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Ostholstein Kirchenkreis stellt alle Kosten auf den Prüfstand
Lokales Ostholstein Kirchenkreis stellt alle Kosten auf den Prüfstand
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15:28 08.03.2019
Die Bestattungskultur auf den Friedhöfen in Ostholstein ändert sich: Immer seltener wird der Klassiker – die Sargbeisetzung – gewählt. Die Folge: Hohe Kosten für die Friedhofsverwaltungen, die die Freiflächen aufwendig pflegen müssen. Quelle: Klatt
Lensahn

Die Zukunft der Gemeindefriedhöfe steht bei der Synodentagung des Kirchenkreises Ostholstein am kommenden Dienstag, 12. März, im „Haus der Begegnung“ in Lensahn erneut auf der Tagesordnung. Dann muss der bereits gefasste „Beschluss über Gemeinschaftsprojekt Sachgebiet Friedhof“ ein weiteres Mal beraten werden. Der Grund: Eine Überprüfung hat ergeben, dass er ohne die erforderliche Mehrheit gefasst worden war. Zu viele Synodale hatten sich bereits auf dem Heimweg befunden.

„Alle anderen Beschlüsse sind allerdings rechtskonform“, sagt Dr. Matthias Hoffmann, Verwaltungschef des Kirchlichen Verwaltungszentrums Neustadt, dazu, dass der Beschluss nun in Lensahn erneut behandelt werden muss. Auf Wunsch der Kirchengemeinden hin hatte eine Arbeitsgruppe des Kirchenkreises unter Leitung von Propst Dirk Süssenbach im Herbst 2016 damit begonnen, die Zukunft der kirchlichen Friedhöfe und ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit in den Blick zu nehmen.

Kaum einer will noch den Klassiker

Hoffmann: „Die Kirchengemeinden nehmen mit ihren Friedhöfen eine Aufgabe wahr, die von Gesetzes wegen in der Verantwortung der Kommunen liegt. Problematisch ist aber, dass der kostenneutrale Betrieb von Friedhöfen angesichts vieler neuer Bestattungsformen immer schwieriger wird.“ Der Klassiker, die Sargbestattung, werde immer öfter ersetzt durch eine Urnenbeisetzung. Für die Friedhöfe bedeutete das, auch die Freiflächen zwischen den Gräbern aufwendig pflegen zu müssen. Ein Urnenfeld, mit Rasen bedeckt, sei einfacher und kostengünstiger in der Pflege, sagt Hoffmann.

Propst Dirk Süssenbach sagt: „Der Erhalt der Friedhöfe als kultur- und geschichtliche Denkmale muss für die Kirchengemeinden und Kommunen aber ein gemeinsames Anliegen sein.“ Darin sei er sich auch mit seinem Amtskollegen, Propst Peter Barz (Eutin), einig.

Zur Aufgabe des neuen Sachgebietes mit seinen drei Mitarbeitern werde es gehören, sagt Hoffmann weiter, die Kalkulation der Friedhofsgebühren nach einheitlichen Maßstäben zu gewährleisten und die Friedhofsverwaltung zu vereinheitlichen. Dazu werde es notwendig sein, Gräberzahlen und Grabfelder zu erfassen, um für künftige Planungen eine solide Datengrundlage zu haben. Sofern die Synode die Beschlussvorlage annimmt, wird die Anlaufstelle im Verwaltungszentrum Neustadt angesiedelt sein.

Zu hohe Zinserträge ausgeschüttet

Außerdem wird sich die Synode am Dienstag noch mit einer Vorlage zur Korrektur in der Vermögensverwaltung beschäftigen. Im Rechnungsprüfungsbericht 2016 hatte es einige Beanstandungen gegeben. Im Kern geht es laut Hoffmann bei der aktuellen Beschlussvorlage darum, dass der Kirchenkreis Ostholstein in den Jahren 2010 bis 2017 wiederholt zu hohe Zinserträge an die Kirchengemeinden ausgeschüttet hatte. Auf Grundlage des Beschlusses wird aber auf eine Rückforderung verzichtet. Es erfolgt eine Verrechnung mit den noch nicht ausgeschütteten Zinsen des Jahres 2018. Die Differenz (450 000 Euro) will der Kirchenkreis durch Überschüsse aus dem Haushaltsjahr 2017 ausgleichen.

Louis Gäbler

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