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Ostholstein Denkmalschutz-Preis für das Wallmuseum
Lokales Ostholstein Denkmalschutz-Preis für das Wallmuseum
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07:00 26.08.2019
Die achtförmige Oldenburger Ringwallanlage (oberhalb der St.-Johannis-Kirche) ist das zweitgrößte archäologische Denkmal in Schleswig-Holstein. Links im Hintergrund schließen sich das Wallmuseum und der Wallsee mit der Heiligen Insel an. Quelle: Louis Gäbler
Oldenburg

Das Wallmuseum von A bis Z: Anlässlich der großen Auszeichnung – die Stiftung Oldenburger Wall erhält am 28. Oktober in Naumburg an der Saale die „Silberne Halbkugel“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz – stellen wir das Oldenburger Museum einmal ganz genau vor. „Für die Stiftung ist das eine besondere Auszeichnung auf nationaler Ebene und eine wunderbare Anerkennung für alle, die das Museum mit Leben erfüllen“, sagt Vorsitzender Torsten Ewers. „Die Gründer der Stiftung und unser Ehrenvorsitzender Hans Hahn können zu recht stolz sein, dass diese Leistung vom Nationalkomitee mit diesem Preis bedacht wird.“

A wie Arbeit: Alte Berufe erzählen vom Leben der Slawen im Mittelalter. Im Wallmuseum ist dieser Alltag hautnah nachzuempfinden.

B wie Boote:Mit der „Starigard“ und der „Ratatoskr“ besitzt das Museum zwei Schiffe. Es bietet Besuchern somit die Möglichkeit, den Wallsee zu befahren und die Handelsschifffahrt vorzuführen.

C wie Christianisierung der Slawen: Die christliche Kolonisierung der Slawen in Wagrien ist das Kernthema des Wallmuseums und wird dort vielfältig dargestellt. Dem Mittelalter nachempfundene Aktivitäten runden die Präsentationen ab.

D wie Denkmal: Die Ringwallanlage ist das zweitgrößte archäologische Denkmal in Schleswig-Holstein, auf das die Oldenburger zu Recht stolz sein können.

E wie Exkursionen:Informationsausflüge für die Mitglieder der Stiftung Oldenburger Wall gibt es immer wieder: Ziele sind Ausgrabungen, Museen, Denkmäler und Ausstellungen.

F wie Fürstenhalle: Die farbig gestaltete Fürstenhalle ist auf der Grundlage der Ausgrabungsergebnisse der 1970er Jahre nach Vorgaben des wissenschaftlichen Beirats errichtet worden und bildet im Außenbereich des Museums den zentralen Versammlungsort.

G wie Glocke:Phönix aus der Asche – in Oldenburg wurden die Reste einer Läuteglocke aus dem 10. Jahrhundert gefunden. Das Original fiel um die erste Jahrtausendwende einer großen Feuersbrunst zum Opfer. Den Nachbau dürfen Museumsbesucher gerne läuten.

H wie Heilige Insel:Inmitten des Wallsees liegt die Heilige Insel, sie darf nur an besonderen Tagen und nur von Priestern betreten werden. Dort residiert in einem umhegten, heiligen Bezirk der slawische Gott Svantovit, dem eine hölzerne Statue gewidmet ist.

I wie Interreg-Projekte: Die EU-geförderten, deutsch-dänischen Interreg-Projekte Baltic Bridge I und II führten zur Umwandlung vom „Vitrinenmuseum“ in ein „Lebendiges Museum“.

So lebten die Slawen hier vor 1000 Jahren

J wie Johannis-Kirche zu Oldenburg: Sie ist einer der Nachfolgebauten der Urkirche, die auf dem Oldenburger Wall gebaut und im Oldenburger Wallmuseum bald als Rekonstruktion der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

K wie Kastenwagen:November 1975, kalt, grau, ungemütlich – die Ausgräber wollen nur noch weg. Da stoßen sie auf einen sensationellen Fund: einen Kastenwagen. Der Kastenwagen, heute wird ein Nachbau im Museum ausgestellt, diente als Reisewagen für besser gestellte Damen. Das Oldenburger Exemplar musste aber noch einen anderen Zweck erfüllen: als letzte Ruhestätte, Totenwagen einer hochgestellten, weiblichen und vermutlich skandinavischen Persönlichkeit – das Grab der Wikingerprinzessin.

