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Ostholstein Brand zerstört Dönerimbiss und Handyladen
Lokales Ostholstein Brand zerstört Dönerimbiss und Handyladen
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16:10 29.01.2019
Das Dach musste eingerissen werden, um den Brand löschen zu können. Quelle: Arne Jappe/Digitalfotografie Nyfeler
Großenbrode

Der „Ostseegrill“ in Großenbrode wurde in der Nacht zu Dienstag zerstört. Zeugen hatten den Brand gegen 23.20 Uhr gemeldet. Die Einsatzkräfte konnten das Gebäude nicht mehr retten. Der Döner-Imbiss brannte vollständig aus. Auch ein angrenzender Handy-Laden wurde ein Opfer der Flammen. Die Feuerwehr musste das Gebäude sogar einreißen lassen, um den Brand zu löschen. Zwei Feuerwehrmänner wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Die Kripo hat die Ermittlung noch in der Nacht aufgenommen.

Gefährlicher Brand im Ostseeheilbad Großenbrode: In der Nacht zu Dienstag ist der „Ostseegrill“ niedergebrannt. Das Metalldach des Gebäudes erschwerte die Brandbekämpfung. Für die Löscharbeiten musste es mit einem Bagger eingerissen werden. Zwei Feuerwehrmänner wurden bei dem Einsatz verletzt.

Schwierige Bedingungen für Einsatzkräfte

Mit dem Einsatzstichwort „unklare Rauchentwicklung“ war die Feuerwehr in die Nordlandstraße geeilt. „Vor Ort war schon ein Feuer im Gebäude sichtbar“, sagte Einsatzleiter Jan Koblitz von der Feuerwehr Großenbrode. Umgehend hatten Atemschutztrupps versucht, das Feuer im Inneren des Gebäudes einzudämmen. Zu spät: Das Feuer hatte sich schon in die Zwischendecke ausgebreitet. Erschwerend kam hinzu, dass das Dach aus Wellblech bestand. Die Einsatzkräfte kamen nicht an den Brandherd heran.

Inhaber musste zusehen

Nach vorsichtigem Öffnen der Dachhaut kam das Feuer blitzartig zum Vorschein. Der komplette Dachstuhl stand in Flammen. Umgehend wurden weitere Feuerwehren alarmiert, auch eine Drehleiter aus Heiligenhafen rückte an. „Um das Wellblechdach zu entfernen, haben wir einen Bagger angefordert“, erläuterte Koblitz. Mit diesem habe man nach und nach einzelne Elemente vom Dach abreißen können, während immer wieder Flammen emporschossen. Mit einem massiven Löscheinsatz aus mehreren Strahlrohren und von der Drehleiter gelang es den Einsatzkräften schließlich, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Teilweise musste der Bagger auch die Mauer des Gebäudes einreißen, da mehrere Brandnester aufloderten. Auch die Inhaber waren vor Ort und mussten mit ansehen, wie ihr Imbiss von dem Feuer zerstört wurde.

„Das ist sehr schade für Großenbrode. Wir haben sonst keinen weiteren Imbiss direkt im Dorf“, sagte Bürgermeister Jens Reise (CDU) am Tag nach dem Feuer. Ein Desaster sei außerdem, dass der erst vor vier Wochen eröffnete Handyladen nebenan auch ein Opfer der Flammen wurde. Wie Reise zudem berichtete, habe die Feuerwehr kurzzeitig Nachbarhäuser aufgrund der starken Rauchentwicklung evakuieren und im Gerätehaus unterbringen müssen. Sie hätten aber schnell wieder in ihre Wohnung zurückgekonnt.

Die Kripo ermittelt

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Über die Brandursache machte die Polizei keine Angaben, auch nicht über die Schadenshöhe. Die Feuerwehren waren mit etwa 60 Einsatzkräften über vier Stunden im Einsatz. Laut Polizeisprecher Dierk Dürbrook wurde gegen 2.55 Uhr durch die Feuerwehr „Feuer aus“ gemeldet und der Bauhof Großenbrode konnte mit dem Abstreuen des überfrorenen Löschwassers beginnen. Zur Absicherung des Brandortes wurde noch in der Nacht ein Bauzaun aufgestellt. Der Brandort wurde durch die Kriminalpolizei beschlagnahmt.

Die weiteren Brandermittlungen werden bei der Kriminalpolizeistelle Oldenburg geführt. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer in der linken Gebäudehälfte im Lüftungsbereich oberhalb des Imbisses ausgebrochen.

arj, ser, mb

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