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Ostholstein Ministerin Heinold besuchte „Heinrichs Essbar“
Lokales Ostholstein Ministerin Heinold besuchte „Heinrichs Essbar“
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16:56 12.11.2018
Monika Heinold (2. v. r.) informiert sich bei Stefanie Krämer (r.) über die Arbeit der Elterninitiative. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Gekommen war die Kieler Finanzministerin Monika Heinold (Grüne), um sich über die Arbeit der ehrenamtlichen Elterninitiative der Schulcafeteria „Heinrichs Essbar“ zu informieren und für die Veranstaltungsreihe „Steuerrecht für Vereine“ zu werben. Letztlich wurde ihr Besuch am Eutiner Voß-Gymnasium ein Parforceritt durch Schulthemen: Sanierung, Digitalisierung, Mitbestimmung und Klima.

„Es macht einen super Eindruck. Das sieht alles ansprechend und lecker aus. Es ist wichtig, dass Schüler sich gesund verpflegen können“, sagte die Grünen-Ministerin nach einer Begutachtung von Küche und Verkaufstresen. Überrascht und belustigt registrierte sie, dass neben belegten Brötchen, Laugenstangen, Obst-Joghurt-Müsli-Cocktails und geschnippeltem kostenlosen Gemüse auch Hefte angeboten werden.

Cafeteria eine Bereicherung für die Schule

Seit 2005 betreiben engagierte Eltern ehrenamtlich „Heinrichs Essbar“. Aus der Initiative ist der Verein „Cafeteria Voss-Schule“ hervorgegangen. Jeden Vormittag sorgen Mütter, Väter, Omas und Opas für ein abwechslungsreiches Frühstücksangebot. Zusätzlich beschäftigt der Elternverein einen Mitarbeiter des gemeinnützigen Unternehmens „Die Ostholsteiner“.

Axel Glogau gehört seit acht Jahren zum Team von „Heinrichs Essbar“ und sagt: „Es macht mir furchtbar viel Spaß.“ Die Jugendlichen empfänden die Einrichtung als „Bereicherung für die Schule, schilderten Ida (16), Sara (17) und Ylva (18) von der Schülervertretung der Ministerin. „Es ist super, hier kann man entspannt ein zweites Frühstück nehmen und chillen“, sagte Sara. Stefanie Krämer, Vorsitzende des Elternvereins, sieht auch einen anderen Vorteil: „Hier nimmt man am Schulleben teil. Sobald die Kinder auf dem Gymnasium sind, erzählen sie ja zu Hause nichts mehr . . .“

Sanitärräume erneuern, Digitalisierung vorantreiben

Finanzministerin Heinold nahm sich viel Zeit für die Gespräche mit Ehrenamtlern, Schülern und Lehrern. „Es ist mir wichtig, persönliche Eindrücke im Land zu sammeln“, sagte sie. „Was habt ihr, was haben Sie denn sonst noch auf dem Herzen?“ wollte sie von Schulleiterin Tanja Dietrich und ihrem Vertreter Dr. Danilo Behnke und den SV-Vertreterinnen wissen. Dass die sanitären Anlagen des Gymnasiums erneuert werden müssen, hatte die Schulleiterin ihr bereits auf dem Weg zu ihrem Büro geschildert.

„An der Digitalisierung sind wir dran“, sagte Behnke. „Wir haben einige Smart-Boards, aber das wird mehr und mehr.“ Er selbst gestalte seinen Unterricht komplett digital, „so stehen alle Inhalte permanent zur Verfügung“. Erfreut sei er über das Interesse älterer Kollegen: „Die wachsen da rein.“ Im ersten Quartal 2019 solle die Verwaltung des Gymnasiums an das Landesnetz angeschlossen werden, berichteten die Schulleiter.

Hilfe für Vereine

Über das Thema „Steuerrecht für Vereine“ informiert Finanzministerin Monika Heinold gemeinsam mit Experten am Dienstag, 27. November, um 19 Uhr in Bad Segeberg, Hamburger Straße 30 (im Kreistagssitzungssaal). Anmeldung unter Telefon 04 31/988 80 15 oder per E-Mail an pressestelle@fimi.landsh.de.

Voraussichtlich von 2020 an werde die Voß-Schule (wie auch das Albert-Mahlstedt-Förderzentrum) als Pilotschule bei der Einführung einer landesweit einheitlichen Schulverwaltungssoftware teilnehmen. Die Schüler halten sich per App auf dem Laufenden: „Darüber können wir erfahren, ob am nächsten Tag Unterricht ausfällt oder ein Raumwechsel ansteht“, schilderten Ylva und Sara.

Neues Raum-Konzept kommt gut an

Vor einem Jahr ist an der Voß-Schule eine bedeutende Neuerung in Kraft getreten: Es gibt keine Klassenräume mehr. „Die Räume sind Lehrkräften zugeordnet, die Schüler wechseln“, erklärte Tanja Dietrich. Die Räume seien so eingerichtet, wie es die Lehrer für den Unterricht benötigten, die entsprechenden Bücher und Medien vorhanden. „Wir haben keinen Vandalismus mehr. Und die Räume sind schöner geworden, liebevoller gestaltet“, sagte die Schulleiterin. Das Raumkonzept sei auch von den Schülern positiv aufgenommen worden, berichteten die SV-Mitglieder, die insgesamt von einer großen Zufriedenheit an ihrer Schule sprachen – was Schulleiterin Dietrich für ihr Kollegium bestätigte.

Ulrike Benthien

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