Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Mit Muskelkraft im Drachenboot durch den Neustädter Hafen
Lokales Ostholstein Mit Muskelkraft im Drachenboot durch den Neustädter Hafen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 19.05.2019
Das Drachenbootrennen im Neustädter Hafen lockte viele Zuschauer an. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Sportler in Bienen-Kostümen, mit geschminkten Gesichtern oder Pümpeln auf dem Kopf sorgten Sonnabend für Aufregung am Neustädter Hafen. Nachdem das Drachenbootrennen zwischen Klüvers Brauhaus, Hafenbrücke und Haus der Manufakturen im vergangenen Jahr aufgrund zu weniger Anmeldungen ausgefallen war, traten nun gleich 20 Teams an. Veranstalter Thomas Hüttmann erläuterte, dass vor allem die Reduzierung der Paddler die Zahl der Mannschaften erhöht habe.

Statt mit 16 ging jedes Team nur mit zehn Paddlern an den Start. „Dies hatte zur Folge, dass sich Neustädter Unternehmen wie H. F. Meyer gleich mit zwei und die Ameos-Kliniken sogar mit vier Mannschaften angemeldet haben. Auch ist es so leichter, für Freizeitteams ausreichend Sportler zusammenzubekommen“, sagte Hüttmann.

Drachenbootrennen im Video

Schwere Boote sind schnell unterwegs

Erstaunlicherweise waren die Drachenboote nicht langsamer unterwegs als in den Vorjahren. Bereits in den Vorläufen bewältigten einige Paddler die 200 Meter lange Strecke in knapp über 49 Sekunden. „Damit habe ich nicht gerechnet. Das Boot wiegt 250 Kilogramm und muss erstmal in Schwung kommen“, erläuterte Thomas Hüttmann.

Richtig in Schwung waren „Die unglaublichen Heizer“. Kapitän Florian Walden sagte, dass das Team sein 15 Jahren bestehe und sich aus Freunden zusammen setze. „Wir sind ein Freizeitteam und keine Firma“, so Walden weiter. Das Rennen in Neustadt sei vor allem ein Trainingsrennen für die Veranstaltung in Lübeck. Anfang September will das Team den Stadtmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. „Das hier ist eine super schöne Veranstaltung vor einer tollen Kulisse. Drachenbootrennen sind eine schöne Freizeitbeschäftigung“, erzählte der Kapitän.

Ursprung in China

Drachenboote sind schmale, lange Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Seit einigen Jahren werden sie in zahlreichen Ländern als Sportboote genutzt. In Neustadt werden seit 2009 Rennen veranstaltet, in Lübeck seit 2003. Die Boote sind 12,49 Meter lang und 1,16 Meter breit.

Während die Heizer mit richtig viel Ehrgeiz und Siegeswillen an den Start gingen, stand bei anderen Mannschaften der Spaß im Vordergrund. Ausgestattet mit witzigen Kostümierungen, leckerem Essen und vielen Getränken genossen sie das Spektakel.

Drachenbootrennen weniger gefährlich als Fußball

Besonders auffällig war das Auftreten der Mannschaft vom Zweckverband Karkbrook, die erstmals an einem Drachenbootrennen teilnahm. Alle Sportler trugen weiße Baustellenhelme, an denen sie Pümpel befestigt hatten, mit denen normalerweise Toiletten und andere Abflüsse von Verstopfungen befreit werden. Verbandsvorsteherin Uta Sablowski sagte, dass ursprünglich die Teilnahme an einem Hallenfußballturnier angedacht gewesen sei. „Da war die Verletzungsgefahr zu groß. Für uns ist das eine Teambuilding-Maßnahme. Es geht um den Spaß an der Freude“, stellte Sablowski klar und ergänzte mit einem Augenzwinkern, dass es am wichtigsten sei, die Stadtwerke Neustadt zu schlagen. Und genau dies gelang im Vorlauf.

Eindrücke vom Neustädter Drachenbootrennen

Auch bei den vielen Zuschauern rund um den Hafen kam das Drachenbootrennen gut an. Smartphones wurden gezückt, Anfeuerungen gerufen und über Teamnamen gelacht. „Dicke Hummeln“, „Zauberhafte Pflege“, „No-Lama-Drama“, „Chilli Dragons“ und die „Presse Turbo Enten“ sorgten für Erheiterung.

2020 noch mehr Teams am Start?

Veranstalter Thomas Hüttmann freute sich über Wetter und Stimmung. „Die Leute untereinander haben wahnsinnig viel Spaß. Es ist wichtig, dass sich Mitarbeiter von teilnehmenden Unternehmen aus unterschiedlichen Abteilungen besser kennenlernen. Das fördert den Zusammenhalt unter Kollegen. Das verbindet und prägt“, führte er aus. Ein weiterer Pluspunkt sei, dass die Zuschauer während der Mittagspause selbst einmal in die Drachenboote klettern und sich am Paddel ausprobieren durften. Das Finalrennen gewonnen hat übrigens das Team „Fitness Loft“ (47,7 Sekunden). Es war knapp schneller als „Die unglaublichen Heizer“ (47,9 Sekunden) und die „Ancora Seeteufel“ (51,3 Sekunden).

Sebastian Rosenkötter

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Urlaubsgäste können im Internet ihrem Ärger freien Lauf lassen. Für Ostholsteins Tourismuschefs überwiegen dennoch die Vorteile. Dehoga und manche Hoteliers sehen die Bewertungsportale kritisch.

19.05.2019

Es ist Bluesfest in Eutin. Der Markt ist am Sonnabend gut gefüllt, viele Musikliebhaber sind von weither angereist. Noch bis Sonntag können Besucher zu den besonderen Gitarren-, Schlagzeug- und Harp-Klängen mitwippen.

18.05.2019

Sven Partheil-Böhnke übernimmt das Amt von Jörg Hansen. Sein Nachfolger überzeugte beim Kreisparteitag in Timmendorfer Strand. Seine Aussagen zur Fehmarnbeltquerung dürften nicht überall gut ankommen.

18.05.2019