Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Trauer um Whisky-Botschafter Volker McRätzke
Lokales Ostholstein Trauer um Whisky-Botschafter Volker McRätzke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:09 30.09.2019
Genussmensch und immer guter Laune: So sah Volker Rätzke sich selbst am liebsten und so kannten und mochten ihn die Ostholsteiner. Quelle: HFR
Eutin

Er hat gekämpft, ist dem Krebs nach außen hin mit Humor begegnet und hat doch verloren: Volker Rätzke, ein weit über Eutin hinaus bekanntes Original, ist am Sonntag im Alter von 55 Jahren seinem schweren Krebsleiden erlegen. Das Stehaufmännchen, als das ihn seine Freunde und Weggefährten charakterisieren, konnte am Ende nicht mehr aufstehen. Die Trauer in Eutin ist groß.

Der Whiskey-Botschafter und ehemalige Theaterleiter starb am Sonntag im Alter von 55 Jahren.

Die Nachricht machte am Sonntagnachmittag, schon wenige Stunden nach Rätzkes Tod, bei Facebook die Runde. Er hatte das Netzwerk gern und intensiv genutzt. „Wir haben einen tollen Menschen verloren“, kommentierte eine Nutzerin. Genau das war Volker Rätzke. Ein Mensch mit vielen Facetten, vielen Interessen, stets umtriebig und fast immer gut gelaunt.

Ein Mann mit vielen Talenten

Seine Selbstbeschreibung im Facebook-Profil lautet „Kumpel, Freund, Whiskybotschafter, Genussmensch, Gutmensch, Lieblingsmenschenfinder“. Unvergessen sind seine Jahre beim und fürs „Theater mit Mumm“. Ob After-Work-Sketch-Show oder Loriots „Szenen einer Ehe“, Volker Rätzke und seine Mannschaft sorgten immer für beste Unterhaltung. Er selbst führte nicht nur Regie, sondern übernahm gern und mit viel Witz etliche Rollen. Unvergessen seine Glamour-Journalistin Elsa von Schreck.

Volker Rätzke im Jahr 2006 als Elsa von Schreck. Quelle: Theater mit Mumm (HFR)

Aber Volker Rätzke war so viel mehr als nur ein leidenschaftlicher Theatermann. Er trug den Beinamen McRätzke nicht umsonst. Sein Herz schlug für Schottland, den Whisky, gute Zigarren und Musik. Als Whisky-Botschafter führte er erst sein eigenes Geschäft „McRaetzkes Whiskey & Rum-Paradies“ in der Peterstraße, arbeitete dann als Berater im LMK-Fachgeschäft „Loch Mor Spirits – Whiskey and more“ an derselben Stelle. Beim Whiskey machte ihm niemand etwas vor. Bei der Lebensfreude auch nicht.

Stets offen und gut gelaunt

Dabei hatte es Volker Rätzke nie leicht. Das sonnige Gemüt wohnte in einem Körper, der ihm sein Leben lang Probleme bereitete. Als junger Mann verlor er bei einem Verkehrsunfall einen Unterschenkel und war auf eine Prothese angewiesen. Bekannt wurde er – auch weil er in den Lübecker Nachrichten offen darüber sprach – als dickster Mann Ostholsteins: 270 Kilo. Rätzke nahm nach einer Magenoperation in drei Jahren 135 Kilogramm ab, allein 90 Kilo innerhalb eines Jahres. Er stellte seine Lebensweise und seine Ernährung komplett um. Ebenso offen wie mit seiner Fülle ging er mit seiner Krebsdiagnose um, die ihn in diesem Frühjahr ereilt hat.

Volker Rätzke hat den Kampf aufgenommen und ihn verloren. Freunde und Wegbegleiter trauern um ihn. Vor dem „Loch Mor Spirits – Whiskey and more“ haben Trauernde eine Kerze aufgestellt und eine Rose abgelegt. Im Geschäft liegt ein Kondolenzbuch aus. „Es hätte ihn gefreut, wenn viele sich dort eintragen würden“, sagt LMK-Geschäftsleiter Ralf Splettstößer-Preuß.

Vor dem Whiskey-Geschäft in der Peterstraße haben Trauernde eine Kerze und eine Rose für Volker Rätzke abgelegt. Quelle: Susanne Peyronnet

Von Susanne Peyronnet

Immer häufiger setzen Eltern ihre Kinder mit dem Auto direkt vor der Schule ab. Das führt allzu oft zu chaotischen Verkehrssituationen. Kleine Straßen wie vor der Weber-Schule in Eutin sind dafür nicht ausgelegt. Die Stadt und die Polizei reagieren jetzt mit Kontrollen. In Neustadt kam es bereits zu einem Unfall.

30.09.2019

Fluss-Seeschwalben finden kaum noch Plätze zum ungestörten Aufziehen der Jungvögel. Naturschützer bauen deshalb künstliche Brutinseln, um die Tiere zurück nach Ostholstein zu locken. Sie fordern mehr Schutzgebiete, um gegen das Artensterben vorzugehen.

29.09.2019

Damit die Kinder und Jugendlichen ausreichend Wasser zu sich nehmen und auf süße Getränke verzichten, setzen immer mehr Schulen auf die Wasserspender. Doch nicht alle Schulleiter wollen die Anlagen in ihren Gebäuden.

29.09.2019