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Ostholstein Angeblich HIV-infizierter Mann spuckt Polizisten an
Lokales Ostholstein Angeblich HIV-infizierter Mann spuckt Polizisten an
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13:16 24.07.2019
Bei einer Kontrolle auf Fehmarn kam es zu einer Attacke auf einen Polizisten (Symbolbild). Quelle: Peyronnet
Fehmarn

Schon wieder ist es in Ostholstein zu einer Attacke auf einen Polizeibeamten gekommen. Ein angeblich HIV-positiver Mann hat am Dienstagabend bei einer Polizeikontrolle auf Fehmarn einem Polizisten aus nächster Nähe blutigen Speichel ins Gesicht gespuckt. Außerdem schlug der Mann mit der Faust zu. Erst am Wochenende war eine Polizeibeamtin beim Buschfest in Luschendorf angegriffen und verletzt worden.

Zeugen hatten gegen 21 Uhr einen Mann gemeldet, der offenbar stark betrunken mit seinem Mofa in Petersdorf unterwegs sein sollte. Dabei hat er nach den Angaben der Zeugen beinahe ein kleines Kind angefahren. Polizeibeamte der Station Fehmarn konnte den Mofafahrer, einen 27-jährigen Mann, in Petersdorf stoppen. Als sie ihn zur Rede stellen wollten, spuckte er aus kurzer Distanz blutigen Speichel in das Gesicht eines 44-jährigen Beamten, versetze dem Polizisten noch einen Fausthieb und behauptete steif und fest, er sei HIV-positiv.

Beratung über medikamentöse Vorbeugung

Die Beamten parierten den Angriff und brachten den Mann zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Sie dient nicht nur als Alkoholtest, sondern auch, um festzustellen, ob der Mann tatsächlich mit HIV infiziert ist.

Auch der 44-jährige Polizeibeamte gab eine Blutprobe ab. Außerdem ging er in eine Klinik, wo er zur sogenannten HIV-Pep, die HIV-Postexpositionsprophylaxe, beraten wurde. Nach dieser Beratung durch einen Arzt entschied der Beamte, sich nicht der medikamentösen Prophylaxe zu unterziehen.

Gewerkschaft: Respekt vor der Polizei schwindet

Angriff auf Polizeibeamte häufen sich in Ostholstein. Nach Ansicht der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) gibt es seit Jahren einen kontinuierlich und spürbar schwindenden Respekt vor der Polizei als staatlicher Autorität. „Das Phänomen Gewalt gegen Einsatzkräfte ist eines, welches schon seit Jahren auf der Tagesordnung steht und insbesondere die Polizei in Lübeck und Ostholstein beschäftigt“, teilte Thomas Nommensen, stellvertretender Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender Lübeck-Ostholstein der Deutschen Polizeigewerkschaft, mit.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lübeck belege die Gewalt gegen Polizeibeamte in der Statistik einen traurigen Spitzenplatz. Die Ursachen würden derzeit empirisch untersucht. Erste Zwischenergebnisse lägen bereits vor und deuteten auf Defizite hin, die unter anderem in der Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften und Vorgesetzten lägen und offenbar zukünftig eine Optimierung der Einsatznachbereitung erforderlich machten.

„Eine der ekelhaftesten Erfahrungen“

Die Gewerkschaft der Polizei weist darauf hin, dass „dieses Geschehnis noch einmal die vielfältigen Gefahren, die Polizeibeamte im Streifen- und Einsatzdienst ausgesetzt sind, unterstreicht“, teilte der GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger mit. Auch er stellt fest, dass der Respekt vor den Beamten zunehmend abnehme. Die Zunahme der Gewalt gegen Polizisten sei ein gesamtgesellschaftliches Problem. Zum aktuellen Fall sagt Jäger: „Das Anspucken ist wohl eine der ekelhaftesten und entwürdigendsten Erfahrungen, die ein Polizist über sich ergehen lassen muss.“ Aber vor allem die große Angst vor einer möglichen Infektion mache betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu schaffen und hinterlässt seelische Wunden. Hier sei die größtmögliche Betreuung und Fürsorge durch den Dienstherrn zu erwarten.

sas

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