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Ostholstein Eintracht beim Graswarder-Zaun, Zwietracht um HVB-Verträge
Lokales Ostholstein Eintracht beim Graswarder-Zaun, Zwietracht um HVB-Verträge
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20:10 08.12.2017
Heiligenhafen

Die SPD stellte den Dringlichkeits-Antrag, wonach die Kommunalaufsicht des Kreises Ostholstein einen Vorgang prüfen soll. Es geht um die beiden HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade und Joachim Gabriel. Diesen sollen laut HVB-Aufsichtsrat und Hauptausschuss-Beschluss die Freistellungen (Wohnrade ist Beamter, Gabriel Angestellter der Stadt) für die HVB-Aufgaben auf weitere fünf Jahre von Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) bewilligt werden. Müller verweigert aber die Unterschrift. Der Bürgermeister äußerte sich nicht weiter dazu, er werde jetzt erstmal abwarten, wie der Kreis die Sachlage bewertet. Die Kommunalaufsicht des Kreises Ostholstein sei am Zug. Die Zeit drängt aus Sicht der Politik/HVB, denn die aktuellen Verträge der Geschäftsführer laufen zum Jahresende aus.

Anlass zum Schmunzeln lieferte die SPD beim Thema Steuerung der Zulässigkeit von Ferienwohnungen im Stadtzentrum. Hier vermieten Bürger zum Teil seit Jahrzehnten unangemeldet Ferienwohnungen.

Sie sollen die Möglichkeit haben, ihre Ferienwohnungen anzumelden, da eine Veränderungssperre vorgesehen ist, die allen weiteren geplanten Ferienprojekten einen Riegel vorschieben soll. Die SPD stimmte aber geschlossen mit sechs Stimmen gegen den Beschlussvorschlag, dieses zum 31. Januar in Kraft zu setzen. Sie hätte dies schon gerne zum Jahresende umgesetzt. Abstimmungsergebnis: 7:7, Antrag abgelehnt. Stephan Karschnick (CDU): „Jetzt haben wir gar keine Steuerung beschlossen.

Habt ihr eigentlich die Folgen bedacht?“ Es gab eine Sitzungsunterbrechung. Dann lenkte die SPD ein – und es wurde neu abgestimmt. 13 Stimmen dafür. Jetzt haben die Bürger Zeit, alles Notwendige bis zum 31. Januar in die Wege zu leiten, damit ihre Einnahmequelle erhalten bleibt, ohne dafür belangt zu werden.

Einstimmige Zustimmung gab es für den heiß diskutierten und im Verlauf modifizierten Schutzzaun auf dem Graswarder. Durch diesen sollen Bodenbrüter-Vögel vor Jägern wie Marder, Fuchs und Igel geschützt werden, um die Bestände wieder zu stärken.

Der Haushaltsentwurf für 2018 liegt ebenfalls vor. Im Vergleich zum Vorjahr gab es dieses Mal keine Endlos-Debatten – und das trotz kostenintensiven Sanierungen der Kanalisation (die LN berichten).

Im Januar soll es eine Sondersitzung zum Thema Gosch-Ansiedlung geben. Dann wohl im Pavillon am Binnensee.

Von Peter Mantik

Dauereinsatz für Andreas Riemke: Fast schon als Alleinunterhalter stand der Gemeindewehrführer den Mitgliedern des Bosauer Hauptausschusses bei den Haushaltsberatungen für 2018 zur Seite. Dabei ging es neben dem Feuerwehrbedarfsplan um Reparaturen und Anschaffungen für die acht Ortswehren.

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