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Ostholstein Festspiele erwarten mehr Geld von der Stadt
Lokales Ostholstein Festspiele erwarten mehr Geld von der Stadt
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16:50 21.06.2019
Die Eutiner Festspiele – hier voll besetzt beim Gala-Abend 2018 – brauchen eine neue Tribüne. Quelle: Susanne Peyronnet
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Eutin

Festspiele-Geschäftsführer Falk Herzog tritt selbstbewusst auf: „Wir stellen einen großen Mehrwert für Eutin dar.“ Dementsprechend will er die Stadt in die Pflicht nehmen. Deren jährliche Förderung müsse steigen – auch die von Kreis und Land -, sonst könnten die Festspiele nicht wirtschaftlich betrieben werden. Auf 25 Prozent des Gesamtbudgets müsste der Zuschuss der drei Geberparteien angehoben werden, sagte Herzog. Derzeit sind es 15 Prozent.

Andere Kulturbetriebe würden zwischen 23 und 35 Prozent an öffentlichen Zuschüssen erhalten, sagte der Geschäftsführer im Kulturausschuss. Bereits vor mehr als einem halben Jahr ist der Selbstverwaltung eine Potenzialanalyse der Festspiele mit Zukunftsperspektiven vorgestellt worden. Mit ebendiesen Zahlen. Für Eutin geht es um eine Grundsatzentscheidung: Ist die Stadt gewillt, jährlich erheblich mehr als 75 000 Euro zuzuschießen (2018 gab es zweckgebunden 35 000 Euro extra)?

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Nutzung der Tribüne 2020 fraglich

Dass die Tribüne marode ist, haben die Stadtvertreter ebenfalls nicht zum ersten Mal gehört. 1,6 Millionen Euro sind im April vom Bund für eine Sanierung/Erneuerung bewilligt worden. Mit dieser Förderung allein ist es nicht getan: Es wird viel mehr Geld erforderlich sein. „Wir müssen analysieren: Was wollen wir bauen, wie viele Plätze sollen es sein. Erst dann können wir eine verlässliche Summe nennen“, sagte Falk Herzog. Die Zeit dränge jedoch: „Es kann sein, dass der Tüv für die Tribüne schon 2020 keine Betriebsgenehmigung mehr erteilt.“

Das erste Geld liege bereit. Er bitte die Politik, sich jetzt mit dem Thema zu befassen, sagte Herzog. Das muss sie auch, denn die Stadt ist Eigentümer der Tribüne, die sie den Festspielen mietfrei überlässt. Diese tragen die Investitionen, damit die jeweilige Spielzeit möglich wird. „Wir könnten uns einen städtischen Neubau mit Beteiligung der Festspiele vorstellen“, sagte Herzog. In der Sommerpause wollen die Fraktionen in sich gehen.

Ulrike Benthien

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