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Ostholstein Das Forsthaus steht zum Verkauf
Lokales Ostholstein Das Forsthaus steht zum Verkauf
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18:34 20.02.2019
Das Forsthaus in Ahrensbök liegt direkt am Waldrand auf einem großen Grundstück. Quelle: Peyronnet
Ahrensbök

Die Liegenschaft besteche durch die Lage direkt am Waldrand sowie die Verbindung zur nötigen Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf in unmittelbarer Umgebung, heißt es auf der Internetseite des Immobilienmaklers. Mit drei Bildern und einem kurzen Exposé wird das Forsthaus in Ahrensbök zum Verkauf angeboten.

Das Wohnhaus mit Kapitänsgiebel und etwa 255 Quadratmetern Wohnfläche, die sich über das Erdgeschoss und das Obergeschoss erstrecken, wurde in den Jahren 2016 und 2017 aufwendig saniert. Auf dem großen Grundstück in idyllischer Lage stehen noch weitere Nebengebäude.

2007 wurde die Residenzpflicht für Förster aufgehoben

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten bieten das Forsthaus an, nachdem der Förster ausgezogen ist. Jörn Siemens ist mit seiner Familie in ein eigenes Haus in Eutin übergesiedelt. Das dürfe er, erläutert der Direktor der Landesforsten, Tim Scherer, da 2007 die Residenzpflicht aufgehoben worden sei. „Der Förster kann selber entscheiden, wo er wohnt. Das entspricht den gesellschaftlichen Entwicklungen“, sagt Scherer.

Nach LN-Informationen bewegen gestiegene Mieten für die Forsthäuser so manchen Förster zum Ausziehen (die LN berichteten). Scherer sagt dazu, dass sich an der Festsetzung der Miete in jüngster Zeit nichts geändert habe. Ermittelt werde sie per Mietwertgutachten. Julia Paravicini, Abteilungsleiterin Liegenschaften bei den Landesforsten, ergänzt, dass der Mietspiegel der nächstgelegenen Großstadt mit erheblichen Abschlägen herangezogen werde. Für die, die in Forsthäusern wohnen, gebe es 30 Prozent Abschlag von der Miete aufgrund der Beeinträchtigungen durch den Dienstbetrieb. Weiter erläutert Scherer, dass seit 2008 überall die Miete zwei Mal um jeweils zehn Prozent angehoben worden sei. Paravicini: „Wir gucken auch, wo wir uns im Mietspiegel bewegen, das soll vergleichbar für alle sein.“

Landesforsten schreiben seit 2014 rote Zahlen

Beim Forsthaus Ahrensbök gibt es, genauso wie beim im Dezember verkauften Forsthaus Trittau, ein Gebotsverfahren mit mehreren Runden. „Wir sind verpflichtet, einen guten Preis zu erzielen“, sagt Paravicini. Geld können die Landesforsten immer gebrauchen. Seit 2014 schreiben sie rote Zahlen, Grund sind unter anderem erhebliche Sturmschäden.

Nach Trittau und Ahrensbök stehen demnächst nach Angaben Scherers keine weiteren Forsthäuser zum Verkauf. „Wir haben nicht grundsätzlich vor, alles zu verkaufen“, sagt er. Vermieten oder verpachten nicht mehr benötigter Forsthäuser komme ebenfalls in Frage. Das hänge von den Rahmenbedingungen ab. „Forsthäuser, die mitten im Wald stehen, würden wir nicht verkaufen.“

Susanne Peyronnet

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