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Ostholstein Fehmarnbelt-Komitee stellt Forderungen
Lokales Ostholstein Fehmarnbelt-Komitee stellt Forderungen
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20:49 04.06.2018
Reinhard Sager und Holger Schou Rasmussen (rechts). Quelle: Foto: Kreis Oh
Fehmarn/Eutin

Adressaten sind die Vorhabenträger, die die feste Fehmarnbeltquerung vorantreiben – so zuletzt bei den „Fehmarnbelt-Days“ in Malmö. Doch genau dort setzte das Fehmarnbelt-Komitee als grenzüberschreitendes Kooperationsgremium ein deutliches Signal. „Denn die Bauzeit der Querung bedeutet leider erhebliche Beeinträchtigungen für die Menschen der Region beiderseits des Fehmarnbelts“, heißt es in dem Papier. Aber nicht nur während der mehrjährigen Ausbaumaßnahmen zwischen Puttgarden und Rødby, sondern auch nach Fertigstellung des Tunnels müssten die Interessen der unmittelbar betroffenen Bürger stärker berücksichtigt werden.

Aktionsbündnis tagt

Das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung lädt zu seiner Mitgliederversammlung ein. Sie beginnt am kommenden Donnerstag, 7. Juni, um 19 Uhr im „Gasthof Petersen“ in Landkirchen.

Neben dem Bericht des Vorstands und des Kassenwarts finden in diesem Jahr die Wahlen des Vorstandes statt.

Sager und Rasmussen die Unterzeichner

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU), diesjähriger Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees, und sein dänischer Kollege, der Sozialdemokrat Holger Schou Rasmussen als Bürgermeister der Kommune Lolland, unterzeichneten in Malmö das Positionspapier. Es richtet sich unter anderem an die Deutsche Bahn AG, die dänische Staatsbahn DSB und nah.sh. „Das Fehmarnbelt-Komitee bittet die für die Planung des Bahnverkehrs verantwortlichen Unternehmen auf dänischer und deutscher Seite, das Komitee an den weiteren Planungen kontinuierlich zu beteiligen und regelmäßig zu informieren“, erläutert Landrat Sager das Anliegen. Denn bis zur Fertigstellung der Verkehrsinfrastruktur sehe sich die Regionen über mehrere Jahre „mit zum Teil ausgeprägten Einschränkungen“ konfrontiert. Sie träfen den Regionalverkehr in Ostholstein, Lolland-Falster und Süd-Seeland, aber eben auch den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in der Fehmarnbelt-Region. Laut Positionspapier sollten die Baumaßnahmen auf dänischer und deutscher Seite zeitlich bestmöglichst aufeinander abgestimmt werden – ausdrücklich mit Blick auch auf den grenzüberschreitenden Reiseverkehr über den Belt. Im Zeitraum während der Schienen- Vollsperrung im Streckenabschnitt zwischen Neustadt und Puttgarden müssten die Interessen der Menschen in der Fehmarnbelt- Region Berücksichtigung finden.

Keine Verschlechterung des Bahn-Angebotes

Das Komitee legt ferner Wert darauf, dass sowohl für den künftigen Regional- und Nahverkehr wie für den Fernverkehr die „grenzüberschreitende Mobilität“ eine Rolle spiele. Mindestens im Zwei-Stunden-Takt seien Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in der Region einzuplanen. Sager: „Letztlich soll der Einsatz durchgehender Züge zwischen Kopenhagen und Hamburg ohne Zwischenhalt nicht zu einer Verschlechterung des Angebots im ländlichen Raum führen.“

Gerd-J. Schwennsen

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