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Ostholstein Mehr Teilhabe für Menschen mit Handicap
Lokales Ostholstein Mehr Teilhabe für Menschen mit Handicap
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18:06 21.12.2018
Bei der Feierstunde: Gisela Babies von „Villa Wir“, ihr Sohn Marcel Babies sowie Inga Orlowski und Michaela Heinrichs von der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen (2. Reihe, v.l.). Übergeben wurde der Preis von Gisela Poersch und Regina Poersch (3. Reihe, v.l). Quelle: Luisa Jacobsen
Eutin

Marcel Babies (37) wird am 1. Februar zu Hause ausziehen und in eine Wohngemeinschaft leben. Der junge Mann mit Trisomie 21 beginnt ein Leben mit mehr Eigenständigkeit in einem Wohnprojekt des Vereins Villa Wir aus Bad Schwartau. Für dieses Projekt wurde der Verein am Freitagnachmittag mit dem Anny-Trapp-Preis ausgezeichnet, zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen im Bereich Ostholstein.

Einsatz für Arbeitnehmer mit Schwerbehinderung

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, Menschen mit Schwerbehinderung in Arbeit zu bringen“, sagte Inga Orlowski, zweite Vorsitzende des Vereins. Zu diesem Zweck berät die Arbeitsgemeinschaft sowohl Arbeitgeber als aus Arbeitnehmer und Mitarbeiter. „Dabei geht es nicht nur, aber auch um juristische Beratung.“ Der Verein gibt Auskunft zu Unterstützungsmöglichkeiten und Vorteilen bei der Einstellung von schwerbehinderten Arbeitnehmern, versucht aber zum Beispiel auch, Bewerber mit Handicap fit zu machen fürs Einstellungsgespräch.

„Die Entscheidung zwischen diesen beiden Vereinen ist uns schwer gefallen“, sagte Gisela Poersch, erste Vorsitzende des Vereins Anny-Trapp-Preis. „Auf Beschluss der Mitgliederversammlung werden in diesem Jahr deshalb zwei Vereine ausgezeichnet.“ Die 1500 Euro Preisgeld wurden entsprechend aufgeteilt. „Ihre Arbeit findet zu oft im Verborgenen statt“, sagte die Landtagsabgeordnete Regina Poersch, ebenfalls im Vorstand, in ihrer Laudatio zu den Vertreterinnen der Arbeitsgemeinschaft. Man wolle dem Verein deshalb mit dem diesjährigen Preis daher nicht zu Geld, sondern auch die mehr Bekanntheit verhelfen.

Wohngemeinschaft ist „gelebte Inklusion“

Das Wohnprojekt des Vereins Villa Wir, hervorgegangen aus einer Elterninitiative, bezeichnete Poersch als „gelebte Inklusion“. Das Projekt umfasst eine Wohngemeinschaft in einem Mehrfamilienhaus in Bad Schwartau. Ein eigenes Zimmer und Bad und eine Gemeinschaftsküche sollen den Bewohnern Rückzugsmöglichkeiten und gleichzeitig einen Treffpunkt bieten. Da Ziel des Vereins: Menschen mit Behinderung können dort künftig – mit ambulanter Unterstützung – selbstbestimmt leben. So wie Marcel Babies, der aktuell noch bei seinen Eltern wohnt und dem Umzug mit großer Freude entgegensieht. Das Preisgeld werde der Verein für die Ausstattung der Wohngemeinschaft verwenden, kündigte Gisela Babies, stellvertretende Vorsitzende und Mutter von Marcel Babies an.

Der Anny-Trapp-Preis wird einmal im Jahr am 21. Dezember verliehen. „Das ist der Geburtstag unserer Namensgeberin“, sagte Gisela Poersch. Anny Trapp war eine in Eutin geborene SPD-Politikerin, die insbesondere durch ihr soziales Engagement bekannt wurde.

Luisa Jacobsen

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