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Ostholstein „Fehmarn Days of American Bikes“: Großes Harley-Treffen auf Fehmarn
Lokales Ostholstein „Fehmarn Days of American Bikes“: Großes Harley-Treffen auf Fehmarn
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21:00 30.08.2019
Begeisterter Harley-Fan: Frank (51) aus Ganderkesee ist bereits zum dritten Mal auf Fehmarn dabei. Quelle: Louis Gäbler
Fehmarn

Die Anreise mit dem Motorrad auf dem Autoanhänger ist in der Szene verpönt: Echte Asphalt-Cowboys bringen den Ritt auf die Insel im eigenen Sattel hinter sich. Das ist zwar deutlich anstrengender – aber immerhin stilecht. Bis Sonntag treffen sich 800 Harley-Davidson-Fans aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zu den „Fehmarn Days of American Bikes“. Dabei haben sie alle ein gemeinsames Anliegen: die Huldigung der berühmten US-amerikanischen Motorradmarke.

Im Video sehen Sie ein paar Eindrücke vom Biker-Treffen:

„Benzingespräche“ mit den anderen Bikern

Frank (51) aus Ganderkesee und Gerold (60) aus Delmenhorst – in der Szene duzt man sich – sind bereits am Donnerstag angerollt. Die gut 300 Kilometer im Sattel waren für die beiden Biker überhaupt kein Problem. Frisch geduscht und ausgeschlafen genießen sie am Freitag auf dem Marktplatz das erste Bierchen des Tages. Alle kommen miteinander schnell in Kontakt, ihre „Benzingespräche“ drehen sich fast immer um die Motorräder.

Echt böses Aussehen

Frank ist auf seiner umgebauten Harley-Davidson „Cross Bones“ angereist. Schwarz, tiefer gelegt, echt böses Aussehen. Vorne glänzt allerdings eine chromblitzende Springer-Gabel versöhnlich in der Sonne. „Nein, Schrauber bin ich eigentlich überhaupt nicht“, sagt er. „Die Umbauten habe ich lieber vom Fachmann machen lassen.“ Die zehn Jahre, die seine Maschine auf dem Buckel hat, sieht man ihr wirklich nicht an. Jede Speiche ist fein säuberlich für die Fahrt nach Fehmarn geputzt, der schwarze Tank poliert, die Werkzeugrolle – für kleinere Notfälle – stilecht am Lenker fixiert.

Fachsimpelei mit den Zuschauern in Burg

Kumpel Gerold (60), der in Niedersachsen fast um die Ecke wohnt, fährt eine 1200er Custom – Baujahr 2004. Alles unterhalb des Tanks und der Sitzbank strahlt und glänzt in Chrom. Urlauber, die schon am Eröffnungstag in Scharen zu den „Fehmarn Days of American Bikes“ auf den Marktplatz kommen und die langen Reihen der Motorräder abschreiten, bleiben begeistert stehen, machen Fotos und fachsimpeln mit ihm.

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Gerold: „Ich fahre seit 42 Jahren Motorrad und hatte bisher alle möglichen Maschinen, zuletzt eine Ducati. Aber vor drei Jahren hatte es mich dann doch gepackt, da holte ich mir diese Harley“, sagt er stolz. „Früher wollten wir die Schnellsten sein und jedes Rennen gewinnen, heute wollen wir ankommen. Man wird eben auch ein bisschen gemütlicher“, gibt Gerold zu.

Asphalt-Cowboys füllen Hotels auf Fehmarn

Überhaupt: Gemütlichkeit und Komfort. Die Asphalt-Cowboys nächtigen auf Fehmarn auch nicht mehr – wie damals im Wilden Westen – am Lagerfeuer. Kaum sind die meisten Sommerferien vorbei, sind es die gut und gern 600 bis 800 angereisten Biker, die den Hotels, Pensionen und Ferienwohnungsvermietern auf Fehmarn noch einmal ein gutes Geschäft bescheren. „Dusche und ein bisschen Komfort, das muss schon sein“, meint Frank und lacht verschmitzt.

Heiße Öfen, Chrom und Leder, drei Ausfahrten und jede Menge Programm gibt es bei den „Fehmarn Days of American Bikes“. Dort trifft sich die Biker-Szene aus ganz Deutschland – noch bis Sonntag.

Ein paar Krads weiter steht Andreas (59), den eigentlich aber alle nur „Max“ nennen. Er kommt aus Peine-Eddesse (Niedersachsen). Seine Harley Davidson „E-Glide“ von 2006 hat bereits über 80 000 Kilometer auf dem Zähler. Man sieht dem Motorrad an, dass es gefahren wird und nicht nur in der Garage steht. „Vor zwei Jahren war ich hier auf Fehmarn zu den Harley-Days und völlig begeistert“, sagt Max. Zurück in Eddesse, berichtete er seinem Sohn von seinem Harley-Wunsch. „Der schaute sich dann im Internet nach einer geeigneten Maschine um – und eine Woche später stand sie bei mir zu Hause.“

Vorfreude auf die Insel-Rundtouren

Marco ist 52 Jahre alt und auch seit Jahrzehnten Motorrad-Freak. Er kommt ebenfalls aus Peine-Eddesse, hat allerdings keine Harley, sondern eine YamahaFazer“ – ein japanisches Bike. Macht nix, bei den „Fehmarn Days of American Bikes“ geht’s um Motorräder – und zwar im weitesten Sinn, da ist auch jemand wie Marco willkommen. „Wir freuen uns ganz besonders auf die Ausfahrten“, sagt er. Eine führte am Freitag im Konvoi bereits nach Orth auf Fehmarn. Am Sonnabend und Sonntag stehen die nächsten Insel-Rundtouren an. Die meisten Biker bleiben noch bis Montag, bevor sie sich dann wieder in die Sättel schwingen und dann den weiten Weg zurück nach Hause reiten.

Das Programm auf Fehmarn

Sonnabend, 31. August: ab 11 Uhr Frühschoppen auf dem Marktplatz; ab 14 Uhr Rock und Pop mit der Band „The Crash“; zwischen 14 und 16 Uhr Stickerverkauf und das Treffen der angereisten Biker zur großen Ausfahrt im Konvoi (Start ist um 16 Uhr); von 20 Uhr an geht es weiter mit Musik von „Limited Edition“ und um Mitternacht steht eine Girl-&-Man-Strip-Show im Zelt auf dem Marktplatz auf dem Programm.

Sonntag, 1. September:Um 11 Uhr beginnt der Tag mit einem Gottesdienst auf dem Marktplatz, anschließend gibt es eine kleine Ausfahrt; von 13 Uhr an wird wieder Musik mit der Band „Mace Sharp & The Halebops“ geboten; von 16 Uhr an Musik mit den „Silvershadows“.

Von Louis Gäbler

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