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Ostholstein Erich Langbehn radelt in den Ruhestand
Lokales Ostholstein Erich Langbehn radelt in den Ruhestand
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20:10 12.05.2015
Alle Wege der Gemeinde sind auch Dank des Bauhofs vorbildlich in Schuss, sagt Erich Langbehn (84). Quelle: Irene Burow
Kabelhorst

Es sind genau 16479 Kilometer, die Erich Langbehn in der Gemeinde Grömitz als Radwanderführer zurückgelegt hat. So ganz stimmt die Zahl nicht, denn heute kommen noch ein paar Kilometer hinzu. Um 9.30 Uhr wird der 84-Jährige das letzte Mal zusammen mit Gästen und Einheimischen durch die ostholsteinische Landschaft radeln. Start ist auf dem Seebrückenvorplatz.

Damit geht es für ihn in den „Rad-Ruhestand“.

22 Jahre lang hat Langbehn tausende Besucher auf Touren begleitet. Genau gesagt waren es 13 864. Die Zahlen hat er in zwei dicken Aktenordnern dokumentiert. Die Rekordfahrt fand am 9. August 1999 mit 74 Teilnehmern statt. „Ich habe mich noch nie verfahren“, sagt er. Das liege daran, dass er kein Tour vorher plant. „Ich entscheide morgens wo es langgeht“, erklärt er. „Einfach nach dem Wind.“

Sollte es doch mal zu einem Umweg kommen, „muss man nur so tun, als ob es geplant war“, lacht er. Das abgefahrene Gebiet reichte südlich bis zum Gut Brodau, nördlich bis Koselau und bis an die Autobahn. „Es gibt nur drei Richtungen zur Auswahl“, scherzt er, nach Dahmeshöved komme schließlich nur noch die Ostsee. Es gibt wohl keinen Weg, den er nicht kennt. „Viele sind gar nicht in Karten eingezeichnet“, weiß der ehemalige Leiter des Ordnungs-, Sozial- und Standesamtes der Gemeinde. Sein erstes Fahrrad in dieser Funktion war ein rotes Damenfahrrad mit Drei-Gang-Schaltung — zusammengesetzt aus drei alten Rädern. Nach zehn Jahren gab es von der Gemeinde ein neues, das er bis heute fährt.

Bei den Touren, die immer um 30 Kilometer lang sind, geht es vor allem darum, in der Natur zu sein. „Anfangs haben wir bei Sehenswertem angehalten, aber mit einer Gruppe ist das schwierig. Die Gäste wollen das auch gar nicht. Sie wollen sich bewegen“, sagt Erich Langbehn. Eine seiner schönsten Touren geht im Frühjahr von Grömitz über den Deich nach Dahmeshöved, durch den Kellenhusener Wald zum Hof Klostersee und über den Blankwasserweg zurück nach Grömitz. Dann gebe es neben der Landschaft auch jede Menge Buschwindröschen zu sehen.

Sein Nachfolger als Radwanderführer wird Hans-Werner Hillebrecht aus Grömitz. Er hat ihn auf einigen Touren bereits als „Lehrling“, begleitet. Doch Langbehn wird innerhalb der Radfahrgemeinschaft Kabelhorst-Grünbek- Schwienkuhl auch weiterhin in die Pedale treten. Die Gemeinschaft besteht seit 30 Jahren. Von April bis September geht es jeden Mittwoch um 18.30 Uhr auf Tour. Treff ist seit jeher am Buswartehäuschen Kabelhorst. „Das ist die einzige Möglichkeit mal richtig zu schnacken“, erklärt er. Am 18. Juli feiert die Truppe auf dem 1987 urbar gemachten Grillplatz Jubiläum.

„Wo es langgeht, entscheide ich morgens nach dem Wind.“
Erich Langbehn

Irene Burow

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