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Ostholstein Ex-Schwimmstar drückte den Startknopf: Badeparadies in Weissenhäuser Strand wieder offen
Lokales Ostholstein Ex-Schwimmstar drückte den Startknopf: Badeparadies in Weissenhäuser Strand wieder offen
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18:24 25.10.2019
Beste Laune in Weissenhäuser Strand: Franziska van Almsick war der Stargast bei der Wiedereröffnung des „Subtropischen Badeparadieses“. Quelle: Gäbler
Weissenhäuser Strand

Das Ferienzentrum Weissenhäuser Strand hat nach gut zweijähriger Umbauzeit und einer Investition von 20 Millionen Euro am Freitag sein „Subtropisches Badeparadies“ wiedereröffnet. Herzstück ist das neue Wellenbad mit einem 4,7 Millionen Liter fassenden Wasserbecken. Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick (41), heute als Olympia-Expertin für die ARD tätig und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, setzte mit dem Drücken des Buzzers die Wellenanlage in Betrieb.

Die Arbeiten im Ferienpark sind nunmehr abgeschlossen. Der Umbau über die zwei Jahre hinweg war eine Mammut-Aufgabe für das Unternehmen. Parallel zum laufenden Betrieb wurde die Rundum-Modernisierung vorgenommen. Deshalb galt der Dank von Geschäftsführer David Depenau nicht nur seinem Aufsichtsrat und allen am Bau beteiligten Firmen. Er dankte besonders seinen 500 Mitarbeitern für die Geduld und das Engagement in dieser Zeit.

So ist das neue Subtropische Badeparadies

„Nach dem Motto ,Das ganze Jahr Ostsee’ wird heute die Erweiterung des ,Subtropischen Badeparadieses’ offiziell eröffnet. Dank des Erweiterungsbaus konnten wir die Nutzfläche im Spaßbad um 3500 auf jetzt über 10 000 Quadratmeter vergrößern“, sagte Depenau zur Begrüßung der 150 geladenen Gäste. Die waren angesichts tropischer Temperaturen in der Halle schon im Vorwege mit Fächern ausgestattet worden – ordentlich ins Schwitzen kamen dennoch alle.

Zu den neuen Angeboten gehören neben dem Wellenbad nun diverse Spaßrutschen, eine große Textilsauna, die Aqua World, ein neues Kinderbecken mit maritimen Spielfiguren, deutlich größere Umkleidekabinen, eine Tropenwald-Dusche und sogar eine Kinoleinwand für abendliche Filmvorführungen. Statt bisher 900 Besuchern können sich nach dem Umbau jetzt bis zu 1300 gleichzeitig in der Einrichtung aufhalten. Insgesamt seien es pro Jahr etwa 500 000 Besucher, eine Zahl die noch gesteigert werden könne, sagt Depenau.

Die neuen Eintrittspreise

Der Ferienpark hat die Eintrittspreise ins Subtropische Badeparadies um 10 bis 15 Prozent erhöht. Zuvor seien die Preise seit 2010 unverändert geblieben, so Geschäftsführer David Depenau. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet jetzt je nach Wochentag (Schulferien, Wochenende, Feiertage) 21 oder 25 Euro. Drei Stunden Badespaß gibt’s für 18/21 Euro. Jugendliche zahlen pro Tag 14/17 Euro. Eine Familienkarte gibt es pro Tag für 50/65 Euro.

Top-Attraktionen im Einzelnen

Höhepunkt ist das neue Wellenbad mit seinem 4,7 Millionen-Liter-Becken. Ob große oder kleine Wellen – alles ist möglich. Dank ausgefeilter Technik im Untergeschoss ist das Wellenbad nahezu durchgängig aktiv. Mit Ausnahme vom Sommer – dann legen die Wellen pro Stunde einmal 15 Minuten Pause ein. Somit können die Besucher also fast jederzeit in den Wellen toben.

Die Reifenrutsche ist 214 Meter lang: Die 2,50 Meter breite, oval geformte Röhre startet in einer Höhe von 15 Metern. Besonderer Gag: Nach kurzer Fahrt verkleinert sich der Rutschendurchmesser auf nur noch kreis­runde 1,50 Meter. Ab hier wird nur noch hinter-, nicht mehr nebeneinander weitergerutscht. Es geht durch Kreisel und Geraden, durch weite und schmale Teilstücke, mal gemütlich, mal in rasanter Fahrt – bis am Ende das Ziel erreicht ist.

Die „Water World“ ist eine riesige Wasserspiel-Landschaft, die ihre Besucher auf mehr als 400 Quadratmetern zum Spiel mit dem Wasser lockt. Über verschiedene Pfade und Gänge gibt es auf drei Stockwerken viel zu entdecken: Geysire, Wasserkanonen und Förderanlagen. Drei Abenteuerrutschen wurden integriert und über allem thront ein 1600 Liter fassender Wassereimer, der sich alle paar Minuten über die Besucher ergießt.

„Auf die Plätze, fertig . . . los“ heißt es in der dreispurigen Wellenrutsche, die auf einer Länge von 35 Metern zum Wettkampf mit der Zeit oder dem Rutschnachbarn auffordert.

Zahlen und Fakten

1974 wurde im Ferienpark Weissenhäuser Strand eine noch vergleichsweise kleine Schwimmhalle eröffnet. Stargast der Einweihung war der Komiker Otto Waalkes.

1985 wurde das Bad um eine 500 000 Euro teure Wasserrutsche erweitert. Mit 137 Metern war sie damals die längste Wasserrutsche Europas.

1987wurde das heutige „Subtropische Badeparadies“ gebaut, ein Jahr später wurde es offiziell eröffnet. Investiert wurden insgesamt etwa 8,5 Millionen D-Mark.

2001begann der nächste Umbau. Während der Arbeiten musste das Spaßbad für vier Monate geschlossen werden.

2007wurde der Kleinkinderbereich umgebaut, 2009 folgte eine groß angelegte Erweiterung von 4500 auf 7500 Quadratmeter.

2010 wurden ins „Subtropische Badeparadies“ 7,2 Millionen Euro investiert. 1,5 Millionen Euro schoss das Land zu.

2019 – das aktuelle Mammutprojekt für knapp 20 Millionen Euro musste der Ferienpark alleine stemmen.

Großes Lob der Ehrengäste

Wie sehr die Ehrengäste beeindruckt waren, zeigte sich in einer Talkrunde. Bettina Bunge (Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein) lobte das Indoor-Angebot des Ferienzentrums, das auch im Winterhalbjahr ein attraktives Angebot für die Gäste darstelle.

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) dankte dem Ferienzentrum als großer „Arbeits- und Ausbildungsplatz-Geber“. Franziska van Almsick war begeistert vom Wellenbad und hofft, dass viele Kinder hier Schwimmen lernen. Den Abschluss machte Poetry Slamerin Mona Harry mit ihrem berühmten „Liebesgedicht an den Norden“.

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Von Louis Gäbler

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