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Ostholstein Fehmarn: Mehrheit für das Einzelhandelskonzept
Lokales Ostholstein Fehmarn: Mehrheit für das Einzelhandelskonzept
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20:10 15.02.2017
Burg a. F

Die Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Fehmarn hat eine wichtige Hürde genommen. Im Bau- und Umweltausschuss Fehmarn gab es nach erneut kontroverser Diskussion doch noch eine klare Mehrheit. Sechs Ausschuss-Mitglieder stimmten dafür, vier enthielten sich der Stimme. Einer nahm wegen Befangenheit nicht teil.

Nächste Sitzung

Die Stadtvertretung Fehmarn muss jetzt endgültig über das Einzelhandelsgutachten entscheiden.

Die nächste Sitzung findet am Donnerstag, 30 März, statt. Beginn ist um 19 Uhr im „Senator-Thomsen-Haus“ in Burg (Breite Straße 28).

Eigentlich sollte das Konzept schon Mitte Dezember abgesegnet sein. Doch plötzlich tauchten zum rund 20 000 Euro teuren CIMA-Gutachten, welches das bisherige Konzept von 2009 fortschreibt, noch offene Fragen auf – vor allem auf Seiten der CDU. Zähneknirschend wurde die Abstimmung vertagt, im Januar mussten die Ausschussmitglieder, wie es Marianne Unger (SPD) formulierte, „nachsitzen“.

Ende gut, alles gut? Mitnichten: Dienstagabend brachte Hinnerk Haltermann (CDU) abermals Korrekturen an. Im Kern ging es um zwei Problemfelder. Erstens: Die Flächen östlich der Industriestraße, die für den Grenzhandel vorbehalten waren, wurden gestrichen. Dafür stimmten neun Ausschuss-Mitglieder.

Trotzdem könne die Reederei Scandlines, die bislang nur am Fährhafen Puttgarden einen lukrativen Grenzhandel betreibt, sich künftig auch in Burg ansiedeln und damit erweitern. Bauamts-Leiter Marcel Quattek: „Nur nicht an den 1-A-Standorten in Burg, da sitzen schon andere Mitbewerber drauf.“

Und zweitens: Die CDU wollte die Inhalte des mehrere Hundert Seiten umfassenden Gutachtens nicht automatisch in ein Konzept mit „rechtsverbindlicher Form“ überführen. Es reift bei vielen Politikern die Sorge, damit etwas unumstößlich festzuschreiben. Die Verwaltung sieht das Konzept dagegen lediglich als „Steuerungsinstrument“ – als eine Art Leitlinie, an der sich weitere gewerbliche Bauleitplanungen orientieren. Allerdings wird es von Kiel aus zwingend gefordert. Nur bei einem fertigen Konzept signalisiert die Landesplanung die Bereitschaft, die bisherigen Verkaufsflächen-Obergrenzen für den Grenzhandel – die auf Fehmarn schon mehr als ausgereizt sind – nochmals aufzustocken.

Mühsam rangen die Ausschuss- Mitglieder um Details des Beschlussvorschlags. Ein CDU-Vorstoß wurde mit drei zu sechs Stimmern bei einer Enthaltung abgelehnt. Die von Unger vorgeschlagene Variante kam mit sechs Ja-Stimmen und vier Enthaltungen durch. Für die meisten Zuschauer im engen Feuerwehrhaus war dieser Teil der Diskussion aber kaum noch nachvollziehbar.

Unstrittig war dagegen, dass das Konzept darauf zielt, die Wirtschaftskraft in der Burger Altstadt (gegenüber der Grünen Wiese) zu sichern. Detailliert werden die klassischen Sortimente der Nahversorgung von Nahrungs- und Genussmitteln bis zu Schnittblumen oder Zeitungen untersucht. Gutachterin Julia Lemke betonte im Sommer: „Ein Einzelhandelskonzept soll nicht den Wettbewerb verhindern, sondern diesen auf gewollte Standorte konzentrieren.“

Gerd-J. Schwennsen

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