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Ostholstein Feuerwehr erzürnt über Feuerlöscher
Lokales Ostholstein Feuerwehr erzürnt über Feuerlöscher
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17:13 04.03.2019
Unbekannte stellten drei Feuerlöscher vor der Tür der Feuerwehr Ahrensbök ab. Quelle: Feuerwehr Ahrensbök
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Ahrensbök

Die Feuerwehr ist sauer. Der Bürgermeister auch. Unbekannte haben ihre ausgedienten Feuerlöscher einfach vor der Tür des Ahrensböker Gerätehauses abgestellt. Da gehören sie aber nicht hin. „Wir sind keine Entsorger“, sagt der stellvertretende Wehrführer Michael Stöhlmaker. „Wir sind für den abwehrenden Brandschutz zuständig, nicht für den vorbeugenden.“

„Ich lege meine alten Latschen auch nicht beim Schuster ab“, sagt Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos), der es besonders übel findet, ausgerechnet den Ehrenamtlern von der Feuerwehr die alten Geräte aufzudrücken. „Muss sich jetzt der ehrenamtlich tätige Feuerwehrmann in seiner Freizeit auch noch um das Gerümpel der Privatleute kümmern?“, sagt der Bürgermeister. Zimmermann hat das Ordnungsamt der Gemeinde gebeten, die Herkunft der Löscher zu ermitteln. Das ist eventuell durch die Typenschilder möglich.

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Feuerlöscher haben ein Verfallsdatum, erläutert Stöhlmaker, der im Nebenberuf eine Fachfirma für deren Wartung betreibt. Private Geräte müssen nach 25 Jahren ausgetauscht werden, gewerblich genutzte nach 20 Jahren. Außerdem müssen die Löscher alle zwei Jahre überprüft werden. Falls sie defekt sind, könnten sie im Brandfall kein Pulver ausstoßen, die Dichtungen könnten brüchig werden oder das Pulver in ihnen verklumpen und zu einem Stein werden.

ZVO nimmt Feuerlöscher kostenlos an

Wer seinen alten Feuerlöscher loswerden will, kann sich an den Zweckverband Ostholstein (ZVO) wenden. Auf den Recyclinghöfen werden sie ebenso kostenlos entgegengenommen wie bei den Schadstoffsammlungen. Lediglich Gewerbekunden zahlen beim ZVO etwa acht Euro für Feuerlöscher bis zu drei Kilogramm und 17 Euro ab drei Kilogramm.

Das Schadstoff-Mobil des ZVO hat übrigens am vergangenen Wochenende in Ahrensbök Halt gemacht. Es stand auf dem Parkplatz am Zob. Der liegt 450 Meter vom Feuerwehrgerätehaus entfernt.

Susanne Peyronnet

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