Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Inklusionshotel: Siegerentwurf kommt aus Dänemark
Lokales Ostholstein Inklusionshotel: Siegerentwurf kommt aus Dänemark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:30 19.12.2018
Große Freude und Zufriedenheit bei Carsten Behnk, Reinhard Sohns und Tim Hupe (v. l.) über den Siegerentwurf aus Dänemark. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Das Preisgericht hat am Mittwoch entschieden: Das Inklusionshotel an der Eutiner Stadtbucht soll nach dem Entwurf des Architekturbüros Wuttke & Ringhof aus Kopenhagen gebaut werden. Es setzte sich im sogenannten hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit freiraumplanerischem Anteil gegen fünf weitere Bewerber durch. Reinhard Sohns, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft „Die Ostholsteiner“, die den Wettbewerb ausgelobt hat und später das Hotel betreiben will, war ganz beglückt: „Der Entwurf strahlt eine warme Offenheit aus. So wollen wir auch sein: offen für unsere Gäste und für die Eutiner. Alle sollen sich herzlich aufgenommen fühlen.“ Erleichtert war er zudem über die breite Zustimmung für den Sieger-Entwurf, auch aus allen Fraktionen der Stadtvertretung.

Wie der Vorsitzende des Preisgerichts, Tim Hupe, erläuterte, sei die Qualität aller eingereichten Arbeiten sehr hoch gewesen. Dennoch wurde schnell eine Vorentscheidung für die ersten drei Büros getroffen. „Sie hatten alle das Zeug, Erster zu werden. Das war ein Luxusproblem“, sagt Hupe. Diskutiert worden sei bei den dreien über „funktionale Aspekte, die aber gut lösbar sind“. Der Wettbewerbsgewinner aus Kopenhagen komme mit seinem Entwurf leicht daher, sagte Tim Hupe: „Die Gebäude-Masse ist dem Ort sehr angemessen.“ Die dänischen Vorschläge vermittelten „eine offene, angenehme Atmosphäre. Die Gebäudeteile haben nur kleinen Versatz, nicht zu große Tiefen, sie begleiten die Uferpromenade elegant.“ Die Seebegleitung sei schließlich der entscheidende Punkt gegenüber dem Zweitplatzierten gewesen, bemerkte Hupe.

Die meisten Zimmer werden Seeblick haben

Reinhard Sohns war begeistert davon, dass 30 der vorgesehenen 40 Zimmer mit Blick Richtung See und Schloss liegen werden. „Das spielt natürlich auch bei der Vermarktung eine Rolle. Die Menschen möchten ja die Schönheit Eutins genießen.“ Im Erdgeschoss wünsche er sich ein bisschen mehr Flexibilität, den Raum für Gastronomie und Bar würde er gern etwas ausdehnen, und es solle mehr Platz für Service und Nebenräume für Personal geben. „Und eventuell eine Dachterrasse“, ergänzte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos), der wie Sohns, Matthias Rachfahl (CDU) und Olaf Blanck (FWE) als Sachpreisrichter in der Jury gesessen hatte.

Der Standort an der Stadtbucht und die Ideen für das Inklusionshotel der „Ostholsteiner“

Das Hotel an der Stadtbucht soll Zimmer in vier Ausstattungskategorien haben: Economy-, Wohlfühl-, Wellness- und Rolli-Zimmer. Ebenfalls geplant: ein Spa-Bereich, ein Restaurant mit 50 bis 70 Plätzen, eine Bar, ein Bankettraum für Feiern mit bis zu 80 Personen und eine Terrasse mit Ausblick auf den Großen Eutiner See und das Schloss. Angesiedelt werden soll das Hotel mindestens im Bereich 3-Sterne-Superior. 25 Menschen sollen beschäftigt werden. Elf Arbeitsplätze sind für Menschen mit Behinderung vorgesehen. Darauf, dass berücksichtigt wird, wie Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten, achteten bei den Wettbewerbsberatungen Vertreter des paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Lebenshilfe.

Den Bau so schnell wie möglich realisieren

Bis Ende 2018 hatten „Die Ostholsteiner“ laut des mit der Stadt geschlossenen Anhandgabevertrages Zeit, die Planungen für ihr Inklusionshotel abzuschließen. Anfang des Jahres wird Reinhard Sohns mit Vertretern des dänischen Architekturbüros Gespräche aufnehmen und mit ihnen die Änderungswünsche besprechen. „Danach geht der Ball zurück an die Stadt. Wir müssen einen B-Plan machen, sodass es passt“, sagte der Bürgermeister. Eine schnelle Realisierung streben beide Seiten an. Tim Hupe sagte, er rechne circa zweieinhalb Jahre bis zur Eröffnung des Hotels. Carsten Behnk: „Wir wollen sehr gern schneller sein.“ Für Sohns ist eine zügige Umsetzung auch eine Frage der Kosten, denn die Baubranche boomt. Kalkuliert wird der Hotelbau mit sieben Millionen Euro. „Je früher wir anfangen, desto eher können wir die Kosten niedrig halten.“

Sechs Bewerber

Am Wettbewerb haben sich außer Wuttke & Ringhof aus Kopenhagen beteiligt: Die pfp architekten aus Hamburg, sie wurden Zweitplatzierte. Dieses Büro war beim Wettbewerb um die historische Reithalle als Sieger hervorgegangen. Dritte beim Wettbewerb für das Inklusionshotel wurden ppp architekten + stadtplaner aus Lübeck. Außerden waren dabei: Trapez Architektur GmbH (Hamburg), die Architekturwerkstatt Ladehoff (Hardebeck) und Lorenzen Mayer Architekten (Berlin).

Ulrike Benthien

Bei den Lärmschutz- und Umbaumaßnahmen wegen der Fehmarnbelt-Hinterlandanbindung müssten einvernehmliche Lösungen her. Sonst drohten die Kommunen ganz aus der Bundesförderung zur fallen, warnt Kiels FDP-Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

19.12.2018

In Burg gibt es jetzt drei Ladestationen für Elektroautos mit je zwei Ladepunkten. Eine vierte Station soll 2020 in Burgtiefe folgen.

19.12.2018

Das Breitbandprojekt der Stadt Neustadt kommt voran. Die Kunden werden nach und nach angeschlossen. Bis Ende Februar soll der erste Ortsteil versorgt sein.

19.12.2018