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Ostholstein Die Müllabfuhr in Ostholstein wird teurer
Lokales Ostholstein Die Müllabfuhr in Ostholstein wird teurer
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18:39 04.12.2019
Vor jedem Haus in Ostholstein stehen Restmülltonnen des ZVO. Das Entleeren wird im kommenden Jahr teurer. Quelle: Susanne Peyronnet
Sierksdorf

Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) erhöht die Müllgebühren. Wer eine 80-Liter-Restmülltonne mit Leerung im Zweiwochen-Rhythmus vor dem Haus stehen hat, muss im kommenden Jahr 6,72 Euro mehr für die Müllabfuhr bezahlen (bisher 135 Euro). Für die vierwöchentliche Leerung der 80-Liter-Tonne werden 4,56 Euro (bisher 76,68 Euro) im Jahr draufgeschlagen, für die 80-Liter-Biotonne 2,64 Euro (bisher 55,20 Euro) pro Jahr. Alle anderen Gebühren, also die für Wasser, Abwasser und Gas, bleiben gleich.

Müllgebühren im Vergleich

Jahresgebühr bei zweiwöchentlichem Abfuhrrhythmus ohne Biotonne

Ostholstein

80-Liter-Behälter 135,00 Euro

120-Liter-Behälter 193,32 Euro

Segeberg

80-Liter-Behälter nicht verfügbar

120-Liter-Behälter 244,80 Euro

Stormarn

80-Liter-Behälter 90,72 Euro

120-Liter-Behälter 136,08 Euro

Hzgt Lauenburg

80-Liter-Behälter 112,56 Euro

120-Liter-Behälter 162,36 Euro

Lübeck

80-Liter-Behälter 139,56 Euro

120-Liter-Behälter 209,40 Euro

Die ZVO-Verbandsversammlung hat am Mittwochnachmittag den Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 verabschiedet, in dem auch die Erhöhung der Müllgebühren festgeschrieben ist. „Wir kommen nicht drumherum“, sagte Verbandsvorsteherin Gesine Strohmeyer dazu. Gründe sind ein Preisverfall beim Papier und um 600 000 Euro gestiegene Personalkosten. Die neuen Preise lägen aber noch unter dem Niveau von 2015/2016.

Großer Verlust beim Altpapier

Der ZVO nimmt eine Million Euro weniger beim Verkauf von Altpapier ein. „Papier geht nicht mehr“, sagte Strohmeyer. Das habe verschiedene Gründe. So werde es nicht mehr nach Übersee verschifft. Zudem sei der Altholzmarkt eingebrochen. Altholz wird benötigt, um Recyclingpapier herzustellen. Außerdem werde der Papiermarkt in Deutschland geflutet mit Altpapier aus anderen europäischen Ländern. „Die bezahlen dafür, dass es ihnen abgenommen wird“, erläutert die Verbandsvorsteherin.

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ZVO-Entsorgung-Geschäftsführer Michael Rakete ergänzt: „Das Angebot und die Nachfrage sind auf den Kopf gestellt worden, das gilt global.“ Verändert habe sich nicht nur der Preis, sondern auch die Zusammensetzung des Altpapiers. Die Zahl der Kartonagen nehme extrem zu. Für die habe es früher mal mehr Geld gegeben als für Zeitungen.

Sperrmüll bleibt kostenlos

Kosten verursacht beim ZVO auch die steigende Menge an Sperrmüll. Anderswo werden für dessen Abfuhr laut Strohmeyer mittlerweile Gebühren eingeführt. In Ostholstein bleibe die Sperrmüllabfuhr dagegen einmal im Jahr kostenlos. Jede weitere Abfuhr kostet 26 Euro.

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Von sas

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