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Ostholstein Grünes Licht für Burger Lidl-Neubau
Lokales Ostholstein Grünes Licht für Burger Lidl-Neubau
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19:50 14.09.2018
Der Discounter Lidl plant einen Neubau in Burg. Quelle: GERD-J. SCHWENNSEN
Burg a. F

In das Burger Gewerbegebiet kommt noch mehr Bewegung. Nach dem gemeinsamen Neubau-Vorstoß von Aldi und Edeka Guttkuhn plant jetzt auch Lidl einen Neubau. Im Bau- und Umweltausschuss Fehmarn gab es aber Vorbehalte.

Einen ersten Dämpfer hat der Lebensmittel-Discounter dabei bereits schon wegstecken müssen. Ursprünglich wollte Lidl seine Filiale in Burg von 1200 auf künftig 1700 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitern.

Landesplanung greift ein

Doch da machte die Landesplanung in Kiel nicht mit. Maximal 200 Quadratmeter Zuwachs seien erlaubt, bestätigte Ausschuss-Vorsitzender Andreas Herkommer (SPD). Dagegen dürften Vollsortimenter wie Edeka stärker wachsen, verwies er auf das Einzelhandelskonzept der Stadt Fehmarn.

Gegen die gemeinsamen Neubaupläne von Edeka und Aldi sind zahlreiche Widersprüche bei der Stadt eingegangen. Quelle: Gerd-J. Schwennsen

Dennoch gibt es auch gegen das Vorhaben von Aldi und Edeka, die gemeinsam mit der Drogeriekette „dm“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Neubau planen, weiter erhebliche Widersprüche, vor allem aus den Reihen der Vereines „Attraktive Burger Altstadt“ (ABA). Laut Mandy Cronauge vom Fachbereich Bauen liegt das geforderte Verkehrsgutachten inzwischen vor. Eine öffentliche Veranstaltung dazu sei in Planung.

Kein zusätzlicher Drogeriemarkt

Lidl plant indes jetzt einen Neubau mit einer Verkaufsfläche von 1400 Quadratmeter. Dafür soll das neue Verkaufsgebäude um 90 Grad gedreht und in östliche Richtung verschoben werden. Die Fläche südlich der Aral-Tankstelle wurde bereits erworben.

Verschwinden wird durch die Lidl-Erweiterung diese leerstehenden Halle hinter der Tankstelle. Quelle: Gerd-J. Schwennsen

Die ursprüngliche geplante zusätzliche Neuansiedlung eines Drogeriemarktes mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche verfolgt Lidl vorerst nicht weiter. Sie war von der Landesplanung als „nicht zustimmungsfähig“ eingestuft worden, um nicht Drogeriemärkte in der Innenstadt zu gefährden.

Kritische Stimmen im Ausschuss

Trotz der abgespeckten Lösung gab es im Ausschuss einige Vorbehalte. Lars Hviid (FWV) monierte, dass Lidl für nur 200 Quadratmeter mehr seine erst 2012 eröffnete Filiale abreißen wolle: „Das sehe ich sehr kritisch, das ist keine Verbesserung für die Stadt“. Er erinnerte daran, dass schon 2012 ein Bäcker durch die neue Lidl-Filiale einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent habe hinnehmen müssen. Die Stadt habe nach dem Neubau allenfalls geringe zusätzliche Gewerbesteuer-Zahlungen zu erwarten. Zudem verwies er auf das ausgeprägte Sozialsponsoring eines Mitbewerbers.

Als problematisch eingestuft wird die künftige Lidl-Ausfahrt. Quelle: Gerd-J. Schwennsen

Aus Sicht der SPD sei dagegen der Schutz der „zentrumsrelevanten Sortimente“ entscheidend, damit die Altstadt nicht ausblute. Einen Pluspunkt nannte Hinnerk Haltermann (CDU): „Die Altlasten hinter der Tankstelle werden entsorgt.“ Er meinte die leerstehende große Halle. Gunnar Mehnert (WUW) stufte die künftige Ausfahrt neben der Tankstelle aber als „problematisch“ ein. Mit acht zu zwei Stimmen fasste der Ausschuss einen Aufstellungsbeschluss.

Gerd-J. Schwennsen

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