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Ostholstein Vorbereitungen für Lichterstadt starten
Lokales Ostholstein Vorbereitungen für Lichterstadt starten
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15:03 22.11.2018
Die Veranstalter der Lichterstadt Eutin freuen sich schon auf die kommenden Wochen. Quelle: Saskia Hassink
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Eutin

Es weihnachtet in Eutin: Pünktlich zum ersten leichten Schneegestöber am Donnerstagmorgen beginnen die Ladenbesitzer der Stadt ihre Schaufenster und Fassaden weihnachtlich mit Sternen und Tannen zu schmücken. Denn in einer Woche muss alles fertig sein. Am Mittwoch, 28. November, verwandelt sich die Kreisstadt ab 18 Uhr wieder in die Lichterstadt.

Ganz Eutin soll ab Mittwoch, 28. November, erstrahlen: Mit bunten Lichtinstallationen werden Rathaus, Schloss und viele weitere Gebäude beleuchtet. Auch die Schaufenster der Läden werden geschmückt.

Neu in diesem Jahr: Der norwegische Eismusiker Terje Isungset wird auf dem Marktplatz sechs Eisinstrumente – darunter eine Trompete und ein „Eisophon“ – herstellen und anschließend auch darauf spielen. Außerdem gibt es eine virtuelle Schnitzeljagd, die Anwohner und Touristen mit QR-Codes durch die Stadt führt. „Mit diesen Angeboten bekommt die Lichterstadt neuen Schwung“, sagt Hans-Wilhelm Hagen, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE). „Ich denke, dass es uns guten Rückenwind gibt und viele Gäste nach Eutin kommen werden.“ Auch der Geschäftsführer der Eutin GmbH, Martin Kehls, freut sich auf die kommenden Wochen: „Die Lichterstadt ist ein Highlight, das sich etabliert hat und gut funktioniert.“

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Eismusiker Terje Isungset aus Norwegen wird am 28. November um 18 Uhr ein Konzert auf Eisinstrumenten geben. Quelle: Emile Holba

Am Donnerstag wurde bereits die 600 Quadratmeter große Eislaufbahn auf dem Marktplatz eröffnet. Auch der Lübecker Lichtkünstler Stefan Teichmann hat mit seinem Team begonnen, die Lichtinstallationen und Strahler aufzubauen. Ein farbliches Konzept wie in den vergangenen Jahren gibt es dieses Mal nicht: Jedes Gebäude konnte individuelle Wünsche für die Beleuchtung abgeben. Es werde viel Grün und Rot, sagt Teichmann. „Ich habe mir aber erlaubt, ein bisschen Blau und Gelb reinzubringen.“

Dem Lübecker Lichtkünstler sei jedoch auch aufgefallen, dass das Engagement für die Lichterstadt in den vergangenen Jahren abgenommen habe. Er mache sich Sorgen, dass das Projekt langsam einschlafe. „Am Anfang war mehr Enthusiasmus da“, sagt Teichmann und wünscht sich, dass die Kaufleute wieder animiert würden, mitzumachen. Denn Eutin, eine der ersten Lichterstädte, habe großes Potenzial.

Die Lichtkünstlerin Gabriele Staarmann ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Sie wird Schaufenster mit Sternen dekorieren und Lichtobjekte in der Stadt installieren. Als Leitmotiv ist der Stern geplant, der beispielsweise den Kirchturm schmücken wird. „Ich möchte aber auch die Außenbereiche mit einbeziehen“, sagt sie. So werden von ihr gestaltete Lichtobjekte den Weg vom Marktplatz zur Stadtbucht beleuchten, wo es schließlich eine kleine Überraschung geben soll: eine schwimmende Lichtinstallation. Worum es sich dabei genau handelt, wollte Staarmann noch nicht verraten: „Das soll doch eine Überraschung sein.“

Saskia Hassink

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