L wie Leute von Starigard:Sie sind das Aushängeschild des Oldenburger Wallmuseumsdie Leute von Starigard erfüllen die mittelalterlich-slawische Hüttensiedlung des Museums mit Leben. Sie tragen mittelalterliche Gewänder und ahmen das Leben, die Arbeit und den Alltag unserer Vorfahren nach.

M wie Mönchsweg:Er ist ein Fahrrad- und Wanderweg, der von Glückstadt nach Fehmarn quer durch Schleswig Holstein verläuft. Als touristischer Themenweg folgt er den Spuren der Christianisierung in Schleswig-Holstein.

N wie Naust:Der Naust ist die Bootshalle, in der die beiden Schiffe der Stiftung überwintern. Die „Starigard“ und die „Ratatoskr“ werden gegen Ende der Saison vom Wallsee in diese reetgedeckte Schutzhalle gezogen.

O wie Obstwiese:
Auf der Streuobstwiese, die von Günter Reinhold liebevoll und mit großem Einsatz gepflegt und gehegt wird, wachsen mehr als 50 verschiedene Apfelsorten.

P wie „Pribyslav von Starigard“:Der Gildevogel wurde im 40. Jubiläumsjahr der Stiftung von den Älterleuten der Gilde nach dem wagrischen Stammesfürsten benannt.

Q wie Qualität:Die Besetzung des Beirates mit bedeutenden Wissenschaftlern ist für das Wallmuseum und Oldenburg eine große Bereicherung und sichert bei Erweiterungen, Umbauten und den Exponaten die Qualität und Authentizität.

R wie Rosengarten: Angelegt wurde der Rosengarten vom Ehepaar Mau zur Gestaltung der Hofanlage.

S wie Starigard/Oldenburg: Hauptburg der Slawen in Wagrien und slawischer Herrschersitz des frühen Mittelalters in Ostholstein.

T wie Topographie:Das Museumsgelände ist herrlich gelegen und bietet durch den Wall und den Wallsee eine grandiose Kulisse und beste Möglichkeiten das Gelände historisch getreu zu gestalten.

U wie unser Bürgermeister: Martin Voigt (parteilos) hatte den Antrag gestellt, der jetzt zu der Auszeichnung geführt hat.

V wie Vicelin:Als Priester und Missionar schloss er sich um 1090 der großen Wendenmission im Land der Wagrier an. 1149 erfolgte seine Ernennung zum Bischof von Oldenburg, das Vicelin übrigens nur einmal besucht haben soll. Am 12. Dezember 1154 verstarb er im Kloster Faldera, heute Neumünster. Vicelin wurde auch als „Apostel der Wenden“ bezeichnet.

X, Y, Z wie Zeidelwirtschaft:Dabei dreht sich alles um Bienen, Honig und Wachs. Die Slawen nutzen den Honig als Süßstoff und das Bienenwachs als Werkstoff zur vielfältigen Verwendung in Haushalt und Handwerk.

Die Väter der Wallstiftung

Joachim Barth hat zu einer Zeit, als der Wall kaum noch erkennbar war und als Kleingartensiedlung genutzt wurde, die Stiftung ins Leben gerufen, mit enormer Energie den Wall wieder erkennbar gemacht und die Funde und auch die Bedeutung dieses mittelalterlichen Handelsplatzes für Oldenburg bekannt gemacht.

Dr. Ingo Gabrielist einer der großen Forscher des Oldenburger Walls und hat die hohe Bedeutung dieser archäologischen Stätte durch seine Ausgrabungen in den 1970er und 1980er Jahren sowie seinen Dokumentationen erst offenbart.

Hans-Joachim Hahn– als Ehrenvorsitzender ist er derjenige, der das Bild der Stiftung prägte. Die Museumserweiterung ist auf seine Initiative hin erfolgt.

Von Louis Gäbler

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