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Ostholstein Für den Wiederaufstieg: Ostholsteiner kreieren neue HSV-Hymne
Lokales Ostholstein Für den Wiederaufstieg: Ostholsteiner kreieren neue HSV-Hymne
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07:45 23.11.2019
Das Video ist bereits fertig: Erdal Özmen (r.) und Frank Adam präsentieren ihre HSV-Hymne. Quelle: Maike Wegner
Ostholstein

Die Freunde Erdal Özmen und Frank Adam verbindet die Leidenschaft zum Fußball. „Der TSV Pansdorf, der VfB Lübeck und der HSV – das sind meine Vereine“, sagt Özmen lachend. Aber eigentlich gehört noch ein weiterer Verein auf die Liste: Der NTSV Strand 08. Denn bei dem kickt Frank Adam.

Nun haben die Freunde ihre Liebe zum Fußball mit der zur Musik verknüpft. Gemeinsam mit dem Komponisten Rene Münzer haben sie eine Hymne für den HSV kreiert. Ab Freitag, 29. November, kann der Song „HSV – Da wo du bist, sind auch wir“ auf allen gängigen Streaming-Portalen gehört werden. Schon vorher gibt es das Video dazu bei Youtube zu sehen.

Eine Liebeserklärung an den HSV: „Dir gehört mein Herz, meine Leidenschaft“ heißt es im Refrain des Songs. Quelle: Hfr

Musikalischer Start im Ratekauer Jugendzentrum

Idee und Text stammen von Erdal Özmen. Der Pansdorfer ist schon lange kein Unbekannter mehr in der Musikbranche. 2018 hat er einen WM-Song auf den Markt gebracht, seit 40 Jahren ist er außerdem in seiner Freizeit als DJ im Norden unterwegs. „Angefangen hat alles, als ich 16 Jahre alt war, im Jugendzentrum in Ratekau.

Der DJ ist mal ausgefallen und ich bin eingesprungen“, sagt er rückblickend. Seitdem hat der Ostholsteiner fast jeden Freitag dort aufgelegt. Zwei Jahre später stand er in einem Tanzlokal in Sarau hinter den Turntables. Für damals 100 Mark pro Nacht. Es folgten Engagements in den verschiedensten Diskotheken und Lokalen.

Seit einigen Jahren produziert der 56-Jährige auch professionell Lieder. Auf der Suche nach einem Sänger für seinen neuesten Song hatte er sofort Frank Adam im Kopf. „Wir haben 2006 schon mal für den TSV Pansdorf ein Lied zusammen gemacht“, erzählt Özmen. „Seine Stimme passt einfach perfekt.“

Mit ihrem ersten gemeinsamen Song vor 13 Jahren hatten die Männer sogar einen Auftritt im Travemünder Brügmanngarten. Vor dem Halbfinalspiel gegen Italien sang Adam das Lied vor immerhin 4000 Leuten.

Jetzt machten die beiden also erneut gemeinsame Sache. Vor sechs Wochen trafen sich Ideengeber Özmen und Sänger Adam im Studio von René Münzer, der für die Musik zuständig war. „Nach zweieinhalb Stunden war alles im Kasten. Wenn man mit Fachleuten zusammenarbeitet, klappt’s eben auch“, sagt Erdal Özmen mit einem breiten Grinsen in Richtung seines Kumpels. Denn der hatte Text und Melodie bereits im Vorfeld ausgiebig geübt. „Ich singe nur als Hobby. Aber der Song ist wirklich gut“, sagt Frank Adam, der sich über das Ergebnis freut.

Hier können Sie den Song hören:

Ein Tor von Felix Magath löste die Liebe zum HSV aus

Was die Liebe zum HSV angeht, haben die beiden Männer ihre ganz eigenen Geschichten. Bei Frank Adam ist ein Tor von Felix Magath der Auslöser gewesen. „Als er 1983 das 1:0 gegen Juventus Turin geschossen hat, war ich schlagartig Fan“, erzählt der 48-Jährige.

Bei Erdal Özmen fing die Liebe schon in der Grundschule an – allerdings unverhofft. „Alle waren zu der Zeit Fans von Borussia Mönchengladbach. Und ein Mitschüler wurde geärgert, weil er HSV-Fan war. Da wollte ich ihm beistehen und hab’ behauptet, ich wäre auch HSV-Fan.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert. Trotz Zweiter Liga.

Als Fan hat Erdal Özmen natürlich auch ein HSV-Trikot. Quelle: hfr

Norddeutscher Text und eine eingängige Melodie

Der Traum der beiden Männer: Dass ihr Song im Stadion läuft. Bisher hat der HSV kein grünes Licht dafür gegeben. „Aber wenn die Fans das Lied lieben, dann können die gar nicht anders“, sagt Erdal Özmen. Trotzdem bleibt die Musik für die beiden ein Hobby.

Der Veröffentlichung und allem, was danach kommt, sehen sie deshalb gelassen entgegen. Sollte der Song dennoch ein Hit werden, wollen die Männer auch gerne ein Video im Stadion drehen. Bisher haben sie aus frei nutzbaren Spielsequenzen ein Video zusammen geschnitten.

Der Text ist mit Zeilen wie „Ein Moin sagt hier schon alles aus“ typisch norddeutsch. Im Refrain folgt ein eingängiges „Heyo Heyo Hey. Denn hier ist unser HSV. Dir gehört mein Herz, meine Leidenschaft.“ Dass der Song schnell ins Ohr geht, ist bei einer Fußballhymne besonders wichtig. „Man muss immer daran denken, für welchen Anlass das Lied geschrieben ist. Es soll ja im Stadion gut mitgesungen werden“, sagt Özmen.

Typisch norddeutsch: Der Song soll schnell ins Ohr gehen und zum Norden passen. Quelle: Hfr

Am Freitag, 29. November, geht der Song um 6 Uhr in den Streaming-Portalen online.

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Von Maike Wegner

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