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Ostholstein Zwei Frauen im Widerstand
Lokales Ostholstein Zwei Frauen im Widerstand
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16:50 29.01.2019
France Bloch Sérazin und Suzanne Masson traten für ihre Überzeugungen ein und bezahlten dafür mit ihrem Leben.  Quelle: hfr
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Ahrensbök

Sie waren klug, begeisterungsfähig und leidenschaftlich engagiert. Als die Deutschen im Juni 1940 Frankreich besetzten, gingen sie in den Widerstand und mussten ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen. Die Französinnen France Bloch-Sérazin und Suzanne Masson wurden nach Lübeck in das Gefängnis Lauerhof gebracht, bevor sie in Hamburg im Hof des Gefängnisses am Holstenglacis hingerichtet wurden.

„Leben in Freiheit. Zwei Frauen im Widerstand“, heißt eine Veranstaltung, zu der der Trägerverein der Gedenkstätte Ahrensbök für Sonntag, 3. Februar, um 15 Uhr in die Gedenkstätte an der B 432 (Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf) einlädt. Die Lübecker Wissenschaftlerin Baja Maouche wird in einem Vortrag die Französinnen vorstellen, die beide für ihre Überzeugungen einstanden.

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France Bloch-Sérazin und Suzanne Masson waren Kommunistinnen. Sie wurden von der französischen Polizei verhaftet und an die Gestapo ausgeliefert. Da in Frankreich Frauen nicht hingerichtet werden durften, wurden die beiden Widerständlerinnen nach Lübeck, ins Frauengefängnis Lauerhof, deportiert. Während ein deutsches Militärtribunal in Paris die Physikerin Bloch-Sérazin zum Tode verurteilt hatte, fällte im Fall der Gewerkschafterin Suzanne Masson der Volksgerichtshof das Todesurteil. Bloch-Sérazin wurde am 12. Februar 1943, Suzanne Masson am 1. November 1943 in Hamburg hingerichtet.

Für beide Frauen wurden 2014 Gedenktafeln auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Lübeck angebracht. In den Hamburger Wallanlagen an der rückwärtigen Mauer des Untersuchungsgefängnisses Holstenglacis wird ebenfalls auf Tafeln an die beiden Widerstandskämpferinnen erinnert. „Sie gaben ihr Leben für kommende Generationen, die weder Krieg noch Faschismus kennen“, erklärt Baya Maouche. Sie ist überzeugt, dass France Bloch-Sérazin und Suzanne Masson „Vorbild sein können im Widerstand gegen Unrecht und Gewalt“.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

sas

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