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Ostholstein Darum hält die Staatsanwaltschaft den entflohenen Jan F. für gefährlich
Lokales Ostholstein Darum hält die Staatsanwaltschaft den entflohenen Jan F. für gefährlich
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15:04 04.04.2019
Jan F. brach offensichtlich das verschlossene und gesicherte Fenster seines Unterbringungsraumes auf, seilte sich aus dem Fenster ab und kletterte über einen 2,50 Meter hohen Zaun. Quelle: Sebastian Rosenkötter/Polizei / Montage: RND/kha
Neustadt

Der 36-jährige Flensburger Jan F. ist in der Nacht zu Sonntag aus dem Ameos-Klinikum für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Neustadt verschwunden. „Der Entwichene gilt als ausgesprochen gefährlich und gewaltbereit“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Es wird davor gewarnt, direkt an den Entwichenen heranzutreten. „Informieren Sie stattdessen umgehend die Polizei“, sagen die Behörden.

Warum ist Jan F. so gefährlich?

Wie sieht die Vorgeschichte des Entflohenen aus? Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Flensburg war Jan F. am 17. Dezember 2008 vom Landgericht Flensburg wegen schwerer Brandstiftung zur Unterbringung in der Klinik verurteilt worden. „Der Entwichene gilt als ausgesprochen gefährlich und gewaltbereit“, teilte Gropp mit. Dafür sprächen sowohl sein langes Vorstrafenregister, in dem es auch Eintragungen wegen Gewaltdelikten gebe, als auch die Einschätzung der Ärzte in der Neustädter Forensik.

Die Ärzte hätten sich in seinen mehr als zehn Jahren in dem psychiatrischen Krankenhaus intensiv mit Jan F. befasst. Außerdem werde die Fortdauer der Unterbringung in regelmäßigen Abständen überprüft, wozu immer neue Gutachten als Grundlage dienten.

Klicken Sie hier, um Bilder aus dem Maßregelvollzug der Ameos-Klinik Neustadt zu sehen, die in den letzten Jahren von LN-Reportern gemacht wurden.

Einheit der Polizei steht bereit, sobald ein Hinweis kommt

Anhaltspunkte zum Aufenthaltsort habe die Staatsanwaltschaft derzeit nicht: Nach Angaben der Staatsanwältin ist Jan F. zwar in Flensburg geboren und auch dort verurteilt worden. „Es ist aber nicht bekannt, dass noch Angehörige von ihm in Schleswig-Holstein wohnen“, sagte Gropp.

Im Behördenhochhaus bei der Polizeidirektion Lübeck steht eine Einheit bereit, um Jan F. im Fall eines belastbaren Hinweises sofort festnehmen zu können.

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RND/kha/Susanne Peyronnet

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