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Ostholstein Millionenprojekt in Grömitz: Zeitplan für Dünenpark steht
Lokales Ostholstein Millionenprojekt in Grömitz: Zeitplan für Dünenpark steht
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19:10 11.10.2019
Die DLRG-Unterkunft in Grömitz wird erneuert. Der Schriftzug am Gebäude soll jedoch nicht Rettungsschuppen lauten. Derzeit wird mit dem Namen „ResQ“ geplant. Quelle: Tourismus-Service Grömitz (HFR)
Grömitz

Auf einer Fläche von 22 000 Quadratmetern soll das Grömitzer Mega-Projekt Dünenpark Wirklichkeit werden. Nach jahrelanger Planung gibt es jetzt einen konkreten Zeitplan. Der Tourismus-Service (TS) will mit dem Bau von zahlreichen neuen Gebäuden – darunter Hostel, Shops und Beach-Club – gezielt junge Gäste ansprechen und die Nebensaison stärken. Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Die Abrissarbeiten: Der Dünenpark soll zwischen Fischhus und Restaurant Falkenthal entstehen. Erste Planungen sahen einen Baustart für Herbst 2017 vor. Nun steht fest, dass die Arbeiten noch diesen November beginnen. Marketingchefin Janina Kononov kündigt den Abriss von DLRG-Wache, Haus des Gastes und Grimm-Haus an. Anschließend könnten Leitungen im Untergrund zurückgebaut werden. Zudem muss laut Lars Widder, Finanzchef des Tourismus-Service, genau geschaut werden, was sich noch so im Untergrund befindet.

Steigende Gästezahlen

Der Tourismus-Service Grömitz ermittelt mithilfe der Kurabgabe Gästezahlen. Während Ende Juli 2013 in den ersten sieben Monaten des Jahres 107 400 Gäste gezählt wurden, waren es Ende Juli 2019 im selben Zeitraum 158 665 Menschen – ein neuer Rekord. Wobei der Zuwachs im Vergleich zu 2018 äußerst gering ausgefallen ist (plus 498).

Ein Hostel für Rettungsschwimmer und Urlauber

Die DLRG: Die Rettungsschwimmer bekommen eine neue Wache, zu der auch ein Hostel gehört. Baustart soll im Herbst 2020 sein. Die Fertigstellung wird laut Kononov etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Für vier Millionen Euro sollen 30 Zimmer mit 60 Betten entstehen, welche in der Hauptsaison von den Wachgängern und ansonsten von anderen Gästen und Gruppen genutzt werden können. Laut Lars Widder können die Kosten für den Bau der DLRG-Wache (ohne Hostel) mit bis zu 70 Prozent vom Land gefördert werden. Ein Pächter wurde bereits gefunden. Während der Bauarbeiten soll es eine Übergangslösung mit Containern geben, damit die Badegäste weiterhin geschützt werden können.

Der Beach-Club: Hotelier Jens Sroka betreibt unter anderem das Beach-Motel und die Bretterbude in Heiligenhafen. Er hat sich mit seinen Plänen durchgesetzt und wird den Beach-Club für etwa 2,5 Millionen Euro realisieren. Entstehen soll eine moderne Gastronomie mit saisonalen und regionalen Angeboten. In den Wintermonaten soll der Fokus auf Wohnzimmer-Konzerten, Kochkursen und Vorlesungen liegen. Generell sind auch Veranstaltungen wie Hochzeiten und Firmenevents möglich. Gebaut werden soll von Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2022.

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Geschäfte und Gastronomie: Der Tourismus-Service Grömitz will für etwa zwei Millionen Euro fünf Laden- und Gastronomieeinheiten mit einer Fassade aus Holz und Stein in den Dünenpark integrieren. Jede soll etwa 120 Quadratmeter groß sein. Aktuell werden Pächter mit modernen, innovativen und regionalen Konzepten gesucht. Gebaut werden sollen die fünf Einheiten ebenfalls von Frühjahr 2021 bis Frühjahr 2022.

Escape Room und Kletterhalle

Das Multifunktionsgebäude: Eine anfangs diskutierte Glaskuppel ist längst kein Thema mehr. Stattdessen will der Tourismus-Service circa zehn Millionen Euro in ein touristisch ausgerichtetes Objekt in Schiffsbugform investieren, in dem es Ganzjahresattraktionen gibt. Vorgesehen sind Indoorspielplatz, Escape Room, Virtual Reality Raum, Kletterhalle, Eventräume, Gastronomie und Aufenthaltsräume. Avisierter Baustart ist frühestens Ende 2021.

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Das Außengelände: Hinter dem Begriff Freiraumgestaltung verbergen sich diverse Vorhaben. Der erste von zwei Bauabschnitten soll vom Sommer 2020 bis Sommer 2021 in Angriff genommen werden. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf fünf Millionen Euro. Unter anderem soll die Promenade verschwenkt werden. Hinzu kommen Bänke, Beleuchtung, Grillplatz, Parkplätze und im zweiten Abschnitt ein Abenteuerspielplatz. Zudem soll es dann laut Janina Kononov vom Jachthafen bis zum Dünenpark kostenfreies WLan geben.

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