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Ostholstein Mehr Platz: Die Eutiner Tafel ist umgezogen
Lokales Ostholstein Mehr Platz: Die Eutiner Tafel ist umgezogen
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18:38 02.09.2019
Marga Friesecke füllt die Lebensmittelkisten, die für die Kunden fertig bereitstehen. Quelle: Ulrike Benthien
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Eutin

Der Umzugsstress ist noch nicht ganz verklungen. Jetzt müssen sich die Mitarbeiter der Eutiner Tafel an ihrem neuen Arbeitsplatz einspielen. In der vergangenen Woche ist die Einrichtung aus ihrem langjährigen Domizil auf einem Hinterhof an der Königstraße 3 zum Hochkamp 45 gezogen. Dabei packten auch fünf Soldaten der Eutiner Bundeswehr mit an.

20 Jahre saß die Tafel mitten in der Stadt. Ein Eigentümerwechsel der Immobilie und anstehende Umbaumaßnahmen machten es erforderlich, dass die Tafel sich nach einem anderen Standort umsehen musste. „Wir haben monatelang gesucht und uns viele Objekte angesehen“, sagt die Vorsitzende Monika Gertenbach. Auch die Räume am Hochkamp, in denen zuletzt ein Schlecker-Markt und eine Zeit davor ein Edeka-Markt Mieter waren, gehörten dazu. Der damals genannte Mietpreis ging aber weit über den finanziellen Rahmen hinaus, den sich die Tafel gesetzt hatte. „Doch es gab neue Verhandlungen und eine Einigung auf 1500 Euro Miete kalt“, berichtet Monika Gertenbach.

Die Tafel-Vorsitzende Monika Gertenbach zeigt die neu angeschafften Gefrierschränke.  Quelle: Ulrike Benthien

Fläche ist fast vier Mal so groß

Das ist zwar das Doppelte von dem, was die Tafel am alten Standort bezahlen musste. Aber dafür hat sich auch die Fläche von vorher rund 100 auf nun 360 Quadratmeter erhöht. Der Umzug hat für die Tafel auch etliche notwendige Investitionen mit sich gebracht. 23 000 Euro sind aufgelaufen. „Für neue Gefrierkombinationen, einen extra Kühlschrank für unseren Brötchenexpress für Schulkinder, für neue Edelstahltische, gebrauchte Regale, Büromöbel und Handwerkerleistungen“, sagt Monika Gertenbach.

Ein Kühlraum (er gehörte zur Schlachterei des ehemaligen Edeka-Marktes) soll aktiviert werden, dafür fallen 5000 Euro für neue Aggregate und das Auskleiden an. Um den Keller des Gebäudes nutzen zu können, muss der Lastenaufzug aktiviert werden: Dafür werden weitere 4500 Euro gebraucht. „Und Ende des Jahres läuft der Leasing-Vertrag für unser Kühlfahrzeug aus. Wir werden dann ein neues finanzieren. Auch das müssen wir stemmen“, sagt die Vorsitzende.

Lebensmittelausgabe in Eutin und Malente

Öffnungszeiten der Eutiner Tafel, Hochkamp 45, sind montags bis sonnabends von 14 bis 15.30 Uhr. Im Malente werden mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr Lebensmittel im Vorraum der Sporthalle der Schule An den Auewiesen, Neversfelder Straße 11, ausgegeben.

Die Stadt Eutin gewährt der Tafel 900 Euro Zuwendung im Jahr. Der Rest wird über Spenden finanziert. Die gemeinnützige Einrichtung hat bereits einen Antrag auf weitere Unterstützung der Stadt gestellt und hofft auf eine Aufstockung. Der zuständige Ausschuss tagt am Dienstag, 10. September, um 18 Uhr im Rathaus.

Arbeitsbereiche sind jetzt getrennt

Gleich am ersten Tag haben sich die neuen Räume bewährt: „Wir können hier die Warenannahme und den Sortierbereich gut von der Ausgabe trennen“, sagt Monika Gertenbach. Fünf hauptamtliche Kräfte – getragen über eine Maßnahme des Jobcenters, berichtet die Vorsitzende – und 70 Ehrenamtliche teilen sich die Aufgaben. Sie sehen den neuen Standort mit gemischten Gefühlen. In der Stadt sei es zwar eng, aber gemütlich gewesen, finden die einen, beispielsweise Jutta Kiel. Der Umzug sei sehr nötig gewesen, endlich habe man mehr Platz, was das Arbeiten erleichtere, sagen andere wie Rita Schliephake.

Seit 24 Jahren hilft Rita Schliephake bei der Eutiner Tafel. „Unsere Kunden erzählen uns auch viele familiäre Dinge.“ Quelle: Ulrike Benthien

Insgesamt 750 Menschen in Eutin und Malente können dank der Tafel ihre Mahlzeiten erweitern. Außer Gemüse, Obst, Aufschnitt, Brot und anderen Lebensmitteln können sich die Kunden gelegentlich auch an Hygieneartikeln bedienen oder mal ein Bund Blumen mitnehmen. Denn die Tafel wird nicht nur von den Supermärkten und Bäckereien in Eutin, Malente und Hutzfeld versorgt, auch Rossmann und die Wochenmarkthändler stellen nicht verkäufliche oder übrig gebliebene Ware zur Verfügung.

Von Ulrike Benthien

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