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Ostholstein Keine leichte Übung: Feuerwehren proben Ernstfall am Stockelsdorfer Funkturm
Lokales Ostholstein Keine leichte Übung: Feuerwehren proben Ernstfall am Stockelsdorfer Funkturm
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16:11 04.05.2019
Max Erdmann (vorn) und Pascal Jürs von der FF Mori auf dem Weg nach oben. Die Feuerwehrleute trainieren für den Ernstfall am Fernmeldeturm.. Quelle: Luisa Jacobsen
Stockelsdorf

512 Stufen mit 30 Kilogramm Ausrüstung: Die Mitglieder von elf Freiwilligen Feuerwehren aus der Region stellen sich am Sonnabend einem beschwerlichen Aufstieg. Unter Atemschutz erklimmen sie den Stockelsdorfer Funkturm. Eine Übung versteht sich – allerdings keine leichte.

„Wir lassen immer nur drei Feuerwehrleute auf einmal nach oben“, sagt der Stockelsdorfer Gemeindewehrführer Günter Volgmann. „Für den Fall, dass einer abbrechen muss.“ Denn wer unterwegs Kraft oder Nerven verliert, muss trotzdem zu Fuß wieder runter. Dabei braucht es Unterstützung. Doch das ist am Sonnabend die Ausnahme. Die meisten Feuerwehrleute kommen – in unterschiedlichsten Erschöpfungsgraden – oben an.

Jan-Eicke Lücke von der Freiwilligen Feuerwehr Söhren aus dem Kreis Segeberg ist einer von ihnen. Er hat es auf die Plattform geschafft. Zur Belohnung gibt es eine Aussicht, die nur wenigen Menschen vergönnt ist – denn der Stockelsdorfer Funkturm ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Panorama zur Belohnung

„Wir sind hier auf 108 Meter Höhe“, sagt Günter Volgmann. Der Blick reicht nach Süden über die sieben Türme der Hansestadt, im Nordosten schimmert die Ostsee, in Richtung Westen ist der Fernmeldeturm in Bad Segeberg zu sehen. Jan-Eicke Lücke und vier weitere erfolgreiche Turmbesteiger lassen ein gemeinsames Foto knipsen. Das Hintergrund-Panorama gibt es schließlich nicht alle Tage. „Richtig weh getan hat es ab der Mitte“, sagt Jan-Eicke Lücke. Dort, in einer Höhe von 50 Metern, gibt es eine Plattform, „wo klar wird, dass man erst die Hälfte geschafft hat“. Klar sei es anstrengend, ergänzt Jan-Hendrik Stapelfeld, ebenfalls von der FF Söhren. „Doch man entwickelt dann auch so einen Ehrgeiz, es zu schaffen.“ Um die 15 Minuten haben er und seine Kollegen für den Aufstieg gebraucht.

Hoch hinaus: Alle Wehren der Gemeinde Stockelsdorf und einige aus Lübeck und dem Kreis Segeberg proben den Ernstfall am Fernmeldeturm.

Vermeintlicher Ernstfall vor zehn Jahren

Um Zeit geht es bei der Übung allerdings nicht. „Die Feuerwehrleute sollen hier in einem Zustand ankommen, in dem sie ihre Arbeit noch machen können“, sagt Günter Volgmann. Schließlich geht es darum, für den Ernstfall gewappnet zu sein. Der ist auch schon einmal eingetreten – zumindest vermeintlich. Vor gut zehn Jahren habe es einen Einsatz gegeben, berichtet Volgmann, weil Anwohner einen Funkenregen auf dem Turm gesehen haben. Voll ausgerüstet mussten die Einsatzkräfte den Turm erklimmen – um letztlich festzustellen, dass Arbeiter dort geflext hatten.

Trotzdem: ein Brand ist jederzeit möglich. Und damit die Einsatzkräfte dann bereit sind, muss der Ernstfall geprobt werden. „Wir versuchen, diese Übung so regelmäßig wie möglich zu machen“, sagt Volgmann. Doch sie ist teuer, zuletzt fand sie deshalb vor vier Jahren statt. Außerdem muss ein Vodafone-Mitarbeiter die Einsatzkräfte den Tag über begleiten, allein dürfen sie nicht in den Turm. Ahmet Toranli macht das am Sonnabend ehrenamtlich: „Es ist einfach wichtig, was die machen“, sagt er. „Wenn mir etwas passiert, möchte ich ja auch, dass sie kommen.“

Luisa Jacobsen

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