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Ostholstein Das Gemälde, das Angela Merkel ablehnte
Lokales Ostholstein Das Gemälde, das Angela Merkel ablehnte
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19:11 14.12.2018
Angela Merkel, gemalt von Maribel Brandis aus Bad Schwartau. Quelle: Peyronnet
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Bad Schwartau/Berlin

Sie hat sie freundlich gemalt, mit einem verschmitzten Lächeln. Die Bad Schwartauer Malerin Maribel Brandis hat Angela Merkel so, wie sie sie sieht, ein Denkmal in Öl gesetzt. Das Bild wollte die Malerin der Kanzlerin schenken. Doch aus dem Bundeskanzleramt kam eine Ablehnung.

Brandis hatte das Schreiben, in dem sie Angela Merkel das Bild anbot, über den Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU) übermitteln lassen. „Sie hat sich sehr darüber gefreut, dass Sie ihr das von Ihnen gemalte Porträt übersenden wollen“, beschrieb eine Mitarbeiterin des Büros der Bundeskanzlerin die Reaktion Angela Merkels auf das Gemälde. Viele Menschen wollten Merkel zum Zeichen ihrer Sympathie und Anerkennung selbst gefertigte Werke und Kunstgegenstände zukommen lassen. Die Bundeskanzlerin wisse diese besondere Art des Ausdrucks der Wertschätzung ihrer Person und Arbeit zu würdigen.

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Weiter heißt es in den Schreiben: „Leider sind im Bundeskanzleramt den räumlichen Kapazitäten zur angemessenen Darstellung von Kunstgegenständen und Bildern enge Grenzen gesetzt. Vor diesem Hintergrund muss die Bundeskanzlerin ihr Angebot leider ablehnen.“

Maribel Brandis hatte das Bild bei der Jahresausstellung des Fördervereins Bildende Kunst Ostholstein im Kreishaus gezeigt. Die Künstlerin hatte junge Flüchtlinge als Malschüler und hat viel Freude mit ihnen gehabt. Diese Erfahrung hat ihren freundlichen Blick auf Angela Merkel ausgelöst, berichtete sie bei der Ausstellung.

sas

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