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Ostholstein Extremsport bei 30 Grad: So hart ist der Triple-Ultra-Triathlon
Lokales Ostholstein Extremsport bei 30 Grad: So hart ist der Triple-Ultra-Triathlon
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17:56 26.07.2019
Ein dreifacher Ironman bei 30 Grad: In diesem Jahr müssen die Athleten mit hohen Temperaturen zurechtkommen. Betreuerin Nadine Zahradnik hält Getränke bereit. Quelle: Luisa Jacobsen
Lensahn

Rund 25 Grad beträgt die Wassertemperatur im Waldschwimmbad Lensahn am Freitagvormittag. Die Luft ist schon ein paar Grad wärmer und am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen. „Aber Mama geht es gut“, sagt Lucy Rau (8). Zusammen mit ihrem Vater Lars König und Stefanie Hay versorgt sie während des Triple-Ultra-Triathlons ihre Mutter Miriam Rau. Die Trinkflaschen der Athleten stehen dicht am Beckenrand. Wer trinken möchte, muss nur zugreifen.

Ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist für Sportler, die an einem Triathlon über die dreifache Ironman-Distanz teilnehmen, ohnehin unerlässlich. Bis zu 30 Grad und praller Sonnenschein lassen den Schweiß noch schneller fließen. Insgesamt müssen die Athleten 11,4 Kilometer schwimmen, es folgen 540 Kilometer auf dem Rad und schlussendlich ein Lauf über die dreifache Marathon-Distanz (126,6 Kilometer). Die ersten Teilnehmer werden voraussichtlich am Sonnabendnachmittag ins Ziel kommen – andere erst im Laufe des Sonntags.

Versorgung am Pavillon: Getränke auf Zuruf

Während Miriam Rau im Wasser noch ihre Bahnen zieht, sind andere Teilnehmer bereits auf der Radstrecke unterwegs. Darunter zum Beispiel Richard Jung, der vor zwei Wochen erst in Österreich einen fünffachen Triathlon gewonnen hat und Mark Hohe-Dorst, der bereits zum elften Mal in Lensahn dabei ist. Um die Versorgung der beiden kümmern sich größtenteils Nadine Zahradnik und ein weiterer Betreuer. „Da es ein bisschen wärmer ist, müssen sie schon mindestens in jeder zweiten Runde etwas trinken“, sagt Nadine Zahradnik. „Einmal Apfelschorle bitte“, wird dann von der Straße gerufen oder „Cola“, „Wasser“ und „Karottensaft“. „Karottensaft ist Richards Geheimwaffe“, erzählt Nadine Zahradnik. „Der muss dabei sein“.

Am Freitag begann der Wettkampf mit dem Schwimmen. Gegen 10 Uhr stiegen bereits die ersten Athleten aufs Rad. Besonders wichtig ist an diesem Wochenende: den Körper runterkühlen.

Am Freitag macht die Wärme den Athleten ansonsten noch nicht sonderlich zu schaffen. Manche nehmen das Ganze sogar richtig entspannt hin: „Für uns ist das richtig angenehm“, sagt Michael Plendl. Er ist Teil des Betreuer-Teams, das für den Sportler Thorsten Eckert zuständig ist. „Wir kommen aus Bayern, da waren es gerade 38 oder 39 Grad.“ Außerdem haben nicht wenige der Athleten, darunter Eckert, schon den Ironman auf Hawaii absolviert. „Wir haben eher noch zusätzlich was eingepackt, damit es nachts nicht zu kühl wird“, sagt Plendl. Nadine Zahradniks Schützling beeindruckt das heiße Wetter ebenfalls nicht: „Mark kommt mit der Hitze gut zurecht“, erzählt sie. „Der liebt das, für ihn könnte es auch gern noch wärmer sein.“

Am Sonnabend wird es hart: So kühlen sich die Sportler ab

Dennoch: „Runterkühlen ist das Wichtigste“, sagt Hauptorganisator Wolfgang Kulow. „Man hat sonst das Gefühl zu explodieren.“ Vor allem am Sonnabend, wenn gelaufen wird. Da werde es richtig hart. „Auf dem Rad gibt es immer noch Fahrtwind“, sagt Kulow. Beim Laufen nicht. „Wir stellen dann auch Crushed-Ice in großen Behältern bereit, außerdem Wasser“, sagt Kulow. Wem beim Radfahren der Fahrtwind nicht ausreicht, der kann sich außerdem mit ein paar Tricks helfen: „Wir haben Schwämme, die in Wasser getaucht und in den Nacken gelegt werden“, sagt Miriam Raus Betreuerin Stefanie Hay. Ein feuchtes Tuch unter dem Helm helfe ebenfalls. „Oder ein Wassereis essen“, sagt Kulow. Auch das kühlt ab. Anstrengend ist es so oder so.

Durchstehen müssen auch die Helfer

Und zwar nicht nur für die Teilnehmer: Die Betreuer bekommen selbst fast genauso wenig Schlaf wie die Athleten, Freiwillige helfen bei der medizinischen Versorgung und Verpflegung und die Feuerwehr Lensahn stellt sich ebenfalls einer sportlichen – wenn auch etwas kleineren – Herausforderung: Elf Feuerwehrleute laufen insgesamt 24 Stunden, um Spenden für krebskranke Kinder zu sammeln. Ein Teilnehmer ist am Morgen sogar eine Runde in Montur gelaufen. In voller Ausrüstung werde es im Einsatz schließlich auch ziemlich warm, erklärt Feuerwehrmann Jürgen Bethke. „Hilft ja nichts“, ergänzt Tim Neumann, der ebenfalls einer der Läufer ist.

Immerhin hat auch die Feuerwehr alles dabei, was nötig ist: Wasser, Obst und Durchhaltevermögen. Darauf käme es beim Lensahner Triple-Ultra-Triathlon an, sagt Wolfgang Kulow. „Am Ende heißt es einfach Durchhalten.“

Luisa Jacobsen

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