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Ostholstein Fehmarn: Vorbereitung für den Bau des Belttunnels beginnt
Lokales Ostholstein Fehmarn: Vorbereitung für den Bau des Belttunnels beginnt
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16:43 02.05.2019
So soll das Ein- und Ausfahrtsportal des geplanten Belttunnels auf Fehmarn einmal aussehen. Quelle: FEMERN A/S (HFR)
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Fehmarn

Belttunnel-Bauer Femern A/S hat grünes Licht bekommen, auch auf Fehmarn erste vorbereitende Arbeiten in die Wege zu leiten. In erster Linie geht es um Naturschutzmaßnahmen. Das Amt für Planfeststellung Verkehr hat dafür die Genehmigung erteilt. „Das stärkt den Zeitplan“, sagt Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S. In Dänemark soll noch dieses Jahr mit dem Bau der Querung begonnen werden (die LN berichteten).

Fehmarns Regionalmanager sieht keinen Grund zur Aufregung

Fehmarns Regionalmanager Jürgen Zuch wertet die vorbereitenden Maßnahmen auf deutscher Seite als „ganz normalen Vorgang“. Die Arbeiten seien zunächst sehr begrenzt und könnten bei Bedarf rückgängig gemacht werden. Insofern werde der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts – mehrere Kommunen und Verbände haben bereits Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau des Belttunnels eingereicht – auch nicht vorgegriffen.

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Unter anderem sollen im Bereich der zukünftigen Baustelle ein Zaun zum Schutz von Kammmolchen errichtet und Versorgungsleitungen verlegt werden. Das Ganze werde laut Femern A/S „im Dialog mit den zuständigen Behörden und den Anwohnern durchgeführt“.

Auf dänischer Seite laufen die Vorbereitungen für den Bau des Tunnels

Die Arbeiten sollen nach Angaben des Bauherrn sicherstellen, dass der Bau des Tunnels „unmittelbar beginnen kann, sobald die Klagen abschließend verhandelt sind“. Bisher haben das „Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung“ und der Nabu geklagt, genau wie die Stadt Fehmarn. Die Stadt Bad Schwartau hat gemeinsam mit den Gemeinden Scharbeutz und Großenbrode eine Sammelklage eingereicht; ihr Ziel ist es vor allem, dass der Güterverkehr erst dann durch Ostholstein rollt, wenn ausreichend Schutzmaßnahmen eingerichtet sind.

Auf dänischer Seite wird derweil bereits die Baustelle bei Rødbyhavn eingerichtet. Dort soll dieses Jahr der Bau des Arbeitshafens beginnen. Außerdem sollen die „Tunnelelemente-Fabrik“ entstehen und das Tunnelportal gebaut werden. Die Arbeiten unter Wasser sollen erst beginnen, wenn auch auf deutscher Seite das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist.

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Jennifer Binder