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Ostholstein Die zerlegte Grünen-Fraktion
Lokales Ostholstein Die zerlegte Grünen-Fraktion
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22:10 25.04.2016
Michael Winkel hat die Gemeindevertretung verlassen. Quelle: Peyronnet
Malente

„Ich hätte gerne die Grünen in Malente gerettet, aber sie wollten sich nicht retten lassen.“ So sieht die Malenter Gemeindevertreterin Dagmar Nöh-Schüren die jüngsten Vorgänge, die die Fraktion der Grünen gerade zerlegt haben.

Nöh-Schüren selbst ist aus der Fraktion ausgetreten, bleibt aber fraktionsloses Mitglied der Gemeindevertretung. Damit bleiben der den Grünen noch vier Sitze. Fraktionschef Michael Winkel hat hingeworfen und sein Amt als Gemeindevertreter und damit automatisch auch den Fraktionsvorsitz niedergelegt. Die verbliebene Fraktion besteht jetzt noch aus Andreas Endler, Ingo Wagner, David Kardell und einem noch nicht benannten Nachrücker. Endler wird nach Angaben von Winkel zunächst kommissarisch die verbliebene Fraktion führen.

Der Streit, der zu dieser Situation geführt hat, schwelt schon länger. Winkel, der den Fraktionsvorsitz erst vor einem Jahr von Nöh-Schüren übernommen hatte, berichtet von unterschiedlichen Auffassungen im Politikstil. Seine Vorgängerin habe ihn dafür kritisiert, dass er versucht habe, die Ziele der Grünen im Konsens mit den anderen Parteien zu erreichen. Der Streit darüber sei nach der letzten Gemeindevertretung eskaliert. „Mit ihr gibt es kein Miteinander“, sagt Winkel.

In einer Fraktionssitzung Ende März habe Nöh-Schüren mitgeteilt, dass sie ihre Mandat niederlege. Vier Wochen später habe sie es sich anders überlegt, „wohl wissend, dass ich dann zurücktreten werde“, so Winkel. Sonntag sei dann die Mail gekommen, in der Nöh-Schüren ihren Faktionsaustritt mitgeteilt habe. Daraufhin sei er, Winkel, zurückgetreten.

„Ich bin aus der Fraktion ausgetreten, um Michael Winkel den Weg frei zu machen. Das hat ihm nicht gereicht. Er wollte, dass ich von allem Ämtern zurücktrete“, schildert Nöh-Schüren ihre Sicht der Dinge. Dabei sei ihr Austritt aus der Fraktion ihre letzte Möglichkeit gewesen, „das zu retten“. Hätte sie wie von Winkel gefordert ihr Mandat zurückgegeben, hätten die Grünen Probleme bekommen, einen Nachrücker zu finden. Dass Winkel dennoch zurückgetreten sei, „muss er verantworten“. Nöh-Schüren sagt, sie hätte es gern gesehen, wenn er an der Spitze der Fraktion geblieben wäre. Und dann, mit bitterem Ton: „Michael, du hast das Duell gewonnen.“

Bürgervorsteher Rainer Geerdts (CDU) bestätigte gestern am Abend, dass ihm sowohl der Rücktritt von Winkel als auch der Austritt von Nöh-Schüren aus der Grünen-Fraktion vorliegen. Mit den Veränderungen müssen demnächst auch die Ausschüsse teilweise neu besetzt werden. sas

LN

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