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Ostholstein Drogenrazzia: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Lokales Ostholstein Drogenrazzia: Polizei nimmt Verdächtigen fest
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19:05 14.06.2019
Marihuana sind Pflanzenteile, die in kleinen Päckchen gehandelt werden. (Symbolbild). Quelle: Ingo Wagner/dpa
Heiligenhafen/Eutin

Die Polizei hat der Drogenhändler-Szene in Ostholstein einen empfindlichen Schlag beigebracht. Am Donnerstag durchsuchten die Beamten sieben Gebäude und Wohnungen, unter anderem in Heiligenhafen und Eutin. Dabei wurden zwei Schusswaffen sichergestellt. Außerdem fanden die Beamten Marihuana.

Die laut Polizei gut geplante Durchsuchungsaktion im Raum Ostholstein war vorläufiger Höhepunkt einer seit Monaten laufenden Ermittlung der Kriminalpolizeistelle Oldenburg. Ausgangspunkt dieser Ermittlungen war ein Überfall, der sich im Januar 2019 auf Fehmarn ereignet hatte. Opfer war ein 33-jähriger Mann, nach LN-Informationen ein Drogenhändler.

Überfall mit Elektroschocker

Der bekam ungebetenen Besuch von drei Männern. Die fesselten den 33-Jährigen und setzten ihm mit einem Elektroschocker so sehr zu, dass er schwer verletzt wurde. Bei dem Überfall erbeuteten die drei Täter laut Polizei Bargeld und nicht näher bezeichnete technische Geräte. Nach LN-Informationen sollen an diesem Tag unfreiwillig 4000 Euro den Besitzer gewechselt haben, außerdem eine „nicht geringe Menge“, so der juristische Begriff, Marihuana.

Bei den Ermittlungen kam die Polizei zu dem Schluss, dass die drei Räuber einen schwungvollen Drogenhandel in Schleswig-Holstein und Hamburg unterhielten. Dabei sollen sie mit Marihuana und Kokain gedealt haben. Die Bemühungen der Beamten, dem Treiben ein Ende zu bereiten, führten schließlich zu den Durchsuchungen am Donnerstag.

Flucht vor der Polizei

Dabei gelang einem 25-jährigen Verdächtigen zunächst die Flucht. Wie genau die ablief, darüber schweigt die Polizei. Ebenso darüber, wie sie den Mann wenig später doch noch festnehmen konnte. Dazu ist lediglich von Überwachungsmaßnahmen die Rede. Ein weiterer Verdächtiger soll sich nach LN-Informationen noch auf der Flucht befinden. Er war nicht da, als die Beamten zu der Durchsuchung anrückten.

Der festgenommene 25-jährige Ostholsteiner wurde noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt. Der ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an. Der Mann sitzt jetzt in der Justizvollzugsanstalt Lübeck. Er muss mit einer Anklage wegen gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und wegen schweren Raubs rechnen.

Nur ein paar Gramm

Die nicht geringe Menge definiert sich nicht über die tatsächliche Menge, sondern über den Wirkstoffgehalt. Bei Marihuana schwankt der Gehalt pro Gramm. Die Grenze zur geringen Menge liegt bei sechs Gramm reinem THC (Tetrahydrocannabinol). Wer damit handelt, muss mit einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr rechnen. Ist der Verdächtige gar Mitglied einer Bande (mindestens drei Personen) oder sind Waffen im Spiel, erhöht sich die Mindeststrafe auf fünf Jahre.

Susanne Peyronnet

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