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Ostholstein Mit dem Schmuckkauf Gutes bewirken
Lokales Ostholstein Mit dem Schmuckkauf Gutes bewirken
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14:59 06.07.2019
Sibylle Latza, Uta Fenske, Rena Menzel, Anke Schwarz und Jörg Schlüter (v.l.) hoffen, dass viele Armbänder und Ketten verkauft werden. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Sie haben ihre Energie lange für sich selbst gebraucht. Um die Diagnose Krebs zu verkraften und die anschließende Behandlung durchzustehen. Aus der Zeit sind sie jedoch mit neuer Stärke hervorgegangen, mit neuen Freundschaften, neuen Zielen. Sibylle Latza, Rena Menzel und Anke Schwarz haben gemeinsam mit anderen in Eutin die Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ gegründet. Weil sie denen, die ihnen in einer schweren Lebensphase zur Seite gestanden haben, etwas zurückgeben möchten, haben sie sich etwas Besonderes überlegt. Der Eutiner Juwelier Jörg Schlüter hat nach ihren Vorstellungen Schmuckstücke hergestellt, von deren Verkauf ein Teil an den Verein zur Hilfe Krebskranker Ostholstein fließen wird.

Selbsthilfegruppe besteht seit Ende 2017

Der Vorschlag, für den Verein zur Hilfe Krebskranker Geld einzuspielen, kam von Sibylle Latza und stieß in der Selbsthilfegruppe sofort auf Zustimmung. Die Gruppe besteht seit Dezember 2017, einmal im Monat treffen sich im Schnitt acht bis zehn Frauen. Ihr Name „Hoffnungsschimmer“ ist als „H“ auf der einen Seite, ein Leuchtturm als Symbol für Sicherheit, Geborgenheit und Anlaufpunkt in schwerer See auf Schmuckplättchen eingraviert. Sie gehören zu Ketten und Armbändern, die bei Jörg Schlüter erhältlich sind.

Ein kreatives Trio mit viel Power: Sibylle Latza (l.) und Rena Menzel (r.) tragen von Anke Schwarz für die Selbsthilfegruppe entworfene T-Shirts. Quelle: Ulrike Benthien

Verein zur Hilfe Krebskranker profitiert von jedem Verkauf

Der Juwelier ist mit Anke Schwarz befreundet und fand die Idee der Frauen „klasse“. Nach einigen Probeplättchen und Tüfteln mit der Gravur war die richtige Größe für die Schmuckstücke gefunden. Vom Verkauf jeder Kette (59 Euro) und jedes Armbands (39 Euro) gibt er zehn beziehungsweise fünf Euro an den Verein zur Hilfe Krebskranker weiter. „Ich unterstütze das sehr gern“, sagt Schlüter. Das Logo des Leuchtturms sei gut gewählt: „Es ist etwas Maritimes. Das kann jeder kaufen und tragen und damit den Verein fördern.“

Ein Leuchtturm verheißt denen, die in stürmischer See sind, ein Ziel und Sicherheit. Die Ketten und Armbänder mit dem Anhänger gibt es Silber oder auch rosé und gelb vergoldet. Quelle: Ulrike Benthien

Dr. Uta Fenske, Vorsitzende des Vereins, freut sich sehr über das Engagement der Selbsthilfegruppe: „Es ist toll, ganz herzlichen Dank.“ Der Verein berät Krebspatienten und hilft in Notlagen schnell, unbürokratisch und effektiv, egal, ob er bei finanziellen Engpässen einspringt oder letzte Wünsche ermöglicht. „Das geht aber nur mit ehrenamtlichen Geldern“, sagte Uta Fenske.

Die Selbsthilfegruppe trifft sich immer am 1. Donnerstag im Monat im Gemeindehaus in Eutin-Fissau, Krete, 18 bis 19.30 Uhr. Kontakt über hoffnungsschimmer-leuchtturm@web.de.

BEN

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