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Ostholstein Jetzt ist Schluss: Keine Treppe in der Peterstraße
Lokales Ostholstein Jetzt ist Schluss: Keine Treppe in der Peterstraße
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13:57 25.03.2019
Die vorgesehene Treppe auf dem Hangstück in der westlichen Peterstraße wird nicht mehr gebaut. Fußgänger gehen vom Bahnhof durch den Pro-Talis-Durchgang.
Die vorgesehene Treppe auf dem Hangstück in der westlichen Peterstraße wird nicht mehr gebaut. Fußgänger gehen vom Bahnhof durch den Pro-Talis-Durchgang. Quelle: Ulrike Benthien
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Eutin

Schlussstrich unter dem Treppen-Dilemma: Die geplante Anlage als Verbindung zwischen der westlichen Peterstraße und der Straße Am Mühlenberg wird nicht mehr gebaut. Das beschloss der Eutiner Stadtentwicklungsausschuss auf Antrag der SPD mehrheitlich in seiner jüngsten Sitzung. Die Grünen wollten zumindest an einer kleinen Treppe, einer Sparversion in Sichtbeton, festhalten.

Dieser Entscheidung war ein jahrelanges Hin und Her vorausgegangen. Ursprünglich sollte das Bauwerk als Entree zur Stadt für die Landesgartenschau (LGS) 2016 dienen – und zwar Besuchern, die mit der Bahn in Eutin ankamen und sich von dort zu Fuß in die Stadt und zur Ausstellung machten. Allerdings ging es über die Planung nie hinaus: weil es schwierige Abstimmungen mit der Telekom und einen vom Planungsbüro übersehenen Schacht gab. Es blieben eine wilde Böschung, Absperrgitter und immer neue Debatten.

Ampel leitet Fußgänger vom Bahnhof zum Pro-Talis-Durchgang

Nach Ende der LGS und dem Umbau des Zob-Umfeldes mit Versetzung der Ampel vor den Durchgang am Seniorenheim Pro Talis hielten die meisten Stadtvertreter die Treppe erst recht für unnötig. Kein Mensch würde nun noch den Weg über die Straße Am Mühlenberg in die Stadt wählen, argumentierten sie. Die allgemeine Befürchtung war jedoch, dass ohne einen Treppenbau die Rückzahlung von Fördermitteln drohe. Die Eutiner Verwaltung möge mit dem Innenministerium die „förderrechtlichen Konsequenzen“ klären, forderten die Fraktionen. Vor allem die Höhe der Rückzahlung solle geklärt werden.

Die Antwort aus Kiel ließ diese Frage unbeantwortet: Prognoseberechnungen über die Höhe der gegebenenfalls zu erstattenden Städtebaufördermittel seien nicht möglich, hieß es von der zuständigen Ministeriumsvertreterin. Die Stadt solle für sich entscheiden, welche bauliche Lösung aus ihrer Sicht und auf Dauer die beste für Eutin sei. Auch wenn die Stadt keine Treppe errichten lasse, habe sie keinen vollständigen Widerruf der Fördermittel für die Maßnahme „Umgestaltung westliche Peterstraße“ zu befürchten.

Die Eutiner Verwaltung soll jetzt Gestaltungsvorschläge für das wilde Hangstück unterbreiten.

Ulrike Benthien