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Ostholstein Ganz Grube hilft bei der Sanierung der Kirche mit
Lokales Ostholstein Ganz Grube hilft bei der Sanierung der Kirche mit
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20:30 20.07.2017
Architekt Torsten Ewers (r.) zeigt die Pläne für St. Jürgen, um die anstehenden Sanierungen zu erläutern.
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Grube

Am 11. September ist Baustart. Nachdem bisher die Planungen für die aufwendige Sanierung der Kirche St. Jürgen in Grube im Hintergrund forciert wurden, sollen schon bald die ersten Arbeiten an Dachstuhl, Glockenturm und Kirchenschiff beginnen.

Förderverein veranstaltet Konzerte, zudem wurden bisher Spenden in Höhe von 5000 Euro gesammelt. Kirche und Bund tragen die meisten Kosten.

Hans Zühlke, 1. Vorsitzender des Fördervereins, lud jetzt ein, um gemeinsam mit Architekt und Planer Torsten Ewers über den Stand der Dinge zu berichten – auch was die Finanzierung betrifft. 880

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000 Euro kostet die Großmaßnahme, die bis Mai/Juni 2018 abgeschlossen sein soll. 440000 Euro an Förderung steuert der Bund zu. Die Differenz wird zur Gemeinschaftsaufgabe der Gruber, gemeinsam mit Kirchenkreis Ostholstein und Kirchengemeinde. Bürgermeister Volkert Stoldt (CDU) sicherte zudem eine finanzielle Zuwendung der Gemeinde zu, als Zeichen für die Sache.

Pastor Rüdiger Fuchs hob die Dorfgemeinschaft hervor, erläuterte: „Die Kirche wird während der Bautätigkeit geschlossen.“ Für Hochzeiten oder Trauerfeiern stünden aber sowohl der Festsaal am Paasch-Eyler-Platz als auch das Feuerwehr-Gerätehaus gratis zur Verfügung. Fuchs: „Das erleichtert uns die Übergangszeit doch sehr.“

Klaus Treimer von der VR Bank war gekommen, um eine Spende in Höhe von 2500 Euro zu überreichen. Treimer sagte: „Kirche besitzt als Kulturgut eine besondere Bedeutung für die Gesellschaft.“ Daher unterstütze auch die VR Bank dieses Projekt sehr gern. Die CDU überreichte zusätzlich 625 Euro und die Bäckerei Puck aus ihrer Aktion „Gruber Glück“ nochmals 500 Euro. Insgesamt sind nun 5000 Euro in der Kasse des Fördervereines, dem mittlerweile 50 Mitglieder angehören.

Für den Verein hat Helmut Wulf aus Heringsdorf ehrenamtlich 20 Holzkirchen als Spendenboxen gebaut. Diese stehen in diversen Geschäften, können von den Bürgern mit Klimpergeld oder auch Scheinen befüllt werden. Leider, so Zühlke, sei die Spendenkirche aus St. Jürgen gestohlen worden. Es musste Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Pastor Fuchs dazu: „Das ist für Gruber Verhältnisse ungewöhnlich.“ Normalerweise habe man mit Diebstahl oder Vandalismus in Grube wenig bis nichts am Hut.

Hans Zühlke erklärte zur Bedeutung des Gotteshauses: „In Grube ist es auch ein zentraler Veranstaltungsraum.“ Das Konzert der „Gregorian Voices“ an diesem Freitag sei fast ausverkauft.

Kommenden Donnerstag würde bereits das nächste stimmgewaltige Konzert folgen. Dann mit klassischer Musik der Norddeutschen Sing-Akademie (Beginn 19.30 Uhr, Eintritt frei).

Pastor Fuchs sieht in dieser vielfältigen Nutzung der Kirche die Chance, eine Marke zu schaffen. Jeder in der näheren Umgebung wisse bald, dass in St. Jürgen nicht nur gebetet werde, sondern auch Musik in fast allen Stilrichtungen zu Hause sei. Nicht zu vergessen seien als Höhepunkt auch die Theateraufführungen der Schlömer- Spielgruppe.

 Peter Mantik