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Ostholstein Grünes Licht für neue Jugendherberge
Lokales Ostholstein Grünes Licht für neue Jugendherberge
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20:00 27.06.2019
Der frühere Kuhstall an der Straße Alter Bauhof soll abgerissen werden. Auf der Fläche gegenüber der Opernscheune (hinten im Bild) soll Eutins neue Jugendherberge entstehen. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Wie sind die Marktchancen für eine neue Jugendherberge auf dem Bauhofareal in Eutin? Das sollte eine Machbarkeitsstudie ausloten, die die Stadt, das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) und die Aktiv-Region Holsteinische Schweiz gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Schon vor einem Jahr hätte das Ergebnis vorliegen sollen. Nun ist es endlich raus: Ein 1a-Standort mit guten Aussichten, sich am Markt zu behaupten. Zehn Millionen Euro müssen für das Vorhaben aufgebracht werden.

Eutin ist auf die Vorhaben-Liste gerückt

Der Gesamtvorstand des DJH-Landesverbandes habe in seiner jüngsten Vorstandssitzung einen positiven Beschluss für den Standort in Eutin gefasst, sagte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos), „das ist endlich Grund zur Freude“. Damit komme Eutin auf die Liste der DJH-Projekte, ein lang ersehnter Schritt. 2007 hatte das DJH seine frühere Jugendherberge auf der Jahnhöhe aufgegeben – und die Stadt Eutin damit rund 20 000 Übernachtungen im Jahr verloren.

„Die Studie war wichtig: intern für das DJH, aber auch für potenzielle Fördermittelgeber“, sagt Carsten Behnk. Erstellt worden ist sie von den Instituten Vota Freizeit und Spezialimmobilien sowie dem Institut für Tourismus- und Bäderforschung NIT. Dass sich die Präsentation der Ergebnisse so lange hingezogen habe, habe daran gelegen, dass Fragen offen geblieben seien. Mit deren Klärung sei kurzfristig die inspektour GmbH beauftragt worden, erläuterte der Bürgermeister. Ihr Geschäftsführer Ralf Trimborn präsentierte die Ergebnisse.

Jugendherberge mit Schwerpunkt Musik

„Der Standort Alter Bauhof ist ein Filetstück und generell hervorragend als Jugendgruppen-Unterkunft geeignet“, stellte Trimborn heraus „Es gibt 4700 Quadratmeter Fläche, möglich wäre eine Bebauung mit drei Vollgeschossen.“ Da Eutin geprägt sei von Kultur und Musik solle die künftige Jugendherberge ein Musikprofil erhalten. Als Gäste seien Schulklassen, Musikgruppen, aber natürlich ebenso Familien und Einzelpersonen angedacht. „Eingeplant sind auch Räume, die von Vereinen oder Verbänden für Veranstaltungen gemietet werden können.“

Unterkunft für Berufsschüler im Blockunterricht

Eine weitere Zielgruppe sind Berufsschüler, die während ihres Blockunterrichts in der Jugendherberge wohnen könnten. 40 Wochen pro Jahr kämen sie als Gäste in Betracht, sagte Ralf Trimborn und, gut für die Buchungslage, sie kollidieren nicht mit den Ferien. Die Berufliche Schule Eutin habe großes Interesse, ihre Schüler dort unterzubringen, berichtete der Bürgermeister aus einem Gespräch mit dem Schulleiter. „Wir benötigen deshalb überproportional viele Zwei-Bett-Zimmer“, berichtete Trimborn. Insgesamt soll die Jugendherberge 200 Betten haben. Angepeilt wird zunächst eine Auslastung von 53 Prozent. „Das ist machbar. Wir wollen nicht zu euphorisch herangehen“, sagte er.

Stefan Wehrheim ist neuer Geschäftsführer beim DJH-Landesverband Nordmark. Quelle: Ulrike Benthien

Auf zehn Millionen Euro brutto veranschlagt der inspektour-Geschäftsführer die Investitionskosten für die Jugendherberge. 3,5 Millionen Euro sollen über ein Annuitätendarlehen aufgebracht werden. Für die anderen 6,5 Millionen Euro müssen jetzt Fördermittel akquiriert werden. Eine gemeinsame Aufgabe für DJH und die Stadt. „Es heißt Klinken putzen“, sagte der neue Geschäftsführer des Landesverbandes Nordmark, Stefan Wehrheim (37), der erst gestern Morgen sein neues Amt angetreten hat. Er hat BWL studiert und in den vergangenen sieben Jahren mit seiner Frau die Jugendherberge in Ratzeburg geleitet.

B-Plan für Bauhofareal liegt seit 2013 vor

Ein Zeitfenster bis zum Baubeginn wollte Wehrheim nicht nennen. „Es kommt auf die Förderkulisse an.“ Eutin ist bereit. Behnk: „Seit dem 30. August 2013 haben wir einen rechtskräftigen Bebauungsplan für das Areal.“

Ulrike Benthien

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