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Ostholstein „dm“-Bau: Jetzt soll Kiel entscheiden
Lokales Ostholstein „dm“-Bau: Jetzt soll Kiel entscheiden
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17:38 25.02.2019
In der Sitzung der Stadtvertretung Fehmarn hat die SPD gegen eine Ansiedlung eines Drogeriemarkts im Gewerbegebiet gestimmt. Die Mehrheit war aber dafür. Quelle: Markus Billhardt
Burg auf Fehmarn

Die Mitglieder der Stadtvertretung Fehmarns haben sich mit 12:10-Stimmen erneut für die Ansiedlung eines „dm“-Drogeriemarkts im Gewerbegebiet Burg-West ausgesprochen. Damit wurde ein Beschluss von 2017 bestätigt. Dennoch hängt die Verwaltung in der Warteschleife, da der Bauausschuss ein Vorankommen verhindern könnte (LN berichteten). Bürgermeister Jörg Weber (SPD) kündigte an, die Situation zwischen Stadtvertretung und Bauausschuss von der Kommunalaufsicht in Kiel prüfen zu lassen.

Großes Interesse der Fehmaraner

Das Thema „Drogeriemarkt“ wurde auf der Sitzung im Senator-Thomsen-Haus von großem Interesse begleitet. Da alle Besucher kaum Platz in dem Saal fanden, ließ Bürgervorsteherin Brigitte Brill den Tagesordnungspunkt an den Beginn der Versammlung vorziehen. In der anschließenden Diskussion wurden die unterschiedlichen Meinungen darüber deutlich, wie groß die Gefahr durch den Drogeriemarkt für das Burger Zentrum gesehen wird.

CDU-Stadtvertreter Werner Ehlers begründete das „Ja“ für „dm“ mit dem Verweis auf 2017: „Die CDU hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir setzen aber auch auf die Stärke des Handels in der Innenstadt.“ Auch FDP und Freie Wähler unterstützten das Projekt. Anders als noch bei der ersten Abstimmung schlug sich die WUW diesmal auf die ablehnende Seite der SPD. Die Fraktion könnte sich aber einen Drogeriemarkt direkt in Burg gut vorstellen. Die Grünen waren geteilter Meinung: Christiane Stoldt-Kirchholtes stimmte dafür, Marco Eberle dagegen.

Blockade durch den Bauausschuss

Jörg Weber wendete sich nach Auszählung der Stimmen direkt den Vorsitzenden des Bauausschusses, Andreas Herkommer (SPD). Er wollte von ihm wissen, ob der Ausschuss sich auch künftig gegen den Drogeriemarkt aussprechen werde. „Unsere Meinung bleibt weiter so bestehen“, bestätigte Herkommer. Es werde im Rahmen des Bauleitverfahrens keinen Auslegungsbeschluss geben, wenn die Abstimmungsverhältnisse im Gremium bestehen blieben.

Weber machte daraufhin deutlich, aufgrund der Aussage die Verwaltung nicht mit weiteren Arbeitsschritten zu beauftragen. „Das kann ich meinen Mitarbeitern nicht zumuten“, sagte der Bürgermeister, der – im Gegensatz zu seinen Parteikollegen – eine „dm“-Ansiedlung für positiv hält. Das Rathaus habe Aufträge aus der Politik umzusetzen und es sei schwierig, wenn sich diese ständig verändern würden.

Markus Billhardt

Der Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung des Fehmarnbelttunnels ist am 31. Januar unterzeichnet worden. Fehmarn hat jetzt schon vor der Auslegung im März beschlossen, eine Klage ins Auge zu fassen.

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