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Ostholstein Engagement für die Kommunalpolitik: Innenminister ehrt zwei Ostholsteiner
Lokales Ostholstein Engagement für die Kommunalpolitik: Innenminister ehrt zwei Ostholsteiner
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15:46 29.11.2019
Gruppenbild mit Minister und Urkunde: Brigitte Brill aus Burg auf Fehmarn und Alfred Jeske aus Bosau posieren mit Hans-Joachim Grote. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Es war eine besondere Bescherung: Innenminister Hans-Joachim Grote hat am Donnerstag elf Frauen und 23 Männer für ihr jahrelanges Engagement in der Kommunalpolitik mit der Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel ausgezeichnet. Aus dem Kreis Ostholstein ehrte er Brigitte Brill (Fehmarn) und Alfred Jeske (Bosau) mit der höchsten Auszeichnung, die Schleswig-Holstein für ehrenamtlichen Einsatz im Bereich der Kommunalpolitik zu vergeben hat.

In seiner Ansprache hob Grote die Bedeutung der kommunalen Selbstverwaltung für das Funktionieren gemeinschaftlicher Strukturen hervor. „Der wichtigste Baustein unserer Gesellschaft ist das Ehrenamt“, betonte der Minister. „Würde ich die Jahre zusammenzählen, die Sie sich für Ihre Gemeinden und Städte engagiert haben, kämen stolze 903 Jahre zusammen.“ In dieser Zeit hätten sich die 34 Geehrten in vielfältiger Weise für ihre Heimatorte und die dort lebenden Menschen eingesetzt, indem sie sich beispielsweise für Bürgerhäuser, Ortskerne, Kindergärten oder Senioreneinrichtungen eingesetzt hätten.

Brigitte Brill: Kreative Sozialpolitik

Dazu zählt auch das langjährige Wirken von Brigitte Brill (SPD) als Kommunalpolitikerin auf Fehmarn. Von 1982 bis 2002 gestaltete sie als Stadtvertreterin, Magistratsmitglied und stellvertretende Bürgervorsteherin die Geschicke ihrer Heimatstadt Burg mit. Nach der Fusion mit anderen Gemeinden zur Stadt Fehmarn übernahm die Sozialdemokratin das Amt als zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Von 2008 an gönnte sie sich eine fünfjährige Pause, um 2013 wieder mit vollem Elan in die Stadtvertretung Fehmarn einzusteigen und diese als Bürgervorsteherin zu repräsentieren.

1957 gestiftet

Es ist die höchste Auszeichnungfür ehrenamtlichen Einsatz im Bereich der Kommunalpolitik, die Schleswig-Holstein zu vergeben hat: Die Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille/Verdienstnadel wurde anlässlich des 200. Geburtstages des Reichsfreiherrn Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein am 26. Oktober 1957 gestiftet. Seit 2009 gibt es statt der Gedenkmedaille eine Verdienstnadel, da diese bei geeigneten Anlässen besser getragen werden kann.

Dabei habe Brill ein hohes Maß an Kreativität bei der Umsetzung ihrer vielfältigen Ideen bewiesen und sich vor allem den sozialen Aufgaben der Stadt gewidmet, heißt es in der Laudatio des Landes. „Insbesondere ist hier ihr Einsatz im Rahmen des jährlichen Weihnachtshilfewerks zugunsten der alten und hilfebedürftigen Personen im Stadtgebiet zu nennen.“

Alfred Jeske: Ausgleichende Sachpolitik

Alfred Jeske (CDU) stand als Bürgervorsteher von 2003 bis März 2019 an der Spitze der Gemeinde Bosau. In die Gemeindevertretung wurde er erstmals 1988 gewählt und übernahm sofort viele Funktionen in zahlreichen Gremien und leitete unter anderem den Schul-, Sport und Kulturausschusses. „Die kommunalpolitische Tätigkeit war von großer Sachkenntnis, hervorragendem Engagement und seinem ausgleichenden Wesen geprägt“, heißt es in der Laudatio. Die Repräsentation der Gemeinde habe er mit außergewöhnlich hohem zeitlichen Einsatz sehr erfolgreich wahrgenommen und sich weit über das normale Maß hinaus eingebracht.

Lesen Sie auch: Alfred Jeske: Ein Bosauer Urgestein geht in Ruhestand

Ein besonderes Anliegen seien dabei die Belange und der Erhalt der acht Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehren und der Jugendwehr gewesen. Folgerichtig unterstützte er auch die 15 Dorfschaften und die vielen Vereine, da diese aus seiner Sicht das Grundgerüst für eine lebenswerte Gemeinde bilden würden.

Von Dirk Schneider

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