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Ostholstein Feuerwehr verhindert Großbrand auf Reiterhof in Kellenhusen
Lokales Ostholstein Feuerwehr verhindert Großbrand auf Reiterhof in Kellenhusen
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18:06 02.08.2019
Kurz nach Mitternacht gerieten aus noch ungeklärter Ursache etwa 50 Strohquaderballen in Brand. Quelle: Arne Jappe - Digitalfotografie Nyfeler
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Kellenhusen

Keine Atempause für die Feuerwehren in Ostholstein: In der Nacht zu Freitag sind aus bisher ungeklärter Ursache im Ostseebad Kellenhusen an einer Reithalle etwa 50 Strohquaderballen in Brand geraten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das aufgestapelte Stroh im Vollbrand und griff bereits auf die Reithalle über.

Die Feuerwehr konnte mit einem massiven und schnellen Löscheinsatz verhindern, dass das Großfeuer auch die Reithalle zerstörte. Die Kriminalpolizei Neustadt hat die Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Feuer an dem Gebäude kommen konnte. Polizeisprecher Stefan Muhtz sagt: „Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Bisher können noch keine näheren Angaben, auch nicht zur Schadenshöhe, gemacht werden.“ Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

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Feuerwehr rettet Reithalle

Als die 50 aufgestapelten Strohquaderballen direkt an der Reithalle brannten, wurde schnell Großalarm für die Feuerwehren Kellenhusen, Dahme, Grömitz und Guttau ausgelöst. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich das Feuer bereits auf Teile des Dachs der etwa 700 Quadratmeter großen Halle ausgebreitet. „Wir haben sofort mit der Brandbekämpfung unter massivem Wassereinsatz begonnen“, erklärt Einsatzleiter Hans-Werner Landschoof von der Feuerwehr Kellenhusen.

Und das zeigte Wirkung: Das Feuer breitete sich lediglich auf einen kleinen Teil der Reithalle aus. Die starke Rauchentwicklung erschwerte den Einsatzkräften zusätzlich die Arbeit.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das aufgestapelte Stroh im Vollbrand und griff bereits auf die Reithalle über. Die Feuerwehr konnte nur mit einem massiven und schnellen Löscheinsatz ein Großfeuer der Reithalle verhindern.

Landwirt hilft bei Löscharbeiten

Die Strohquader wurden durch den Landwirt auseinandergefahren. Im Anschluss löschte die Feuerwehr das Stroh endgültig ab. Die herbeigerufene Drehleiter aus Grömitz öffnete die Dachhaut, um an mögliche Glutnester heranzukommen. Die Kirschenallee war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt.

Erst am vergangenen Sonntag hatte es einen ähnlichen Einsatz in der Gemeinde Schashagen gegeben. Bei dem Großfeuer in der Nähe von Merkendorf standen 600 Rundballen lichterloh in Flammen. Die Frage, wie es dazu kam, ist noch nicht geklärt. Auch dort ermittelt die Kripo Neustadt zur möglichen Brandursache. Brandstiftung gilt als wahrscheinlich, da das Rundballenlager an einem abgelegenen Feldweg liegt.

RND/Arne Jappe