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Ostholstein Durchschlagen für Fortgeschrittene: Soldaten üben im Wald
Lokales Ostholstein Durchschlagen für Fortgeschrittene: Soldaten üben im Wald
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07:01 26.09.2019
Stabsoffizier Björn Jahn arbeitet sich mit vollem Gepäck auf einem Seilsteg über einen ausgetrockneten Bachlauf. Quelle: Susanne Peyronnet
Eutin

Was tun, wenn das Fahrzeug im Kampf verloren geht und die Soldaten sich irgendwo im Gelände befinden? Weitermachen! Wie das gehen kann, üben 72 Mann des Aufklärungsbataillons 6 „Holstein“ aus Eutin in dieser Woche im Gelände zwischen der Wüstenei bei Stockelsdorf und dem Truppenübungsplatz Todendorf an der Hohwachter Bucht. Dort werden sie am Donnerstagabend vom Minenjagdboot „Grömitz“ aufgenommen und nach Kiel gebracht.

Dann liegen vier Tage, drei Nächte und etwa 50 Kilometer hinter den Soldaten. „Holstein extrem“ heißt diese Übung – und sie macht ihrem Namen alle Ehre: Allein in der ersten Nacht legten sie 14 Kilometer zu Fuß zurück, erläutert Major Jan Lübke, einer der Schiedsrichter. In der zweiten Nacht folgten zehn Kilometer Marsch, die Tagesmarschleistung sollte am Donnerstag bei 21 Kilometern liegen, plus knapp fünf Kilometer Eilmarsch. Dabei muss die Strecke in 45 Minuten absolviert werden. Das alles mit vollem, an die 25 Kilogramm schwerem Gepäck und mit Gewehr.

Marschieren über Stock und Stein

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Soldaten beim Durchschlagen natürlich nicht auf öffentlichen Straßen bewegen. Ganz im Gegenteil, es geht über Stock und Stein. Auch vom Gehen allein kann keine Rede sein. Einige Distanzen müssen hängend oder schwimmend überwunden werden. Etwa über einen Seilsteg. Gar nicht so einfach, sich an das Seil geklammert vorwärts zu bewegen. Mancher drehte die eine oder andere Rolle über dem Abgrund, der in diesem Fall erstens ein ausgetrockneter Bach und zweitens nicht allzu tief war.

Die Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 aus Eutin legten 50 Kilometer über Stock und Stein zurück.

Immerhin betrug die auf dem Seil zu bewältigende Strecke etwa 15 Meter. Klingt nicht allzu lang, sei aber durchaus schwierig, wie Oberleutnant Maximilian Adrian, noch etwas aus der Puste, berichtet. „Es ist anspruchsvoll, den Rucksack und die Waffe zu koordinieren.“ Aber, sagt Adrian: „Ganz ohne Anstrengung geht es nicht.“ Das sieht auch Obergefreiter Bennet Jensen so. „Es ist anstrengend, vor allem das letzte Stück.“ Gerade zu rasant schnell arbeitet sich Hauptfeldwebel Christian Klink über den Seilsteg. Das sieht sehr professionell aus. „Ich habe das schön öfter gemacht, im Dienst, aber auch im Kletterwald.“ Man sieht’s.

Das Gepäck wird zum Floß

Den Selenter See musste eine andere Gruppe überwinden – ganz ohne Boot. Nun, nicht den ganzen Selenter See, aber doch ein ordentliches Stück. Auch hier galt: Alles muss mit. Und zwar trocken. Also bauten die Soldaten aus ihrem Gepäck ein Floß: Alles, einschließlich ihrer Kleidung, wurde in wasserdichte Planen verpackt, obendrauf das Gewehr gelegt. Dann ging es nackt oder nur in Unterhose, aber mit Schuhen in den See. Immer schön das Gepäckfloß vor sich her schiebend, mussten die Männer ein Stück hinaus schwimmen, hinter den Fischernetzen rechts abbiegen und dann einen Steg ansteuern.

Die Soldaten müssen ihr gut verschnürtes Gepäck schwimmend über den See bringen. Quelle: Susanne Peyronnet

Vorbereitung für den Ernstfall

Alle Mühen dienten drei Zielen, erläutert der Kommandeur der Aufklärer, Oberstleutnant Tobias Aust: Ausbildung, Belastbarkeit und Erlebnis. Alles, was die Teilnehmer der Übung lernen, könnten sie gut gebrauchen. „Wir brauchen das nicht nur hier, sondern auch im Auslandseinsatz“, sagt Aust. Mit der Durchschlageübung sei das Ausbildungsprogramm für dieses Jahr erst einmal beendet. Die Ausbildung steht für Aust stets im Mittelpunkt. Jedes Jahr absolvieren die Eutiner Aufklärer verschiedene Übungen. Zuletzt waren sie mit ihrer Brigade zur Großübung „Haffschild“ in der Oberlausitz.

Von Susanne Peyronnet

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