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Ostholstein Der Zeitplan steht: Das sind die Grömitzer Großprojekte
Lokales Ostholstein Der Zeitplan steht: Das sind die Grömitzer Großprojekte
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23:10 15.03.2017
Die Sanierung der Seebrücke ist eines der anstehenden Großprojekte von Janina Kononov und Lars Widder, der Doppelspitze des Tourismus-Service’. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter
Grömitz

Die Entwicklung der Gemeinde Grömitz geht weiter – ein Großprojekt jagt das nächste. Nach dem Umbau der „Welle“ und dem Bau des A-ja-Ressorts stehen die Sanierung der Seebrücke, die neue DGzRS-Station, die Realisierung des Dünenpark-Projektes und die Gestaltung eines Jugendstrandes an. Zudem könnten, so Tourismus-Chefin Janina Kononov, im Bereich Lensterstrand sowie oberhalb des Yachthafens neue Hotels entstehen. Die Abstimmung mit der zuständigen Planungsbehörde des Landes sei angelaufen. Anlass genug, einmal den aktuellen Stand der Dinge, so wie die Zeitpläne – soweit vorhanden – für die einzelnen Vorhaben darzustellen.

Die Seebrücke: Das Bauwerk ist fast 33 Jahre alt, die Sanierung längst beschlossen. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits 2016 beginnen. Dann entschieden Politik und Tourismus-Service, dass zunächst ein Zukunftskonzept erstellt werden soll. Mittlerweile liegen zahlreiche Ideen, inklusive Restaurant- und Seilbahn-Bau, vor. „Das alles ist eine Frage der Machbarkeit“, betont Kononov. Sicher sei, dass der Holzbelag ausgetauscht, das Geländer erneuert und die Licht- Elemente verändert würden. Gerade erst habe man die Überprüfung der baulichen Substanz beauftragt. Sie soll in den kommenden Wochen geschehen. Ende des Jahres, Anfang 2018 könnte dann mit der Erneuerung der Konstruktion begonnen werden.

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Der Dünenpark: Das Konzept steht seit Monaten. Zwischen „Fischhus“ und „Falkenthal“ sollen ab Herbst unter anderem Beach- Club, Abenteuer-Spielplatz, Läden, neue Promenade, Multifunktionsgebäude und DLRG-Wache inklusive Unterkünfte für 45 bis 49 Wachgänger entstehen. „Der Kreis hat grünes Licht für die Planung gegeben“, sagt die Tourismus-Chefin. Ebenso gab es in der vergangenen Woche ein Gespräch mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein. Dort wurde der Masterplan vorgestellt. „Die Stimmung war positiv, aber noch sind einige Aufgaben zu erledigen“, so Kononov. Klappt alles, könnten die Arbeiten spätestens im Herbst ausgeschrieben werden. Zuvor wird sich ein Arbeitskreis mit der genauen Gestaltung beschäftigen. Hier soll es um die Frage gehen, ob Investoren einbezogen werden. „Den Strand- und Wasserbereich haben wir erstmal aus der Planung rausgenommen. Das Genehmigungsverfahren ist in diesem Bereich sehr schwierig und könnte den Rest aufhalten“, so die Tourismuschefin Kononov.

Der DGzRS-Neubau: Im Spätsommer 2016 wurde bekannt, dass die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihre Seenotretter künftig an Land unterbringen möchte. Ein Neubau im Yachthafen, inklusive Sanitärgebäude für Segler, ist beschlossen. Ob das Vorhaben wie gedacht umgesetzt werden kann, ist nicht ganz klar. Janina Kononov sagt, dass innerhalb der DGzRS noch einige Abstimmung offen seien. „Fest steht aber: das Gebäude mit der DGzRS gebaut wird.“ Ein Beginn in diesem Jahr sei jedoch unwahrscheinlich.

Fläche oberhalb des Yachthafens: Die Lage ist top, das Grundstück in Gemeindehand. An der Zufahrt zum Yachthafen könnte ein hochklassiges Hotel entstehen. Bevor es konkrete Infos gibt, stehen noch Gespräche mit den Land an.

Lensterstrand: Zwei Investoren wollen in dem Ortsteil aktiv werden und Übernachtungsangebote schaffen. „Das Land hat uns aufgefordert, zunächst einen Masterplan für die nächsten 15 Jahre zu erstellen. Das beginnen wir nun“, sagt Kononov. Ende Sommer soll dann feststehen, ob und was passiert.

Jugendstrand: Die Realisierung des Vorhabens hat begonnen. Unweit des Dünenparks soll ein Abschnitt vor und hinter der Promenade neu gestaltet werden. Der Bau von Schließfächern, Grillplatz sowie Sportmöglichkeiten kann starten.

 Sebastian Rosenkötter