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Ostholstein Arbeiten am maroden Feuerwehrhaus haben begonnen
Lokales Ostholstein Arbeiten am maroden Feuerwehrhaus haben begonnen
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16:35 08.04.2019
Der stellvertretende Süseler Bürgermeister Wolfgang Schümann (FWS) und Gemeindewehrführer Rolf Müller (v. l.) verschaffen sich einen Eindruck von den Arbeiten in Röbel. Quelle: Ulrike Benthien
Röbel

Süsels Gemeindewehrführer Rolf Müller schüttelt den Kopf. „Eineinviertel Jahre hat es gedauert, bis hier ein Handschlag gemacht wird“, sagt er mit Blick auf das Feuerwehrgerätehaus in Röbel und den Arbeitertrupp, der Pflastersteine aufnimmt und den Erdboden für eine Drainage aushebt.

Ihr Fehlen hatte letztlich dazu geführt, dass Stauwasser durch die Sohle ins Gebäude gelangt war und sich Schimmel an den Wänden im Sozialtrakt gebildet hatte. Das Haus musste daher im Januar 2018, gerade mal vier Wochen nach seiner offiziellen Einweihung, weitestgehend geschlossen werden. Die Feuerwehr nutzt nur die Fahrzeughalle. Drainage und Sanierung werden um die 270 000 Euro verschlingen – das Gerätehaus insgesamt kostete 700 000 Euro.

Verzögerung wegen Versicherungsstreit

Nach Auskunft von Süsels Bürgermeister Adrianus Boonekamp (CDU) werden die Arbeiten für die Ringdrainage rund 43 000 Euro kosten. Die Hälfte wird die Gemeinde Süsel tragen – diese Summe hätte sie aufbringen müssen, wäre die Entwässerungsvorrichtung vor Baubeginn installiert worden. Tiefbauer und Architekt hatten damals eine Drainage nicht für erforderlich gehalten, was letzterer auf LN-Anfrage im Juni 2018 bestätigte. Dass der Beginn der Arbeiten sich so lange verzögerte, habe an Streitigkeiten zwischen mehreren Versicherungen gelegen, sagt der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Schümann (FWS), der sich gestern gemeinsam mit dem Gemeindewehrführer vor Ort ein Bild machte.

Alle Wände in einem Meter Höhe abschneiden

Die Sanierung des Gebäudes samt Zahlungen für Gutachter und Anwaltskosten würde um die 230 000 Euro kosten, erklärt Bürgermeister Boonekamp. Im Sozialtrakt – Versammlungsraum, Wehrführerbüro, Umkleiden – müssten alle Wände unterhalb von einem Meter Höhe weggenommen werden, sagt Rolf Müller. „Es müssen alle Fußböden, die Fußbodenheizung, alle Versorgungsleitungen ’raus. Man muss bis zur Grundsohle gehen, sie gegebenenfalls abdichten und dann von unten neu aufbauen“, berichtet er.

Im Dezember 2017 wurde das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Röbel eingeweiht. Nur einen Monat später stand Wasser im Gebäude, und es zeigte sich Schimmelbildung. Quelle: Ulrike Benthien

100 Quadratmeter Pflastersteine müssen die Arbeiter am Gerätehaus aufnehmen. Außerdem müssen sie vor dem Graben für die Drainage die sogenannten Auffahrpoller vor der Fahrzeughalle entfernen (falls ein Fahrer ungeschickt rangiert, touchiert er den Poller und rammt nicht die Halle). Sie sind einen Meter tief einbetoniert. In circa zwei Wochen soll die Drainage liegen und angeschlossen sein.

Derzeit laufen die Ausschreibungen für die weiteren Sanierungsarbeiten. „Nach meinem Kenntnisstand sollen sie spätestens im August abgeschlossen sein“, sagt der Bürgermeister. „Ich hoffe das Beste.“ Der Gemeindewehrführer ist zurückhaltender: „Die Baufirmen haben alle gut gefüllte Bücher. Es wäre schön, wenn uns das Gerätehaus im Dezember endlich wieder zur Verfügung steht.“ Zwei Jahre nach der offiziellen Einweihung – „Dann gibt es noch mal eine Feier“, sagt Müller.

Ulrike Benthien

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