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Ostholstein „Das ist eine kleine Naturkatastrophe“
Lokales Ostholstein „Das ist eine kleine Naturkatastrophe“
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07:46 25.07.2018
Der Lensahner Mühlenteich. Quelle: Sebastian Rosenkötter
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Scharbeutz/Lensahn

Dauersonnenschein und Hitzewelle lassen den Wasserstand vieler Teiche im Kreis Ostholstein rapide sinken. Besonders angespannt ist die Situation unter anderem im Scharbeutzer Kurpark sowie im Lensahner Mühlenteich. Der Pächter befürchtet ein Fischsterben.

Bereits Mitte Juni hatte Horst Kreft, Vorsitzender vom Anglerverein Neustadt (Pächter des 15 Hektar großen Mühlenteichs), ein Angelverbot verhängt. Seitdem hat sich die Situation weiter verschlechtert. Der Sauerstoffgehalt am Grund sei desolat. Fische würden deshalb weiter oben schwimmen. Doch da sei es mit 26 Grad Wassertemperatur zu warm. „ Ammoniak- und Nährstoffgehalt sind ebenfalls sehr hoch“, sagt Kreft. Ob die Fische das überleben sei aktuell unklar. Für Entlastung und mehr Sauerstoff könnte die Feuerwehr sorgen, indem sie das vorhandene Wasser zum Teil umwälzt.

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An anderen Gewässern ist dies bereits geschehen. In Scharbeutz rückte die Feuerwehr nach Mitte Juni zum zweiten Mal aus und kümmerte sich um den Teich im Kurpark.

Dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sagt auch Horst Kreft. „Bei den anderen von uns gepachteten Gewässern sieht es ganz gut aus, aber im Land sind sehr viele von den Auswirkungen betroffen. Es ist eine kleine Naturkatastrophe. Das sind extremste Wetterverhältnisse. Sämtliche Bäche und Fließgewässer sind ziemlich ausgetrocknet.“ Und eines kommt derzeit laut Kreisfeuerwehrsprecher Hartmut Junge nicht infrage – die Zufuhr von Frischwasser aus dem Trinkwassernetz. Dies sei derzeit nicht erlaubt, um es nicht weiter zu belasten.

ser/bz

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