Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Für den Windpark und gegen die Deponie
Lokales Ostholstein Für den Windpark und gegen die Deponie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:10 10.07.2015
Ahrensbök

Grünes Licht für den Bürgerwindpark, rotes für die Deponie bei Lebatz: So lassen sich die wichtigsten Beschlüsse grob zusammenfassen, die die Mitglieder des Ahrensböker Ausschusses für Planung und Umwelt am Donnerstagabend gefasst haben.

Alle Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und von Privatpersonen zum CGLT-Windpark (Cashagen, Grebenhagen, Lebatz, Tankenrade) seien „abgearbeitet“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende Kurt Wilcken (CDU). Heißt: Alle Einwände sind vom Kreis und vom Planungsbüro Ostholstein geprüft worden, der Windpark könnte nach den vorliegenden Plänen gebaut werden. Das betrifft auch die diskutierten Abstände der Windräder zu Wohnbebauung — es bleibt bei 800 Metern Abstand zu Dörfern und 400 Metern zu Einzelgehöften. Der CGLT-Windpark soll aus neun je 150 Meter hohen Anlagen bestehen. Elf der zwölf Gesellschafter sind Grundeigentümer aus dem Baugebiet, außerdem sollen sich auch Bürger der Gemeinde Ahrensbök an dem Projekt beteiligen können.

Jetzt müssen die Gemeindevertreter am kommenden Donnerstag der Aufstellung des Flächennutzungsplans zustimmen. Dieser geht dann an den Kreis und dann ans Land, um in die Windkraft-Planung aufgenommen zu werden. Dabei könnte der Abriss des Drehfunkfeuers auf dem Pariner Berg das Ahrensböker Vorhaben begünstigen, berichtete Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein: „Das Projekt kann dadurch einfacher werden.“ Denn mit dem Drehfunkfeuer der Deutschen Flugsicherung fällt auch dessen Sicherheitsradius weg, für den bisher einige Windkraft-Pläne in der Region auf Eis gelegt werden mussten.

Einstimmig sprachen sich die Ausschuss-Mitglieder für einen Antrag aus, das Gebiet der ehemaligen Kiesgruben bei Lebatz als „geschützten Landschaftsbestandteil“ auszuweisen. „Das 58 Hektar große Areal liegt zwischen zwei FFH-Schutzgebieten und hat deshalb eine Verbindungsfunktion“, berichtete Kurt Wilcken. „Dort hat sich bereits ein Biotop mit kleinen Teichen und zahlreichen Arten entwickelt.“

Gibt die Untere Naturschutzbehörde des Kreises diesem Antrag statt, dürften sich die stark umstrittenen Pläne der Firma Becker-Bau Bornhöved, auf dem Gelände eine Bauschutt-Deponie einzurichten, wohl endgültig erledigt haben.

Sabine Latzel

Einbrecher kamen am Mittag durch die offene Terrassentür.

10.07.2015

SPD hält einen Prozentpunkt mehr für überzogen. Kommunen sehen Diskussionsbedarf.

10.07.2015

Tourismus-Ausschuss hat die Verwaltung beauftragt, einen Vertrag mit dem Unternehmer zu schließen.

10.07.2015