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Ostholstein Sporthalle am Güterbahnhof ist passé
Lokales Ostholstein Sporthalle am Güterbahnhof ist passé
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11:49 22.12.2018
Die Initiatoren der Bürgerinitiative, Ivo Stock, Ursula Jacobsen-Priefer und Thorben Junge, sowie Swantje Williams (v. l.) haben die Unterschriftenlisten im Rathaus abgegeben. Junge unterschreibt als letzter. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Ein Neubau der Wisser-Schule und der Grundschule plus Sporthalle auf dem Gelände Am Kleinen See – das ist das Ziel der Bürgerinitiative (BI) „Vernunft macht Schule“. Während ihre Initiatoren Ivo Stock, Thorben Junge und Ursula Jacobsen-Priefer frohlocken, dass sie weit mehr als die erforderliche Anzahl von Unterschriften zusammenhaben, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen, trumpft die Verwaltung damit auf, dass die Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule an ihrem Standort Elisabethstraße saniert und erweitert werden kann. „Und zwar mit allem, was der Schulleiter für eine moderne Schule gefordert hat“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos). „Damit gibt es aus meiner Sicht keinen Grund mehr für die BI, ihr Anliegen weiterzuverfolgen.“ Auch der Bau der Drei-Feld-Sporthalle am Güterbahnhof sei damit hinfällig: „Sie wird an der Stelle nicht mehr gebraucht“, erklärte Behnk.

Auf der Fläche an der Elisabethstraße müssen nach der Aussage von Schulleiter Sven Ulmer eine 2,5-Feld-Sporthalle (2 Felder, ein weiterer Raum), Fachräume, Aula, Mensa, Rückzugsbereiche für die Schüler, ein offener Ganztagsbereich und ausreichend Parkflächen untergebracht werden. Das hatte er im September im Schulausschuss noch einmal deutlich gemacht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Rachfahl nagelte ihn damals auf diese Bedingungen hin fest: „Wenn das alles machbar ist, wären Sie dann mit dem Standort Berg einverstanden?“ wollte er vom Schulleiter wissen – was Sven Ulmer bejahte. „Die Forderungen sind vollumfänglich erfüllt“, konstatierte Carsten Behnk.

70 Quadratmeter große Klassenräume

Das Architektur- und Stadtplanungsbüro „Ewers, Dörnen & Partner“ aus Oldenburg hat für die Gemeinschaftschule (3,5-zügig) eine Mensa, eine 2-Feld-Sporthalle und eine separate Aula mit mehreren Musikräumen vorgesehen. Auch Klassenräume in der von der Schule verlangten Größe von 70 Quadratmetern werden umgesetzt. „Diese Forderung halte ich zwar für überzogen, aber auch das ist machbar geworden“, sagte Behnk. Die Planung der Architekten habe bestätigt, was ja schon vermutet worden sei: „Es passt.“ Der Beschlussvorschlag der Verwaltung für den nächsten Schulausschuss (Dienstag, 15. Januar, 18 Uhr, Eutiner Rathaus) lautet daher: „Der Standort der WWS, Elisabethstraße 59 (am Berg), wird bestätigt, die zukünftige Schulentwicklung der WWS wird zentralisiert an diesem Standort erfolgen.“

Was geschieht mit dem Ackerbürgerhaus?

Dass die Sporthalle am alten Güterbahnhof nicht gebaut werden soll, wird insbesondere der SPD zusagen. Sie hatte sich stets gegen den Standort gesträubt. Missfallen wird ihr dagegen, dass im Zusammenhang mit der Schulsanierung und -erweiterung das Ackerbürgerhaus in der Weidestraße 24 wieder in den Fokus rückt. „In der Durchplanung ist der Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude . . . zu untersuchen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Planungen für einen Neubau der Grundschule Am Kleinen See laufen indes weiter. Entstehen soll dort für die Außenstelle der Gustav-Peters-Schule eine dreizügige Grundschule plus Daz-Klassen und offener Ganztagsschule sowie eine 1,5-Feld-Sport-Halle. Angesiedelt werden soll an dem Standort auch das Förderzentrum Lernen, neu eingerichtet werden soll das Förderzentrum Geistige Entwicklung.

BI will das politische Geschehen beobachten

Wenn der Verwaltungsvorschlag, die Wisser-Schule am Berg zu sanieren und zu erweitern, im Schulaussschuss eine Mehrheit findet, „dann wird das die Sache zuspitzen“, ist dem Bürgermeister bewusst. Wie wird sich die BI verhalten? Am Vormittag bei der Übergabe der 1850 Unterschriften im Rathaus (notwendig wären 1310 gewesen) kannten Thorben Junge und seine Mitstreiter das Ergebnis der Machbarkeitsprüfung in Sachen Wisser-Schule noch nicht. Am Freitagabend sagte er: „Wir machen erstmal weiter und beobachten das politische Geschehen. Außerdem werden wir mit Schulleiter Sven Ulmer sprechen. Im Zweifel können die Eutiner beim Bürgerentscheid äußern, was ihnen besser zusagt.“

Bei der Unterschriftensammlung seit Anfang November habe die BI viel Zuspruch bekommen, berichtete Junge. „Viele Eltern haben regelrecht darauf gewartet, dass sie unterschreiben können.“ Die Kommunalaufsicht müsse jetzt die formelle Zulässigkeit der Unterlagen prüfen und dann das Einwohnermeldeamt beauftragen, die Unterschriften mit den Adressen abzugleichen. Die BI setze darauf, dass zum 1. Februar über die Zulässigkeit des Begehrens entschieden sei. Als Termin für den Bürgerentscheid hat sie den 26. Mai vorgeschlagen (gemeinsam mit der Europawahl).

Ulrike Benthien

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