin geschenkt hat, übt Mari Al Haj Hasan (16) mit ihrer Lehrerin Cornelia Hesse in der Kreismusikschule. Gestern spielte sie im Kreishaus in Eutin. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen
Eutin

Der Kreis Ostholstein wollte einfach mal „danke“ sagen – danke für die Arbeit der vielen Ehrenamtler, die sich um die Integration von Flüchtlingen kümmern.

Einladung des Kreises an alle ehrenamtlich Tätigen in Ostholstein – Ausstellung und viel Musik.

Landrat Reinhard Sager (CDU) und Uwe Wille, Migrationsmanager beim Kreis, begrüßten gestern weit über 160 Gäste im Kreistagssitzungssaal. Gekommen waren Unterstützer aus allen Kommunen des Kreises, aber auch Vertreter aus Verwaltungen sowie Flüchtlinge. Der bunte Nachmittag begann mit der Eröffnung einer Ausstellung, in der unter dem von Wille herausgegebenen Motto „Das haben wir geschafft“ die Aktivitäten der Flüchtlingshilfen vorgestellt und viele Informationen zum Thema Flüchtlingshilfe gegeben wurden.

Außerdem stellten sich mit den Sozialarbeiterinnen Kerstin Oetken und Jennifer Westphal, beide 32 Jahre alt, die neuen Ehrenamtsberaterinnen des Kreises vor.

Landrat Sager erinnerte in seiner Ansprache daran, dass mehr als 3000 Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, auf ganz Ostholstein verteilt worden sind. Für den Kreis, vor allem aber für die Kommunen, habe dies eine große Herausforderung bedeutet, da den Menschen nach der Flucht zunächst einmal eine menschenwürdige Unterkunft zur Verfügung gestellt werden musste. „Uns in Ostholstein ist es gelungen, allen uns zugewiesenen Menschen ein angemessenes Dach über dem Kopf anbieten zu können – eine wahrhaft stolze Leistung“, so Sager. Baumärkte, Turnhallen oder Zelte wie andernorts hätten nicht bezogen werden müssen. „Eine wirklich tolle Arbeit“ bescheinigte der Landrat auch seinen Mitarbeitern im Migrationsmanagement, besonders aber den vielen Ehrenamtlern. Die Stellwände der Ausstellung seien viel zu klein, um alle Aktivitäten darstellen zu können, bemerkte er. Sager gab aber auch zu bedenken: „Die Aufgabe ist noch nicht beendet. Jedes freiwillige Engagement wird ausdrücklich begrüßt.“ Er forderte die Ehrenamtler auf: „Bleiben Sie bei der Stange“.

Vertreter aller 18 Städte, Gemeinden und Ämter nahmen am Ende des offiziellen Teils noch je einen 200-Euro-Gutschein in Empfang. Über das Geld, so Wille, könnten die Initiativen frei verfügen. Seine Vorschläge: „Machen Sie doch eine gemeinsame Fahrt, kaufen Sie Bücher oder finanzieren Sie Sprachkurse.“ Für den musikalischen Rahmen sorgten der Flüchtlingschor „Refugees and Friends“ aus Oldenburg und Mari Al Haj Hasan. Die 16-Jährige flüchtete vor drei Jahren mit ihren Eltern und den Schwestern Merna (heute 13) und Masa (11) aus Syrien nach Eutin. In einem LN-Gespräch erzählte sie damals traurig, wie sehr sie ihre Geige vermisst. LN-Abonnentin Franziska Roth las davon und schenkte ihr spontan ihr 80 Jahre altes Instrument. Mari übt seitdem regelmäßig auf dieser Geige in der Kreismusikschule bei ihrer Lehrerin Cornelia Hesse und spielte gestern zwei Stücke von Edward Elgar. Nicht nur Uwe Wille gingen diese Töne zu Herzen.

Christina Düvell-Veen

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