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Ostholstein Windpark-Pläne sorgen für Wirbel
Lokales Ostholstein Windpark-Pläne sorgen für Wirbel
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17:59 23.11.2018
Reichlich Zündstoff: Wie sieht die Windpark-Zukunft auf Fehmarn aus? Quelle: GERD-J: SCHWENNSEN
Fehmarn

Große Ratlosigkeit herrscht bei den Kommunalpolitikern auf der Insel. Bis zum 3. Januar muss die Stadt Fehmarn ihre Stellungnahme zum Windenergie-Regionalplan des Landes abgeben. Doch derzeit weiß niemand genau, wohin die Reise jetzt geht. Im schlimmsten Fall muss die Stadtvertretung sogar in der Weihnachtspause tagen.

Dabei war das Thema eigentlich (fast) als Selbstläufer gedacht. „Die Ziele der Stadt Fehmarn haben sich nicht geändert“, betonte Martina Wieske (Bauamt) in ihrer Vorlage. Doch dann kam es im Bau- und Umweltausschuss knüppeldick.

Erstens: Mehrere Bürger von Ostermarkelsdorf wehrten sich vehement dagegen, dass ihr Wohnort als „Splittersiedlung“ eingestuft wird. Die Folge: Sie müssen wesentlich kürzere Abstände zum Windpark befürchten als die Bewohner von Burg oder anderen Dörfern. Zweitens: Utta Mallach von der „BI Windstill“ wollte wissen, ob es einen „Deal“ zwischen den Windmüllern und der Bundeswehr gibt, um das Bauverbot im Bereich Marienleuchte zu umgehen. Bürgermeister Jörg Weber (SPD) sicherte eine Überprüfung zu. Drittens: Im Inselosten reifen konkrete Ideen für einen zusätzlichen Bürgerwindpark, der größere Abstände zu Burg als von der Landesplanung gefordert einhalten soll. Die WUW-Fraktion setzte durch, dass diese Planungen öffentlich gemacht wurden.

Eigentlich muss die Stadtvertretung am 13. Dezember eine endgültige Stellungnahme absegnen. Doch die CDU wie die Grünen wollten lieber einen Termin tags darauf in Eutin abwarten: Dort stellt die Landesplanung ihre Ziele vor. Weber warnte: „Dann haben wir nicht mehr viel Zeit, um zu reagieren.“ Marianne Unger (SPD): „Es ist eine Zumutung, wenn wir zwei Tage vor Weihnachten nochmals tagen müssen.“ Doch eine knappe Mehrheit von fünf zu vier Stimmen war für eine Vertagung. Jetzt hofft Weber auf eine Einigung der Fraktionen bis zum Hauptausschuss am 4. Dezember.

Gerd-J. Schwennsen

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